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Match Group vs. Facebook, Spezialisierung vs. Netzwerkeffekte

Foto: Getty Images

„Zweifellos ein guter Tag, um im Liebes-Business aktiv zu sein.“

Mit diesem Statement kommentierte Mandy Grinsberg, Vorstandsvorsitzende der Match Group (WKN:A1424N), die neuesten Zahlen ihres Unternehmens. Tatsächlich waren die Zahlen ziemlich gut – vor allem bei Tinder, der wohl bekanntesten Dating-App. Der wirtschaftliche Erfolg führt aber zu scheinbar übermächtiger Konkurrenz von Facebook (WKN:A1JWVX).

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Die spannende Frage lautet: Kann sich die Spezialisierung von Tinder gegen deutlich größere Netzwerkeffekte bei Facebook durchsetzen.

Match Group: Die nackten Zahlen

Der Umsatz des Unternehmens, welches neben Tinder noch für weitere Online-Partner-Vermittlungen verantwortlich ist, erreichte in den ersten sechs Monaten einen Wert von 829 Millionen US-Dollar – ein Plus von 36 % im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des letzten Jahres. Der Großteil des Wachstums entfällt dabei auf Tinder.

Anders als viele andere schnell wachsende Unternehmen schreibt Match bereits schwarze Zahlen. Seit Jahresbeginn steht unterm Strich ein Nettoergebnis von 232 Millionen US-Dollar und ein freier Cashflow von 229 Millionen US-Dollar.

Beeindruckende Zahlen für ein Unternehmen, das vor nicht einmal drei Jahren sein Börsendebut feierte. Die Zahlen sind derart beeindruckend, dass nun auch deutlich größere Konkurrenten ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Wahrscheinlich trachten diese Konkurrenten aber eher nach dem kompletten Kuchenbuffet samt Sahne und Kaffee und nicht nach einem klitzekleinen Stückchen.

Der wirtschaftliche Erfolg motiviert mächtige Nachahmer

Ein erster Vorgeschmack war die Meldung, dass Facebook an einem eigenen Dating-Service arbeitet. Am Tag der Neuigkeit rauschte der Aktienkurs von Match um rund 20 % nach unten.

Angeblich haben 200 Millionen Facebook-Nutzer in ihrem Profil den Beziehungsstatus Single öffentlich hinterlegt. Im Vergleich dazu erscheinen die 3,8 Millionen Tinder-Abonnenten zum Ende des zweiten Quartals doch eher überschaubar.

Facebook-Chef Zuckerberg kündigte allerdings an, der Facebook-Service würde sich darauf konzentrieren, „echte und langfristige Beziehungen“ vermitteln zu wollen und nicht nur schnelle Dates. Ein weiterer Unterschied zu Tinder: Der Facebook-Service, der angeblich in die gewöhnliche Facebook-App integriert werden solle, soll kostenfrei zur Verfügung stehen. Tinder verdient den Großteil seiner Umsätze hingegen mit kostenpflichtigen Premium-Accounts.

Facebook hält also auch hier an seinem Geschäftsmodell fest. Möglichst viele Nutzer möglichst lange auf seine Plattformen zu locken und durch gezielte Werbeanzeigen Geld zu verdienen. Mit dem neuen Dating-Service, den Facebook-Mitarbeiter derzeit testen, zielt Facebook also nicht auf schnelle Umsätze, sondern versucht damit, seine Plattform weiter zu stärken.

 Nach den nun erneut guten Quartalszahlen ist der damalige Kursrutsch bei der Aktie der Match Group bereits wieder vergessen und die Aktien notieren bei neuen Allzeithochs.

Wirklich interessant wird es in meinen Augen auch dann erst, wenn Facebook tatsächlich mit seinem Service auf den Markt kommt. Erst dann können wir wirklich beobachten, ob Facebook das Geschäft der Match Group empfindlich stören kann.

 Am Ende geht es um die Frage, was sich durchsetzen wird: Spezialisierung oder Netzwerkeffekte.

Spezialisierung vs. Netzwerkeffekte

Die Netzwerkeffekte von Facebook sind schnell erklärt: Je mehr Nutzer auf den Facebook-Plattformen aktiv sind, desto wertvoller wird Facebook. Während man bei Tinder sich also mit rund 3,8 Millionen Gleichgesinnten vernetzen kann, wären es bei Facebook 200 Millionen Singles – zumindest dann, wenn sich alle Singles für den neuen Facebook-Service begeistern lassen.

Der Vorteil von Tinder ist hingegen die Spezialisierung auf eine einzige Funktion. So kann Tinder neue Kunden viel gezielter ansprechen. Facebook hingegen wird nicht riskieren, sich in eine reine Dating-Plattform zu verwandeln. Denn, die vielen anderen Nutzer, die Facebook für ganz andere Zwecke nutzen, könnten sich davon vielleicht abschrecken lassen.

Letztlich werden wir erst einige Quartale nach Verfügbarkeit des neuen Facebook-Services bewerten können, ob sich Netzwerkeffekte oder Spezialisierung durchsetzen werden.

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Offenlegung: Sven besitzt Aktien von Facebook. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Facebook. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Match Group.

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