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Warum sich Amazon keine Sorgen über den Mangel an Alexa-Shoppern macht

Amazons (WKN:906866) Echo-Lautsprecher und Alexa-Geräte sind wichtige Bestandteile des expandierenden Ökosystems des Technologie-Riesen, aber nicht viele Menschen kaufen tatsächlich über diese Geräte ein. The Information meldete kürzlich, dass nur 2 % der Alexa-Nutzer die Plattform tatsächlich genutzt haben, um Produkte über Sprachbefehle zu kaufen.

Außerdem haben ca. 90 % dieser Nutzer Alexa kein zweites Mal benutzt, um Produkte zu kaufen. Das hört sich nach schrecklichen Neuigkeiten für Amazon an – aber das Unternehmen ist wahrscheinlich nicht allzu besorgt, aus vier einfachen Gründen.

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1. Die Leute kaufen immer noch intelligente Lautsprecher

Laut Strategy Analytics kontrollierte Amazon im ersten Quartal 2018 43,6 % des weltweiten Marktes für intelligente Lautsprecher. Alphabets (WKN:A14Y6F) (WKN:A14Y6H) Google belegte mit einem Anteil von 26,5 % den zweiten Platz, gefolgt von Alibabas 7,6-prozentigen Anteil und Apples 6-prozentigen Anteil.

Amazon hat nie die Gesamtzahl der Echo- und Alexa-Lieferungen bekannt gegeben. The Information zitiert interne Quellen von Amazon und behauptet jedoch, dass Amazon bis heute etwa 50 Mio. Alexa-Geräte verkauft hat.

Die Menschen benutzen Alexa immer noch für andere Zwecke, wie Wetter- und Verkehrsupdates, Musik-Streaming, Beantwortung von Fragen und Steuerung von intelligenten Geräten wie Lampen, Schlössern und Thermostaten. Deshalb kann Google, dem das E-Commerce-Rückgrat von Amazon fehlt, die Lautsprecher immer noch als Heimassistenten verkaufen.

Der globale Markt für intelligente Lautsprecher wird sich zwischen 2018 und 2023 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 31 % zu einem 19-Mrd.-US-Dollar-Markt entwickeln, laut Research and Markets – und damit viel Raum für Amazon, Google und Apple lassen.

2. Alexas Ökosystem wächst weiter

Amazon gibt an, dass Drittanbieter bereits über 45.000 neue Fähigkeiten für Alexa entwickelt haben, gegenüber 25.000 Ende 2017. Dies beinhaltet die Fähigkeit, Fahrten bei Uber oder Lyft zu bestellen, Essen von Domino’s, Starbucks und GrubHub zu ordern und mit Leuten zu kommunizieren, die vor der Tür stehen. Diese Fähigkeiten, zusammen mit den First-Party-Diensten von Amazon, halten die Nutzer in Amazons umfassenderem Ökosystem.

3. Konsumgewohnheiten entwickeln sich weiter

Im Idealfall würden diese Alexa-Nutzer mehr sprachgesteuerte Bestellungen auf dem Marktplatz von Amazon platzieren. Die Konsumgewohnheiten ändern sich jedoch nicht über Nacht und die meisten Käufer sind es nicht gewohnt, Dinge mit Sprachbefehlen zu kaufen.

Jedoch benutzten 20 % von Alexas Voice-Käufern in der Studie von The Information die Geräte für Anfragen, wie z. B. die Suche nach Geschäften oder Verfolgung von Amazon-Bestellungen, die auf anderen Geräten platziert wurden.

Dies deutet darauf hin, dass Alexa zwar noch keine primäre Einkaufsplattform ist, aber dennoch als Erweiterung des Amazon-Marktplatzes dient. Die Website und die App von Amazon sind wahrscheinlich besser geeignet, um nach neuen Produkten zu suchen, während Alexa für Nachbestellungen von Vorbestellungen optimiert ist.

4. Alles dreht sich um Amazon Prime

Amazon wirbt stark für Echo-Geräte an den großen Einkaufstagen wie dem Prime Day, Black Friday und Cyber Monday. Das liegt daran, dass man die Nutzer mit diesen Geräten an sich binden und die Nicht-Prime-Mitglieder zu Prime-Mitgliedern machen will. Im April enthüllte Amazon, dass das Unternehmen weltweit mehr als 100 Mio. Prime-Mitglieder hatte, und erhöhte die Jahresgebühr von 99 US-Dollar auf 119 US-Dollar.

Nicht-Prime-Mitglieder können weiterhin Alexa benutzen, aber Alexa bietet Prime-Mitgliedern auch Dinge wie spezielle Rabatte und die Möglichkeit, Musik zu streamen oder Videos auf Fire TV-Geräten abzuspielen. Anfang des Jahres meldete das Forschungsunternehmen CIRP, dass Echo-Besitzer jährlich 1.700 US-Dollar für Amazon ausgaben, verglichen mit 1.300 US-Dollar für reguläre Prime-Mitglieder und 700 US-Dollar für Nicht-Mitglieder.

Echo-Besitzer bestellen vielleicht nicht direkt über den Lautsprecher, aber sie kaufen immer noch viele Dinge auf dem Marktplatz von Amazon.

Der “Voice-Shopping”-Markt könnte überbewertet sein

Die Studie von The Information legt nahe, dass die Wachstumsprognosen für den “Voice-Shopping”-Markt zu optimistisch sein könnten. Zum Beispiel hat OC&C Strategy Consultants geschätzt, dass der Voice-Shopping-Markt in den USA und Großbritannien von den heutigen 2 Mrd. US-Dollar auf über 40 Mrd. US-Dollar bis 2022 wachsen wird.

Die Investoren sollten diese Prognose also nicht ganz ernst nehmen. Als Amazon-Investor bin ich jedoch nicht über den Mangel an Voice-Shoppern auf der Alexa-Plattform besorgt. Alexa sollte auf absehbare Zeit in immer mehr Haushalte integriert werden.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einem Tochterunternehmen von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon, Apple und Starbucks. The Motley Fool hat die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und am 11.08.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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