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War Elon Musks Tesla Buyout Tweet doch ein Bluff?

Foto: Tesla

Es sieht immer mehr danach aus, dass die Aussage von Tesla (WKN: A1CX3T) -CEO Elon Musk, „die Finanzierung für die Privatisierung des Unternehmens sei gesichert“, ein Bluff gewesen ist.

Am Freitagnachmittag (10.08.2018) berichtete Bloomberg, dass Tesla „erste Gespräche“ mit Banken über die Durchführbarkeit einer Privatisierung des Unternehmens führe und dass Musk und seine Berater „einen breiten Pool an Investoren suchen.“

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„Suchen.“ Dies ist aber etwas ganz anderes als „gesichert“, wie Musk es in seinem Tweet am Dienstag (07.08.2018) behauptete, welcher die Tesla-Aktie in die Höhe trieb.

Es wird klar, dass dieser Privatisierungsplan noch lange nicht abgeschlossen ist. Was ist hier wirklich los?

Die Finanzierung ist möglicherweise noch nicht „gesichert“

Ich weiß nicht genau, was hier vor sich geht. Es ist möglich, dass niemand außer Musk selbst wirklich weiß, warum er diesen schicksalhaften Tweet am Dienstagnachmittag verschickt hat.

Seitdem der Tweet veröffentlicht wurde, haben Journalisten versucht, Musks behauptete Finanzierungsquelle aufzudecken. Was sie aber herausgefunden haben, ist, dass die meisten Organisationen, die ein solches Geschäft finanzieren könnten, sagen, dass sie nicht die „gesicherte“ Finanzierungsquelle seien, von der Musk behauptet, sie zur Verfügung zu haben.

Weder Tesla noch Musk selbst haben Hinweise darauf gegeben, wer oder was bereit ist, die Privatisierung zu finanzieren. Tatsächlich klingt es so, als wüsste Teslas Vorstand nicht mehr als wir. Reuters berichtete am späten Donnerstag (09.08.2018), dass der Vorstand „noch keine konkreten Informationen darüber habe, wer die Mittel bereitstellen wird“.

(Die Quellen für diesen Reuters-Artikel sind nicht bekannt, aber ich vermute, dass sie sich mindestens auf einen von Teslas unabhängigen Direktoren oder jemanden, der für die Direktoren sprach, bezogen. Es liest sich so, als wolle der Vorstand die Welt wissen lassen, dass auch er überrascht wurde. Lies es selbst und schau, was du denkst.)

Bis wir nichts Gegenteiliges hören, nehme ich an, dass Musk keine „gesicherte Finanzierung“ hat. Wenn nicht, dann kann es ein Bluff gewesen sein, möglicherweise mit der Absicht, Teslas Aktienkurs in die Höhe zu treiben – und Teslas Vorstand kann jetzt für die Deckung sorgen.

Teslas Vorstände sollten besorgt sein

Wenn es keine Finanzierung für die Privatisierung gibt, dann hat Teslas Vorstand guten Grund zur Sorge. Anwälte der Securities and Exchange Commission (SEC) in San Francisco sammelten laut Bloomberg bereits vor Musks Tweet allgemeine Informationen über Teslas prognostizierte Produktions- und Verkaufsziele. Sie untersuchen jetzt angeblich auch, ob Musks Tweet durch Fakten gestützt wurde (d.h. ob er wirklich eine sichere Finanzierung hatte, als er twitterte).

Wenn nicht, könnte die SEC Musk verklagen, weil er eine unwahre Aussage über eine wesentliche Tatsache getroffen hat, um Teslas Aktienkurs zu manipulieren. Dies ist eine Verletzung der SEC-Regel 10b-5. Das ist wirklich ernst.

Ein Aktionär verklagt Musk und Tesla bereits aus ähnlichen Gründen in einer möglichen Sammelklage, die am Freitag (10.08.2018) an dem Bundesgericht in San Francisco eingereicht wurde. Aber ein von der SEC selbst angestrengtes Verfahren könnte zu schwerwiegenden Konsequenzen führen – ganz zu schweigen von der Möglichkeit, dass die SEC-Untersuchung noch andere Punkte aufdecken könnte.

Tesla hat übrigens auch noch kein 8-K-Formular eingereicht, das nach einem wichtigen Ereignis erforderlich ist. Ein Unternehmen hat in der Regel vier Werktage Zeit, um ein 8-K-Formular einzureichen, was bedeutet, dass Tesla, gerechnet ab dem Zeitpunkt des ersten Musk-Tweets, eigentlich nur bis Ende Montag (13.08.2018) Zeit hatte.

Aber die Tatsache, dass Tesla noch kein 8-K-Formular eingereicht hat, deutet stark darauf hin, dass es noch nicht weiß, was es offiziell sagen will.

Wohin steuert Tesla von hier aus?

Ich denke immer noch, dass es zwei Möglichkeiten für Tesla gibt. Entweder Musk und Teslas Vorstand entwickeln einen echten Plan, um die Firma zu privatisieren, oder es wird sich herausstellen, dass Musks Tweet falsch war. Dies würde Konsequenzen haben.

Ich nehme an, dass sie versuchen werden, ersteres zu tun. Aber Leute zu finden, die bereit sind, die Transaktion zu finanzieren, dürfte nicht einfach werden. Sicher, Tesla hat für einige Investoren eine große Anziehungskraft. Aber diese Transaktion – wie sie Musk beschreibt – bittet im Wesentlichen darum 420 USD je Aktie für eine danach private Firma zu zahlen. (Oder, anders ausgedrückt, sehr viel Geld an ein Unternehmen zu verleihen, das es bisher noch nie geschafft hat, auch nur in einem einzigen Geschäftsjahr einen operativen Gewinn zu erzielen.)

Angenommen, jemand könnte im Augenblick die Tesla-Aktien für ungefähr 355 USD je Aktie kaufen, dann wäre es immer noch eine beträchtliche Streckung der Tweet-Aussage.

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John Rosevear besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. 

Dieser Artikel von John Rosevear erschien am 12.08.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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