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Warum jede große Kryptowährung am Mittwoch einbrach

Jede einzelne digitale Währungen unter den 100 größten Namen, geordnet nach Marktkapitalisierung, steckte um 17:00 Uhr US-Ostküstenzeit in den roten Zahlen. Die bekanntesten Kryptonamen, Bitcoin und Ethereum, waren innerhalb von 24 Stunden um etwas mehr als 8 % gesunken, Ripple hatte 15 % seines Marktwertes verloren. Ethereum Classic verlor sogar noch mehr als die großen Gewinne des letzten Montags. Insgesamt beläuft sich der Verlust auf aktuell 13 %. Die stärkste Performance unter den Top 100 war die Tether-Münze.

Der Markt der Kryptowährungen ist laut Coinmarketcap nun insgesamt 219,3 Milliarden US-Dollar wert. Damit haben die Kryptowährungen 13 % innerhalb von 24 Stunden verloren. Digitale Währungen sind anfällig für starke Schwankungen, doch diese war ein erstaunlich koordinierter Abschwung epischen Ausmaßes, selbst für diesen Bereich der Finanzwelt.

Also lass mich dir erklären, was passiert ist.

Dieser Kryptowährungs-ETF wird warten müssen

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte einen Antrag geprüft, den ersten börsengehandelten Fonds aufzulegen, der sich ausschließlich auf das Halten von Kryptowährungs-Token konzentriert. Dieser war am 20. Juni von Cboe (WKN:A1CZTX) eingereicht worden. Der vorgeschlagene ETF, der als SolidX-Bitcoin-Aktie bezeichnet wurde, hätte eine Änderung der Börsenzulassungsregeln der SEC erfordert. Diese Regeländerung wird seit dem 2. Juli geprüft und kommt bereits auf mehr als 1.300 öffentliche Kommentare.

Der Einbruch der Kryptowährungen wurde durch die Verlängerung der Regelwechselfrist der SEC von 45 Tagen auf drei Monate ausgelöst. Die endgültige Entscheidung war in einigen Wochen erwartet worden, wird aber nun bis Ende September aufgeschoben.

Die SEC könnte sehr wohl früher eine Entscheidung treffen, aber damit ist nicht unbedingt zu rechnen. Ein lang ersehnter Schritt, der dem unruhigen Krypto-Markt Legitimität und Stabilität verleihen könnte, wird daher noch fast zwei Monate auf sich warten lassen. Geduld ist zu diesem Zeitpunkt eine seltene Tugend, so dass jede Krypowährung auf diese Nachricht hin einen Einbruch erlitten hat.

Führt diese Regeländerung wirklich zu etwas?

Es ist nicht der erste Versuch, einen Kryptowährungs-ETF an die Börse zu bringen, und die Verzögerung der Entscheidung könnte tatsächlich ein Schritt auf dem Weg zur Ablehnung sein. Vor zwei Wochen wurde ein Antrag der Winklevoss-Zwillinge, einen Bitcoin-ETF zu starten, von derselben Kommission abgelehnt – zum zweiten Mal. Die SEC hat es offensichtlich nicht eilig, die Schleusen für den Kryptowährungshandel an den bewährten Aktien- und ETF-Börsen zu öffnen.

Die Regulierungsbehörden sind besorgt über Marktmanipulation, Betrug und schwachen Anlegerschutz. Ein SEC-Kommissar widersprach der Ablehnung des Winklevoss-Antrags im Juli und argumentierte, dass die notwendige Regeländerung tatsächlich unter den geltenden Gesetzen und Richtlinien funktionieren könnte. Kommissar Hester Peirce zeigte sich „besorgt, dass der Ansatz der Kommission den Anlegerschutz untergräbt, indem er eine stärkere Institutionalisierung des Bitcoin-Marktes ausschließt“.

Mit anderen Worten, die Unterstützung für den Handel mit Kryptowährungsinstrumenten ist aktuell schon zu einem gewissen Grad gegeben, was in Zukunft zu anderen Entscheidungen führen könnte.

Heute ist die Krypto-Community aber erst einmal dabei sich die Wunden zu lecken. Der Kampf, um die Kryptos an die legitimen Finanzmärkte zu bringen, geht weiter.

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Dieser Artikel wurde von Anders Bylund auf Englisch verfasst und am 08.08.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt Cboe Global Markets, hält aber keine finanzielle Beteiligung an den hier erwähnten Kryptowährungen.

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