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Fünf Tipps, damit der erste Aktienkauf zum Erfolg wird

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Öfters hört man, dass die Börse eine Art Glücksspiel sei. Mitnichten. Wer Geduld aufbringt und langfristig in Aktien investiert, kann reich belohnt werden.

Wusstest du, dass der Aktienkurs von Amazon (WKN: 906866) seit 2014 um mehr als 400 Prozent gestiegen ist? Investoren, die seit 2012 oder davor dabei sind, können sich teilweise über Kurssteigerungen von mehr als 1.000 Prozent freuen. Unglaublich, wenn du mich fragst.

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Na gut, solche Kursraketen gibt es nicht oft. Dennoch sind dort draußen viele großartige Unternehmen, die Investoren gute Gewinne bringen können. Die erste Aktie im Leben eines Anlegers ist dabei etwas ganz Besonderes. Damit das auch im positiven Sinne gilt, sollte man vor dem ersten Kauf jedoch einiges beachten. Eine gute Vorbereitung ist nämlich der Schlüssel zum Erfolg.

1. Nur investieren, wenn die Finanzlage es zulässt

Wenn man sich das erste Mal mit Aktien beschäftigt, kann es schnell in den Fingern kribbeln. Immerhin winken große Gewinne. Dazu kommt vermutlich dieses aufregende Gefühl, etwas Neues entdeckt zu haben.

Das komplette Girokonto zu plündern, damit man die erste Aktie kaufen kann, ist jedoch in der Regel keine gute Idee. Gerade am Anfang unterschätzt man oft die Gefahren. Außerplanmäßige Kosten können neue Anleger dabei schnell aus dem Konzept bringen. Vielleicht muss das Auto in die Werkstatt oder die Waschmaschine ist defekt. Auf einmal fehlt Geld, um Rechnungen zu begleichen.

Unter Umständen muss die erste Aktie dann mit Verlust verkauft werden, weil sich der Kurs oder der Gesamtmarkt auch nicht sofort positiv entwickelt habt. Von neuen Investoren, die sich direkt auf Pump Aktien kaufen, möchte ich erst gar nicht sprechen.

In diesem Zusammenhang spreche ich gerne vom Wohlfühlfaktor. Wichtig ist, dass man die angelegte Summe nicht vermisst.

2. Die zukünftige Strategie festlegen

Jetzt wird es spannend. Nehmen wir an, die Finanzen sind so weit geregelt und dem Abenteuer Börse steht nichts mehr im Wege. Das ist ein guter Zeitpunkt, um eine erfolgversprechende Strategie festzulegen. Im Allgemeinen ist es nämlich keine gute Idee, sich nur eine Aktie ins Depot zu legen. Um Wohlstand aufzubauen, ist der vernünftigste Weg in der Regel der, das Depot über die Zeit weiter auszubauen. Somit macht es Sinn, sich schon frühzeitig mit der zukünftigen Strategie zu beschäftigen.

Hier gibt es kein allgemeingültiges Richtig oder Falsch. Die passende Strategie hängt von den individuellen Bedürfnissen ab: Alter, Risikobereitschaft, Interessen, Fachwissen, möglicher Zeitaufwand, Diversifikation … all das und viele weitere Faktoren sollten berücksichtigt werden.

Ich vergleiche das gerne mit Teamsportarten. Mannschaften entwickeln ganz unterschiedliche Strategien und Taktiken. Eine Mannschaft ist vielleicht sehr defensiv aufgestellt und feiert damit außergewöhnliche Erfolge. Ein anderes Team würde mit dieser defensiven Einstellung eventuell gar nicht zurechtkommen und spielt stattdessen lieber offensiv. Um das mal auf Aktien zu übertragen: Ob man lieber in Dividendenaktien oder Wachstumsaktien investiert, hängt ganz von den persönlichen Zielsetzungen, Interessen und Vorlieben ab. Vielleicht soll es auch ein ausgeglichenes Depot sein oder eine ganz spezielle Strategie. Egal, wie man sich letztendlich aufstellt, entscheidend ist, dass man sich als Anleger mit seiner Strategie wohlfühlt.

3. Mit Ruhe und Bedacht die passende Aktie auswählen

So, die Strategie steht also. Nun geht es ans Eingemachte. Meines Erachtens sollte man eine Aktie wählen, die man gut versteht. Der gehypte Goldminenbetreiber aus Afrika, über den man eigentlich nur weiß, dass er 500 Prozent Kursgewinn bringen soll, kann dabei schnell zum Desaster werden. Stattdessen steht dann möglicherweise ein Totalverlust zu Buche.

Ich nehme an, jeder hat von uns hat irgendwelche Interessen. Daher macht es Sinn, sich ein Unternehmen auszusuchen, das einem persönlich zusagt. Ein gute Idee ist, einige geeignete Kandidaten auf eine Watchlist zu setzen und sich diese erst einmal in Ruhe anzuschauen. Mr. Market macht eh das, was er will. Mal geht es hoch, mal runter, mal läuft der Markt seitlich. Eine übereilte Entscheidung ist daher selten vorteilhaft.

Sehr nützlich ist es zudem, Pro- und Kontralisten zu erstellen. Damit lassen sich dann auch mehrere Kandidaten untereinander vergleichen, um danach die optimale Entscheidung für den ersten Kauf zu treffen.

Die Geschäftsberichte sind wichtige Entscheidungshilfen für Investoren. Auch wenn man anfangs noch nicht so viel mit den nackten Zahlen anfangen kann, ist es sinnvoll, sich mit der weiteren Konzernstrategie und den Risiken und Chancen vertraut zu machen.

Weiterhin mache ich mir bei jeder Aktie sehr gründlich eigene Gedanken und nehme dies alles in meine persönliche Bewertung mit auf.

4. Einen sinnvollen Betrag festlegen

Damit habe ich mich am Anfang recht schwergetan. Erst habe ich zu kleine Summen investiert, danach zu hohe Summen. Es hat etwas gedauert, bis ich den perfekten Betrag gefunden habe, mit dem ich mich wohlfühlte.

Meiner Meinung nach ist es jedoch sinnvoll, am Anfang etwas vorsichtiger zu agieren. Kleine Summe rechnen sich aufgrund der Gebühren zwar weniger, dafür ist das Risiko überschaubarer.

Zudem bin ich überzeugt davon, das ein Investor zuerst wissen sollte, was er da genau tut. Wenn ich z. B. mit dem Laufen anfange, ist es auch keine gute Idee, direkt mit einem Marathon zu starten. Dafür fehlt das Training, die Erfahrung und die körperliche Fitness.

Bei Aktien ist es ähnlich. Erfahrung und Wissen baut ein ehrgeiziger Anleger mit den Jahren auf. Das Schöne am Investieren ist, dass die Summen skalierbar sind. Mittlerweile habe ich ein diversifiziertes Depot aufgebaut und erhöhe sukzessive die Beträge, die ich investiere. Dabei bleibe ich jedoch immer in meinem Wohlfühlbereich.

5. Den langfristigen Erfolg im Blick behalten

Kursschwankungen sind normal. Das ist kein Grund, um in Panik zu verfallen oder bei kleinen Kursgewinnen euphorisiert eine Aktie direkt wieder zu verkaufen. Die Gebühren gibt es ja auch noch. Hört sich einfacher an, als es ist.

Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch berichten, dass sich Geduld extrem auszahlen kann. Eine meiner ersten Investitionen war Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M). Weißt du, was passiert ist? Der Dax ist gestiegen, gleichzeitig sind die Ölpreise und damit auch der Aktienkurs von Royal Dutch Shell gefallen. Das war eine sehr unangenehme Erfahrung. Da sich aus meiner Sicht fundamental nichts am Unternehmen geändert hatte, habe ich einfach Ruhe bewahrt. Mittlerweile hat sich der Aktienkurs positiv entwickelt und zudem zahlt Royal Dutch Shell jedes Quartal eine ansehnliche Dividende.

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Sven Knaak besitzt Aktien von Royal Dutch Shell (A-Aktien). John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.

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