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Blockchain: Welche Rolle werden Regulatoren für die Zukunft spielen?

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Es gibt eine Menge Disruption im Bereich der Finanzdienstleistungen, aber ganz besonders ist die Blockchain-Technologie in aller Munde.

Die von Bitcoin, Ethereum und anderen Krypto-Währungen versprochene Transparenz und Effizienz haben das Interesse der meisten Unternehmen geweckt, die Transaktionen abwickeln müssen.

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Allerdings sind Blockchain und Kryptowährungen nach wie vor mit erheblicher Unsicherheit behaftet, die sehr stark mit sich ständig weiterentwickelnden Vorschriften verbunden ist. Unternehmen wollen nicht zu viel Geld in Blockchain-Projekte investieren, bis sie sicher sein können, wie diese von den Aufsichtsbehörden behandelt (und besteuert) werden.

Als Investoren sind wir damit in einer interessanten Position. Werden Blockchains von Unternehmen angenommen und schließlich allgegenwärtig? Oder werden sie langsam vergessen und irrelevant?

Die Regulierungsfrage

Um die Frage zu beantworten, was auf dem Gebiet der Blockchain-Regulierung passiert, sprach ich kürzlich mit Arieh Levi, dem Analysten von CB Insights auf der diesjährigen Veranstaltung Future of Fintech. Arieh ist ein Experte für Blockchain; er verfolgt deren Entwicklung und versteht, wie und wo sie sich am nützlichsten erweisen.

Hier Arieh zu dem Thema, wie die Regulierungsbehörden derzeit die Blockchain betrachten:

Die SEC nimmt eine viel härtere Haltung zu ICOs und Krypto-Währungen ein. Sie haben kürzlich gesagt, dass Ether keine Sicherheit bieten kann. Bitcoin bietet keine Sicherheit. Aber die meisten anderen Token — laut SEC und Aussagen von Jay Clayton, der der Vorsitzende der SEC ist — sehen wie Wertpapiere aus. Und offensichtlich sind unlizenzierte Wertpapiere eine sehr große Sache – aber auch sehr illegal. Sicherlich ist ein Teil der Aktivitäten, die stattfinden, damit verbunden, wie zum Beispiel der Abwärtstrend.

Es scheint, dass ein Großteil des diesjährigen Preisverfalls bei den Krypto-Währungen auf die potenzielle Angst der SEC zurückzuführen ist, mit zu grobem Besteck zu arbeiten und damit alles einzureißen. Das ist sicherlich ein Risiko, das viele Investoren – verständlicherweise – nicht eingehen wollen.

Arieh fuhr fort zu erklären, dass die Krypto-Währungsregelungen noch in den Kinderschuhen stecken. Aber auf gute Weise legen sie auch die Grundregeln fest, wie Blockchains eingesetzt werden können und werden:

Man denke an Bitcoin. Bitcoin ist nicht wirklich reguliert. Niemand weiß, wer es erschaffen hat. Es ist eine Art Anti-Regierungs- und Anti-Establishment-Digitalgeld – und es ist in vielerlei Hinsicht unaufhaltsam. Bitcoin wird aber an den zentralen Plattformen reguliert, iwo Menschen echtes Geld gegen Bitcoin tauschen. So sollte man Krypto-Währungen betrachten.

Zum Thema ICOs und Krypto-Assets: Hinter diesen Netzwerken und Token stehen Firmen und Teams. Die Sache mit der Regulierung ist also, dass es immer jemanden gibt, mit dem man reden kann, jemanden, den man verklagen kann, der das Geld der Investoren in vielen Fällen zurückgeben könnte. Diese Regulation ist auch sehr gut. Es wird gute, kluge Akteure anziehen, die versuchen, diesen Bewegung weiterzuentwickeln.

Wir werden also sehen, dass mehr schlaue Köpfe die zugrundeliegende Blockchain-Infrastruktur weiter entwickeln.

Der größere Zusammenhang

Sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen hinhauen, stellt Arieh fest, dass Blockchains eine viel effizientere Plattform bieten könnten, als alle anderen digitalen Assets:

Wir haben Werte in Tokens. Man stelle sich also vor, man könnte das Zuhause und die Aktien von Apple (WKN:865985) als Tokens ablegen und diese auf die Blockchain legen. Möglicherweise könnte man die Hypothek dann mit Apple-Aktien abbezahlen; muss sie erst gar nicht in Bargeld umwandeln, und man bleibt investiert. Man müsste also nicht auf Betriebskapital umstellen. Das ist eine sehr interessante Idee.

Dezentrale Netzwerke müssen aber noch skaliert werden. Blockchain erfordert viel Arbeit bei der Skalierung. Das läuft noch nicht so effizient. Da gibt es noch einiges zu verbessern. Aber es könnte große Veränderungen hervorrufen.

Die Blockchain könnte eine Möglichkeit bieten, Finanztransaktionen viel effizienter durchzuführen. Aber wir sind immer noch weit davon entfernt.

Das Fool-Fazit

Für Bitcoin-Investoren war es im vergangenen Jahr ein ziemlicher Ritt, der Euphorie und Desillusionierung gleichermaßen gebracht hat. Hinter den Spekulationen steckt aber auch das Potenzial, unsere Finanzdienstleistungsinfrastruktur zu revolutionieren. Da der Einsatz folglich riesig ist, gehen die Verantwortlichen weiterhin behutsam vor.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple.

Dieser Artikel von Simon Erickson erschien am 6.8.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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