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9 Wege, wie Marihuana dieses Jahr Geschichte geschrieben hat

Foto: Getty Images.

Wenn du ein Investor bist, konntest du der Diskussion über „Marihuana-Aktien“ in den letzten Jahren wahrscheinlich nicht entkommen. Dafür gibt es einen guten Grund: das Wachstum.

Laut dem Cannabisforschungsunternehmen ArcView stiegen die Umsätze vom legalen Cannabis in Nordamerika im Jahr 2017 um 33 % auf 9,7 Mrd. US-Dollar, und es wird erwartet, dass sie bis 2021 um 28 % pro Jahr wachsen werden. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, könnte die nordamerikanische Cannabis-Industrie bis Ende 2021 einen Jahresumsatz von fast 25 Mrd. US-Dollar erzielen.

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In diesem Artikel möchten wir daher über neun Neuheiten im Cannabisbereich sprechen, die du vielleicht noch nicht kennst.

1. Kanada gibt grünes Licht für Freizeitmarihuana

Ohne Zweifel war die aufregendste Entwicklung in diesem Jahr die Verabschiedung des Cannabis Act (offizielles Gesetz C-45) in Kanada am 19. Juni. Nach Monaten der Debatte und fast zwei Wochen Gerangel zwischen dem Unterhaus und dem Senat wurde der Cannabis Act verabschiedet, der den Weg für den Verkauf von Freizeitmarihuana ab dem 17. Oktober frei macht. Kein anderes Industrieland der Welt hat bisher Freizeitpot legalisiert.

Obwohl die Schätzungen variieren, könnte diese Legalisierung zusätzliche 5 Mrd. US-Dollar pro Jahr für die Industrie generieren, zusätzlich zu dem, was sie bereits durch inländische medizinische Umsätze und Exporte einbringt.

2. Vermont sagt ja zum Freizeit-Cannabis

In den wurde Vermont im Januar zum neunten Staat, der die Verwendung von Marihuana für Erwachsene zugelassen hat. (Der Staat lässt jedoch nicht zu, dass das Medikament in Apotheken gekauft wird.)

Das Besondere an Vermont ist, dass hier die Legalisierung zum ersten Mal vollständig durch den Gesetzgebungsprozess erfolgte. Vermont ist einer von zwei Dutzend Staaten, die kein Referendumverfahren haben, was bedeutet, dass alle Gesetze innerhalb der Grenzen der Legislative des Staates vorgeschlagen und genehmigt werden müssen. Im Wesentlichen stimmen die Bewohner nicht über Rechtsfragen innerhalb des Staates ab, was diese Genehmigung zu etwas ganz Besonderem macht.

3. Das erste Cannabis-Medikament erhält die FDA-Zulassung

Vor kurzem, am 25. Juni, genehmigte die US Food and Drug Administration (FDA) Epidiolex von GW Pharmaceuticals (WKN:693692), ein auf Cannabidiol (CBD) basierendes Medikament zur peroralen Einnahme zur Behandlung von zwei seltenen Arten von Epilepsie im Kindesalter, bekannt als Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom. In mehreren Zulassungsstudien erreichte das führende Medikament von GW Pharmaceuticals leicht seinen primären Endpunkt, indem es eine statistisch signifikante Reduktion der Anfallshäufigkeit im Vergleich zu Baseline und Placebo nachwies.

Die wichtigere Nachricht ist jedoch, dass Epidiolex von GW Pharmaceuticals die erste Cannabis-Therapie war, die eine FDA-Zulassung bekam. Da Marihuana auf der Bundesebene in den USA ein Medikament der Schedule I bleibt und damit keine anerkannten medizinischen Vorteile hat, wurde in Washington damit eine große Zwickmühle geschaffen.

4. Aurora Cannabis tätigt die größte Marihuana-Übernahme der Geschichte

Wir waren auch die Zeitzeugen der größten Pot-Übernahme in der Geschichte. Anfang des Jahres erwarb Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) CanniMed Therapeutics mit Sitz in Saskatchewan für 852 Mio. US-Dollar. Dann, vor etwas mehr als einer Woche, schlug das Unternehmen diesen Rekord, indem es den Kauf von MedReleaf in Ontario für etwa 2,5 Mrd. US-Dollar abschloss.

Warum ist das Unternehmen so aggressiv bei der Kapazitätserweiterung? Der einfache Grund ist, dass Aurora Cannabis sich langfristige Lieferverträge und einen großen Marktanteil sichern will. Es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass Aurora Cannabis in erster Linie auf den medizinischen Markt ausgerichtet ist, was bedeutet, dass die Spitzenproduktion des Unternehmens – geschätzte 570.000 Kilogramm pro Jahr – zumeist nach Übersee exportiert wird.

5. Cronos Group ist die erste Pot-Aktie, die an einer großen Börse gehandelt wird

Ausgerechnet die in Ontario ansässige Cronos Group (WKN:A2DMQY) schrieb Ende Februar Geschichte, indem das Unternehmen die erste Marihuana-Aktie wurde, die von der Freiverkehrsbörse (OTC) zu einer renommierten Börse in den Vereinigten Staaten, der Nasdaq, aufstieg.

Das bietet zwei Vorteile für Cronos Group und die Pot-Aktien, die in die Fußstapfen des Unternehmens treten können. Zuerst sorgt das für verbesserte Liquidität und Legitmität, was die Investoren dazu bewegen kann, sie zu kaufen. Zweitens macht es Cronos Group attraktiver für die Finanzinstitute, von denen viele nicht in Unternehmen investieren, die an keiner großen Börse notiert sind.

6. Canopy Growth ist die erste Pot-Aktie, die an der NYSE gehandelt wird

Interessanterweise war Canopy Growth Corporation (WKN:A140QA), die größte Marihuana-Aktie nach Marktkapitalisierung, auf dem besten Weg, die erste Marihuana-Aktie zu werden, die im vergangenen Jahr an einer großen Börse gelistet wurde. Dieser Schritt wurde jedoch Ende Oktober durch eine Investition von rund 190 Mio. US-Dollar (ein 9,9-prozentiges Aktienpaket) des Corona-Bierbesitzers Constellation Brands zunichtegemacht.

Das hat Canopy Growth jedoch nicht davon abgehalten, die erste Marihuana-Aktie zu werden, die im Mai an der renommierten New York Stock Exchange gelistet wurde. Wie Cronos Group sollte auch die Notierung an einer seriöseren Börse die Liquidität, Legitimität und vielleicht sogar den Zugang zu Kapital verbessern.

7. MedMen Enterprises wird die größte US-Pot-Aktie, die in Kanada gelistet wird

Der Cannabis-Händler MedMen Enterprises (WKN:A2JM6N) hat im Mai Geschichte geschrieben, indem das Unternehmen das größte in den USA ansässige Unternehmen wurde, das seine Aktien in Kanada durch einen Reverse Merger an die Börse bringen konnte. Die Aktien der Apothekenkette, die derzeit 13 Filialen (und drei in der Entwicklung) in drei US-Bundesstaaten hat, hatten nach ihrem Debüt einen Wert von 1,7 Mrd. US-Dollar.

Warum wollte das Unternehmen in Kanada gelistet werden? Die einfache Antwort ist, dass die Legalisierung von Freizeitmarihuana das Nachbarland wesentlich günstiger für Investitionen gemacht hat. Innerhalb der USA bleibt Marihuana, wie erwähnt, ein Medikament der Schedule I auf der Bundesebene, was die Attraktivität von Investitionen in MedMens Aktien einschränken könnte.

8. Tilray schreibt mit dem Nasdaq-IPO Geschichte

Natürlich haben wir auch das Gegenteil von dem gesehen, was MedMen getan hat: Tilray (WKN:A2DTAQ) mit Sitz in Kanada wurde die größte kanadische Pot-Aktie in der Geschichte, die an einer renommierten US-Börse, der Nasdaq, gehandelt wurde. Nach dem Börsengang von Tilray im Juli stieg die Bewertung kurzzeitig auf 2 Mrd. US-Dollar.

Wie bei den anderen genannten Pot-Aktien zielt Tilray darauf ab, seine Liquidität und Legimität durch die Notierung an einer renommierten US-Börse zu verbessern. Das Unternehmen wird jetzt auch viel leichteren Zugang zu Kapital über Aktienemissionen, Wandelanleihen und sogar Zugang zu grundlegenden Bankdienstleistungen haben, nachdem Freizeit-Pot im Nachbarland im Norden legal  wird. Man kann damit rechnen, dass Tilray den Bruttoerlös von 153 Mio. US-Dollar aus dem Börsengang für die weitere Kapazitätserweiterung verwenden wird.

9. Bank of Montreal leitete eine Runde von Cannabis-Eigenkapitalfinanzierungen

Zusätzlich haben wir gesehen, wie Bank of Montreal (WKN:850386) eine weitere Runde der Eigenkapitalfinanzierung für Canopy Growth im Februar leitete. Die Aktienemission, die damals mit einem Wert von rund 136 Mio. US-Dollar und gemeinsam mit GMP Securities durchgeführt wurde, war die erste, an der eine große kanadische Bank beteiligt war.

Verständlicherweise hat sich die Dynamik der Eigenkapitalfinanzierung seit der Verabschiedung des Cannabis-Gesetzes am 19. Juni verändert. Es ist jetzt vollkommen koscher für kanadische Finanzinstitute, grundlegende Bankdienstleistungen für inländische Marihuanaunternehmen anzubieten, und sie sollten begierig darauf sein, dies zu tun, da es jetzt um viel Geld geht. Aber wenn es darum geht, aus den zu engen Grenzen auszubrechen, gehört der erste Platz der Bank of Montreal.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 05.08.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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