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Facebook: 3 Gründe, warum man nicht in Panik verfallen sollte

In Palo Alto hängt gerade der Haussegen schief.

Facebooks (WKN:A1JWVX) Aktie hatte gerade den schlechtesten Tag in seiner Geschichte. Nach einem enttäuschenden Ergebnisbericht fielen die Aktien 19 %. Für die Kritiker des sozialen Netzwerks kann der Abverkauf eine süße Rache sein.

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Seitdem bekannt wurde, dass Facebook eine unrühmliche Rolle im US-Präsidentschaftswahlkampf war und russische Einflussnahme zugelassen hat, Ziel der Kritik. Im März wurde bekannt, dass Cambridge Analytica Facebook-Nutzerdaten missbraucht hat, um die Wähler zu manipulieren. Das hat natürlich nicht die öffentliche Meinung verbessert, im Gegenteil. Stattdessen wurde die die #DeleteFacebook-Kampagne ins Leben gerufen.

Dem Markt zufolge gibt es gute Gründe für den Abverkauf. Das Umsatzwachstum verfehlte die Schätzungen und stieg um 42 % auf 13,2 Milliarden Dollar, was unter den Erwartungen von 13,3 Milliarden Dollar lag. Das tägliche aktive Benutzerwachstum verlangsamte sich auf historische Tiefststände, da Facebook 22 Millionen DAUs (Daily Active User, täglich aktive Nutzer) gegenüber dem Vorquartal dazugewann. Besonders schlecht sah die DAU-Metrik der Plattform in Europa aus, wo sie dank des neuen GDPR-Protokolls der Region von 282 Millionen auf 279 Millionen sank. In Nordamerika war das Wachstum der DAU in der Zwischenzeit stagnierend und ist seit drei Quartalen in Folge nicht mehr gewachsen.

Trotz dieser Zahlen, der Probleme der Marke und dem Absturz des Aktienkurses gibt es für Investoren keinen echten Grund zur Panik. Hier sind drei Gründe dafür:

1. Das Wachstum ist nach wie vor beeindruckend

Das größte Problem im Bericht tauchte auf, als Finanzvorstand David Wehner sagte: „Unsere Gesamtumsatzwachstumsrate hat sich im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal um etwa 7 Prozentpunkte verlangsamt. Unsere Gesamtumsatzwachstumsraten werden sich in der zweiten Jahreshälfte 2018 weiter verlangsamen, und wir erwarten, dass unsere Umsatzwachstumsraten sowohl in Q3 als auch in Q4 gegenüber den Vorquartalen um hohe einstellige Prozentsätze zurückgehen.“

Es ist nicht verwunderlich, dass eine solche Prognose im Markt Angst auslösen würde, aber selbst im schlimmsten Fall würde das Umsatzwachstum im dritten und vierten Quartal um jeweils 9 % zurückgehen, was jedoch bedeuten würde, dass sich der Umsatz des Unternehmens im vierten Quartal um 24 % verbessern würde. Das ist eine Zahl, um die die meisten Unternehmen Facebook beneiden würden, und es stellt das Unternehmen immer noch auf die gleiche Stufe wie die Tech-Giganten Alphabet und Amazon.

Diese Verlangsamung des Wachstums mag wie ein Problem im Vergleich zum bisherigen Tempo von Facebook erscheinen, aber das Unternehmen könnte hier nur ein Opfer seines eigenen Erfolgs sein. Denn wer so schnell wie Facebook gewachsen ist, muss irgendwann mal langsamer werden, und tatsächlich warnt das Management schon seit mehreren Quartalen vor einer Verlangsamung des Wachstums.

Der Gewinn pro Aktie von Facebook wird sich im Vergleich dazu von 5,39 Dollar im letzten Jahr auf 10,05 Dollar im Jahr 2020 nahezu verdoppeln, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 23 % entspricht. Mit anderen Worten, das Unternehmen hat noch sehr viel Wachstum vor sich.

2. Der Aktienkurs war zuvor gut

Es kommt nicht oft vor, dass eine Aktie von dieser Größenordnung an einem einzigen Tag fast 20% und dabei mehr als 100 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verliert. Der Absturz kann jedoch genauso viel, wenn nicht sogar mehr, dem plötzlichen Aufstieg von Facebook zu verdanken haben, wie dem enttäuschenden Bericht.

Nach dem Absturz nach dem Cambridge Analytical-Skandal sind die Facebook-Aktien in den letzten Monaten dramatisch gestiegen und haben in dieser Zeit mehr als 40 % zugelegt. Die Aktie wurde noch am 4. Mai bei 176 Dollar gehandelt. Mit anderen Worten, bei diesem Ausverkauf kann es darum gehen, heiße Luft entweichen zu lassen. Wir haben eine ähnliche Reaktion auf Netflix‘ jüngsten Einnahmebericht gesehen, der auch nicht toll ausfiel und deswegen die Aktie zweistellig abrutschte.

Für Facebook-Investoren ist es wichtig, hier kurz innezuhalten. Die Finanzmedien machen gerne eine große Sache aus einem Crash, weil der eine gute Story darstellt. Aber Facebook ist immer noch 81 % in den letzten drei Jahren und 413 % in den letzten fünf Jahren gestiegen. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, sieht der derzeitige Abverkauf nach nicht mehr als einer Fußnote im Wachstumserfolg der Aktie aus.

3. Das Management weiß, was zu tun ist

Cambridge Analytica und russische Hacker stehen für manche Kritiker stellvertretend dafür, dass Facebook ein böses Unternehmen ist, das sich negativ auf die Welt auswirkt. Die Realität ist aber doch eher, dass Facebook eine bedeutende Rolle im Leben von Milliarden von Menschen spielt, die sich dafür entscheiden, auf seine Plattformen zu gehen, um sich mit Freunden, Familie und anderen zu verbinden. Insgesamt ist das Unternehmen trotz der negativen Medienresonanz eindeutig eine positive Kraft.

Die jüngste Initiative des Managements, den Schwerpunkt auf die Verbindung von Menschen auf der Plattform zu legen, anstatt auf virale Videos oder Nachrichten, bekräftigt die Mission, die Menschen effektiver miteinander zu verbinden. Es ist der richtige Schritt, um Mehrwert für die Nutzer zu schaffen. CEO Mark Zuckerberg sagte: „Wir haben in der letzten Jahreshälfte mehrere Änderungen am News Feed vorgenommen, die zu mehr Interaktion und Engagement zwischen den Menschen geführt haben.“ Er unterstrich auch die Bedeutung von Facebook-Gruppen für frisch gebackene Eltern, für chronisch Kranke, Familien von Wehrdienstleistenden und andere. Er stellte eine weitere Initiative vor, die das Unternehmen startete, um es einfacher zu machen, Gruppen beizutreten. Das Management versteht, dass das Produkt am stärksten ist, wenn es eine Community aufbaut und fördert, denn das ist es, was Facebook für die Nutzer wertvoll macht.

COO Sheryl Sandberg ging auch auf das Thema Sicherheit ein und erläuterte die Schritte, die das Unternehmen unternommen hatte, um Werbung und Werbetreibende transparenter zu machen, sowie die Investitionen in Sicherheit und Datenschutz. Trotz der jüngsten Probleme unternimmt das Management die notwendigen Schritte, damit wieder alles rund läuft.

2018 mag aus PR-Sicht ein schlimmes Jahr für Facebook gewesen sein, aber das Geschäft bleibt stark. Die Produkte des Unternehmens ziehen täglich 2,5 Milliarden Nutzer an und bieten somit einen riesigen Mehrwert für Werbetreibende. Diese Kombination soll das weitere langfristige Wachstum des Unternehmens sicherstellen.

Das vierteljährliche Umsatzwachstum von 50 % wird nicht ewig anhalten, aber Facebook hat immer noch jede Menge Möglichkeiten. Den Untergang von Facebook herzuschreiben, mag vielleicht trendy sein, ist aber angesichts der Zahlen einfach nur Unfug.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet, Amazon, Facebook und Netflix.

Dieser Artikel von Jeremy Bowman erschien am 27.7.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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