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Der Quartalsbericht von Amazon übertrifft (schon wieder) die Erwartungen: 6 Kennzahlen, die man gesehen haben sollte

Foto: Amazon

Amazon (WKN:906866) veröfentlichte die Ergebnisse des zweiten Quartals 2018 nach Börsenschluss am Donnerstag. Wie schon in den letzten beiden Quartalen hat der E-Commerce- und Cloud-Computing-Riese die Erwartungen der Wall Street übertroffen.

Die Aktien sind am Donnerstag nach Handelsschluss um 3,2 % gestiegen – und haben damit ein Allzeithoch erreicht. Dieser massive Anstieg hat dazu beigetragen, dass die Aktie während der regulären Handelszeit am Donnerstag fast 80 % im Laufe eines Jahres zulegen konnte, während der S&P500 nur 16,8 % geschafft hatte.

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Es folgt ein Überblick über das fantastische Quartal von Amazon in sechs Kennzahlen – zusammen mit der Prognose des Unternehmens für das dritte Quartal:

1. Der Umsatz stieg um 39 %

Der Nettoumsatz von Amazon stieg gegenüber dem Vorjahr um 39 % auf 52,9 Mrd. US-Dollar. Das war etwas weniger als die 53,3 Mrd. US-Dollar, die die Wall Street erwartet hatte, obwohl das Ergebnis über dem Mittelwert von Amazons Prognose von 51 bis 54 Mrd. US-Dollar lag.

Ohne den Gewinn von 760 Mio. US-Dollar aus Fremdwährungseffekten stieg der Umsatz um 37 %. Darin enthalten sind 4,3 Mrd. US-Dollar aus physischen Geschäften, die im Vorjahreszeitraum nicht zum Unternehmen gehörten. (Dies sind in erster Linie der Bio-Lebensmittelhändler Whole Foods, den Amazon im dritten Quartal des vergangenen Jahres erworben hat.)

Alle Segmente verzeichneten ein starkes Umsatzwachstum.

Segment Umsatzerlöse Q2 2018 Veränderung im Jahresvergleich
Nordamerika 32,2 Milliarden USD 44 %
International 14,6 Milliarden USD 27 %
Amazon Web Services (AWS) 6,1 Milliarden USD 49 %
Gesamt 52,9 Milliarden USD 39 %

Datenquelle: Amazon.

Das Umsatzwachstum von AWS beschleunigt sich und das ist ein großartiges Zeichen, da dieses Segment in der Vergangenheit der Gewinnbringer des Unternehmens war. Währungsbereinigt stieg der Umsatz des Cloud-Computing-Service im zweiten Quartal um 49 % gegenüber 48 % im ersten Quartal, 44 % im vierten Quartal 2017 und 42 % im zweiten und dritten Quartal 2017.

Hier die weitere Aufschlüsselung der Einnahmen:

  • Der Online-Einzelhandelsumsatz stieg im Jahresvergleich um 14 % auf 27,2 Mrd. US-Dollar.
  • Der Umsatz in physischen Geschäften stieg um 100 % auf 4,3 Mrd. US-Dollar.
  • Die Verkaufsprovisionen und Erfüllungsgebühren von Drittanbietern stiegen um 39 % auf 9,7 Mrd. US-Dollar.
  • Die Abonnement-Services (Prime und andere) stiegen um 57 % auf 3,4 Mrd. US-Dollar.
  • Der Umsatz von AWS stieg um 49 % auf 6,1 Mrd. US-Dollar.
  • Das Segment Andere Umsätze betrug 2,2 Mrd. US-Dollar.

2. Das Betriebsergebnis ist um 378 % gestiegen

Das Betriebsergebnis vervierfachte sich im Jahresvergleich auf 3,0 Mrd. US-Dollar, was die Prognose von Amazon von 1,1 bis 1,9 Mrd. US-Dollar deutlich übertroffen hat. Das operative Ergebnis wuchs in den letzten Quartalen schneller als der Umsatz, was auf die gesteigerte operative Effizienz in Nordamerika und bei AWS zurückzuführen ist.

Segment Operatives Ergebnis Q2 2018 Veränderung im Jahresvergleich
Nordamerika 1,8 Milliarden USD 321 %
International (494 Millionen USD) Verlust reduziert um 32 %
AWS 1,6 Milliarden USD 79 %
Gesamt 3,0 Milliarden USD 378 %

Datenquelle: Amazon.

Das große Thema des Quartals ist das rasante Wachstum des operativen Ergebnisses in Nordamerika. Dieses mit Abstand umsatzstärkste Segment trug im Quartal mehr zum operativen Ergebnis bei als AWS. Die Gewinnspanne von AWS ist jedoch weiterhin top. Die operative Marge lag im Quartal bei 26,9 %.

International verzeichnet Amazon vor allem deshalb operative Verluste, weil dieses Geschäft noch nicht so etabliert ist wie in Nordamerika. Positiv zu vermerken ist jedoch, dass sich der operative Verlust des Segments im Quartal verringert hat.

3. Der Gewinn pro Aktie stieg um 1,168 %

Der Reingewinn stieg um mehr als das Zwölffache auf 2,5 Mrd. US-Dollar. Auf einer Pro-Aktie-Basis stiegen die Ergebnisse um 1.168 % auf 5,07 US-Dollar, was den Konsens der Wall Street von 2,50 US-Dollar deutlich übertroffen hat.

4. Der Operative Cashflow ist in den letzten 12 Monaten um 22 % gestiegen

Der operative Cashflow von Amazon wuchs im Jahresvergleich um 22 % auf 21,8 Mrd. US-Dollar (für den Zeitraum der vergangenen 12 Monate bis zum Ende des Quartals). Kluge Investoren behalten den Cashflow im Auge, denn die Kennzahlen wie Betriebsergebnis und Ergebnis sind nur buchhalterische Messzahlen. Der operative Cashflow ist die bessere Kennzahl für die Leistung von Amazon, da der freie Cashflow des Unternehmens aufgrund aller Investitionen in das Wachstum stark schwanken kann.

5. Alexa steuert schon mehr als 13.000 Smart-Home-Geräte

Amazons Geschäft mit der virtuellen Assistentin Alexa wächst weiter schnell. CEO Jeff Bezos sagte in der Pressemitteilung, dass sich “die Anzahl der Alexa-fähigen Geräte im vergangenen Jahr mehr als verdreifacht hat“, wobei die Gesamtzahl inzwischen mehr als 13.000 verschiedene Geräte von mehr als 2.500 einzelnen Marken umfasst.

Amazon war mit der Echo-Linie der erste Anbieter im Bereich der Smart-Home-Lautsprecher und konnte seine Führungsposition in diesem schnell wachsenden Markt behaupten.

6. Für Q3 wird ein Wachstum des Betriebsergebnisses von 303 % bis 592 % erwartet

Für das dritte Quartal prognostizierte Amazon einen Nettoumsatz von 54,0 bis 57,5 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von 23 % bis 31 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Unternehmen erwartet ein Betriebsergebnis von 1,4 bis 2,4 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von 303 % bis 592 % entspricht.

Kurzum, Amazon hat ein weiteres fantastisches Quartal hinter sich und hat weiterhin viele Wachstumstreiber in der Hinterhand.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon. 

Dieser Artikel wurde von Beth McKenna auf Englisch verfasst und am 27.07.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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