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Peak Oil könnte weniger als 2 Jahrzehnte entfernt sein

Foto: Getty Images

Die weltweite Ölnachfrage wächst seit Jahrzehnten relativ konstant. Bei der derzeitigen Wachstumsrate wird der weltweite Ölverbrauch im nächsten Jahr die Marke von 100 Mio. Barrel pro Tag (BPD) erreichen, nach 97,8 Mio. BPD im Jahr 2017. Die meisten Prognosen, darunter auch die der Internationalen Energieagentur (IEA), gehen davon aus, dass die Nachfrage auch bei einem beschleunigten Wachstum im Bereich der Elektrofahrzeuge bis mindestens 2040 weiter steigen wird.

In einer neuen Schätzung hat das Energieberatungsunternehmen Wood Mackenzie diesen Zeitraum um vier Jahre nach unten korrigiert und sieht 2036 als das Jahr, in dem die Ölnachfrage ihren Höhepunkt erreichen wird. Treibende Kraft ist die erwartete beschleunigte Einführung von autonomen Elektrofahrzeugen, die sich bis zum Jahr 2035 weitgehend durchsetzen sollen. Das würde die unersättliche Nachfrage der Welt nach Öl zwar endlich eindämmen, aber nicht völlig austrocknen.

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Der Bericht

Wood Mackenzies langfristige Energieaussichten sehen eine radikale Veränderung bevorstehen. „Autonome Elektrofahrzeuge oder Robotertaxis werden das Gesicht des Verkehrs in den nächsten Jahrzehnten wirklich verändern“, so der Leiter der Rohölforschung, Ed Rawl. Nach Ansicht von Wood Mackenzie sollten sie bis 2030 kommerziell am Markt verfügbar sein und sich bis 2035 durchsetzen. Diese Fahrzeuge werden „einen überproportionalen Anteil des auf Erdöl basierenden Transports“ verdrängen und den Anstieg der Ölnachfrage stoppen.

Doch obwohl Wood Mackenzie für 2036 ein Plateau bei der Ölnachfrage erwartet, geht das Unternehmen nicht davon aus, dass die Nachfrage nach Rohöl über Nacht austrocknet. Denn es wird Jahre dauern, bis in den Industrieländern mit Benzin betriebene Fahrzeuge von der Straße verschwinden, und noch länger, bis das auch in den Entwicklungsländern der Fall ist. Hinzu kommt, dass die Welt auch Öl zur Herstellung von Flugzeugtreibstoff und als wichtigen Baustein für Kunststoffe verwendet, sodass es für die Weltwirtschaft auch in den kommenden Jahren wichtig bleiben wird.

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Obwohl Wood Mackenzie davon ausgeht, dass die Ölindustrie in einigen Jahren vor einem großen Umbruch stehen wird, sollten die Investoren die Tatsache nicht aus den Augen verlieren, dass die Welt bis 2036 noch eine beträchtliche Menge an Öl benötigen wird. Mit einer erwarteten Nachfrage von mehr als 105 Mio. BPD, so die IEA, haben die Ölkonzerne viel Arbeit vor sich. Sie müssen zuerst genügend neue Quellen bohren, um den natürlichen Rückgang der bestehenden Quellen zu überwinden, die sich mit der Zeit erschöpfen – Wood Mackenzie rechnet hier bis mindestens 2020 mit einem durchschnittlichen Rückgang von 5 % pro Jahr –, und noch mehr, um die wachsende Nachfrage zu befriedigen. Mit anderen Worten, die Industrie wird Hunderte von Milliarden US-Dollar pro Jahr investieren müssen, um mit den Bedürfnissen des Marktes Schritt zu halten.

Das wird in den kommenden Jahren immer schwieriger werden, da die Branche in der jüngsten Rezession die Investitionsausgaben für groß angelegte, langfristige Projekte gekürzt hat. Nach Ansicht der IEA kann die Branche daher kaum das aktuelle Niveau halten. Die Agentur ist am meisten besorgt über das Angebotsbild nach 2020, wenn sie das Produktionswachstum der US-Schieferproduzenten prognostiziert, das sich verlangsamen wird, ohne dass genügend langfristige Projekte in Arbeit sind, um die Lücke zu schließen. Dieses Szenario könnte einen deutlichen Anstieg der Ölpreise auslösen.

Einige große Ölkonzerne beginnen bereits, ihre Ausgaben in Erwartung des Marktbedarfs zu erhöhen. ExxonMobil (WKN:852549) hat Anfang des Jahres seinen langfristigen Plan vorgestellt. Der Öl-Riese erwartet, die Ausgaben stetig zu erhöhen, von 23,1 Mrd. US-Dollar im letzten Jahr auf 24 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018, 28 Mrd. US-Dollar im nächsten Jahr, bis ein Durchschnitt von 30 Mrd. US-Dollar jährlich von 2023 bis 2025 erreichen werden soll. Diese Investitionen sollen es ExxonMobil ermöglichen, die Produktion bis 2025 um 1 Mio. Barrel Öläquivalent pro Tag (BOE/D) auf rund 5 Mio. BOE/D zu erhöhen.

Andere halten sich jedoch weiterhin zurück. Chevron (WKN:852552) zum Beispiel erwartet, nur etwa 18 bis 20 Mrd. US-Dollar pro Jahr für neue Ölquellen auszugeben, obwohl sich die Ölpreise im Aufschwung befinden; diese Spanne ist etwas niedriger als die ursprüngliche Prognose des Unternehmens, die besagt, dass es 17 bis 22 Mrd. US-Dollar pro Jahr für Investitionsprojekte ausgeben würde. Chevron hat seine Ziele überarbeitet, weil man die Renditen verbessern und einen freien Cashflow zur Deckung der Dividende erwirtschaften will, anstatt alle potenziellen Wachstumschancen zu nutzen, die sich bieten. Chevron und einige andere große Produzenten, die keine Pläne haben, die Ausgaben zu erhöhen, könnten dafür verantwortlich sein, dass die Industrie schlecht vorbereitet ist, um die Herausforderungen zu bewältigen, die in den kommenden Jahren wahrscheinlich sind, da die Nachfrage noch fast zwei weitere Jahrzehnte steigen dürfte.

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Die Einführung der autonomen Elektrofahrzeuge könnte endlich das Heilmittel sein, um die Welt von der Ölsucht zu befreien. Trotzdem haben wir wahrscheinlich noch einige Jahre Zeit, bis es so weit sein wird. Daher scheint die Ölindustrie noch viel im Tank zu haben, was die Investoren in den kommenden Jahren bereichern könnte, zumal es immer wahrscheinlicher wird, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft eine weitere Periode mit hohen Preisen sehen werden.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Matthew DiLallo auf Englisch verfasst und am 21.07.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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