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Ist Johnson & Johnson ein Kauf?

Johnson & Johnson (WKN: 853260) gilt als das weltweit größte Gesundheitsunternehmen. Allerdings stand der Gesundheitsriese im Jahr 2018 bisher etwas unter Beschuss. Die Johnson & Johnson-Aktie ist bis heute um fast 10 % gefallen. Letzte Woche entschied ein Preisgericht in St. Louis, dass das Unternehmen im Zusammenhang mit Behauptungen, dass Asbest im Talkumpuder von Johnson & Johnson Eierstockkrebs verursacht habe, fast 4,7 Milliarden Dollar Schadensersatz zahlen muss.

Bedeuten diese Probleme, dass Investoren sich von Johnson & Johnson fernhalten sollten? Oder stellen sie eine große Kaufgelegenheit für die Aktie dar?

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Problemfelder

Wie besorgniserregend ist das Ergebnis der jüngsten Klage? Selbst für ein großes Unternehmen wie Johnson & Johnson sind 4,7 Milliarden Dollar ein erheblicher Betrag. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob der Schaden tatsächlich bezahlt werden muss.

Johnson & Johnson gab eine Erklärung bezüglich des Gerichtsurteils ab und sagte, dass das Unternehmen „zuversichtlich ist, dass seine Produkte kein Asbest enthalten und keinen Eierstockkrebs verursachen, und beabsichtigt, alle verfügbaren Rechtsmittel zu verfolgen“. In der Erklärung wurde festgestellt, dass „jedes Urteil gegen Johnson & Johnson in diesem Gericht, das den Berufungsprozess durchlaufen hat, rückgängig gemacht wurde“.

Dennoch sorgt das Urteil gegen Johnson & Johnson für Negativschlagzeilen in einer Zeit, in der die US-Verbrauchsgüterumsätze nur knapp wachsen. Im ersten Quartal 2018 war Johnson & Johnsons Geschäft mit Konsumgütern das schlechteste der drei Geschäftssegmente des Unternehmens, wobei das verhaltene Umsatzwachstum in den USA das Gesamtergebnis des Segments belastete.

Johnson & Johnson hat noch ein weiteres Problem, das das Unternehmen bereits jetzt Geld kostet. Der Umsatz des umsatzstärksten Produkts Remicade sinkt aufgrund der Konkurrenz durch Biosimilars. Die Auswirkungen der verlorenen Marktanteile könnten den Umsatz von Johnson & Johnson in diesem Jahr locker um mehr als eine Milliarde US-Dollar reduzieren.

Und Remicade ist nicht das einzige Medikament, das Gegenwind bekommt. Die Umsätze für das ADHS-Medikament Concerta gehen im Rahmen des Wettbewerbs bei Generika zurück. Auch das Typ-2-Diabetes-Medikament Invokana verliert Marktanteile an die Konkurrenten anderer Marken.

Stärken und Chancen

Diese schlechten Nachrichten könnten den Eindruck erwecken, Johnson & Johnson stecke in Schwierigkeiten. Aber das ist eigentlich gar nicht der Fall.

Obwohl Johnson & Johnson bei Remicade und einigen anderen Medikamenten mit Herausforderungen konfrontiert ist, hat das Unternehmen eine Strategie für das Wachstum seines Pharmageschäfts. Ein wichtiger Wachstumsschwerpunkt ist die Expansion im Bereich der Immunologie. Die Umsatzzuwächse bei den Immunmedikamenten Simponi und Stelara gleichen die Umsatzrückgänge bei Remicade mehr als aus. Zudem hat das neue Immunmedikament von Johnson & Johnson, Tremfya, bereits einen Marktanteil von 18 %.

Außerdem performen die Onkologie-Medikamente von Johnson & Johnson besonders gut. Im ersten Quartal stieg der Umsatz von Darzalex, einem Medikament zur Behandlung des multiplen Myeloms, im Jahresvergleich um mehr als 69 %. Der Umsatz des Prostatakrebsmedikaments Zytiga wuchs im ersten Quartal um fast 62 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Imbruvica, das zur Behandlung mehrerer Krebsarten eingesetzt wird, erzielte im ersten Quartal ein Umsatzwachstum von mehr als 43 % gegenüber dem Vorjahr.

Akquisitionen haben zudem das Vermögen von Johnson & Johnson vermehrt. Mit der Übernahme von Actelion im Jahr 2017 erweiterte sich die Produktpalette von Johnson & Johnson um drei Medikamente gegen Pulmonale Hypertonie: Opsumit, Tracleer und Uptravi. Darüber hinaus trug der Kauf von Abbott Medical Optics von Abbott Labs im ersten Quartal zur Umsatzsteigerung bei.

Johnson & Johnson engagiert sich auch weiterhin für die Entwicklung neuer Produkte. Das Unternehmen verfügt über eine satte Pipeline mit Wirkstoffen in späten klinischen Entwicklungsphasen mit einem starken Fokus auf der Erweiterung der Indikationen für bereits zugelassene Medikamente, wie Darzalex, Imbruvica und das Antikoagulans Xarelto. Außerdem hat Johnson & Johnson mehrere neue Medikamente mit erheblichem Potenzial in der Pipeline, darunter auch das experimentelle Depressionspräparat Esketamin.

Das Foolishe Fazit

Johnson & Johnson wird kein schwindelerregendes Wachstum erzeugen. Die Wall Street erwartet jedoch, dass das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren stärker wachsen wird als in den vergangenen fünf Jahren.

Und wir haben noch nicht über die solide Dividende von Johnson & Johnson gesprochen. Die Rendite liegt derzeit bei knapp 2,9 % und Johnson & Johnson hat seine Dividendenzahlungen schon 56 aufeinanderfolgende Jahre erhöht – das ist eine der besten Erfolgsgeschichten überhaupt.

Selbst Blue-Chip-Aktien wie Johnson & Johnson haben mal schwierige  Phasen. Meiner Meinung nach ist die Aktie von Johnson & Johnson immer noch eine kluge Wahl, wobei die jüngsten Probleme langfristigen Anlegern die Chance geben, die Aktie mit einem Abschlag zu kaufen.

 

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Keith Speights besitzt keine der genannten Aktien, aber war beratend für Abbott Labs tätig. The Motley Fool besitzt Aktien von Johnson & Johnson.

Dieser Artikel von Keith Speights erschien am 17.07.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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