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Leute investieren in Apple – aber auch aus den richtigen Gründen?

Foto: Apple

In den letzten zehn Jahren gab es nur wenige Unternehmen wie Apple (WKN:865985). Der Gründer und ehemalige CEO Steve Jobs erfand das digitale Erleben neu, indem er das Smartphone, wie wir es heute kennen, auf den Markt brachte. Die Anteile an der Firma haben sind seit dem ersten iPhone fast 1.000 % gestiegen. Das Unternehmen wird wohl bald mit einer Billion Dollar bewertet.

Anleger sollten jedoch nicht nur aufgrund der iPhone-Produktlinie die Aktie kaufen. Stattdessen sollte man sich als Aktionär und einer, der es vielleicht werden will, auf den Bereich der Dienstleistungen des Unternehmens konzentrieren.

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Apples Wachstum kommt von Services, nicht vom iPhone

Was den Verkauf des iPhone betrifft, so ist Apple ein Opfer seiner bisherigen Erfolge. Nach dem Verkauf von 231 Millionen iPhones im Geschäftsjahr 2015 auf der Grundlage der sehr beliebten Produktreihe iPhone 6 und iPhone 6 Plus, verkaufte das Unternehmen in den folgenden zwei Jahren jeweils weniger Geräte. Der Umsatz mit dem iPhone lag im vergangenen Jahr um 9 % unter der Hochwassermarke von 2015. Nachfolgend die Aufgliederung der Umsatzerlöse in den vergangenen zwei Jahren – alle Zahlen in Millionen Dollar:

Produkt 2017 2016 Wachstum ggü. Vorjahr (in Dollar) Wachstum ggü. Vorjahr (in %) % des gesamten Dollar-Wachstums
iPhone 141.319 136.700 4.619 3,4 % 34 %
iPad 19.222 20.628 (1.406) (6,8 %) (10 %)
Mac 25.850 22.831 3.019 13,2 % 22 %
Services 29.980 24.348 5.632 23,1 % 41 %
Andere Segmente 12.863 11.132 1.731 15,5 % 13 %
Gesamt 229.234 215.639 13.595 6,3 % 100 %

Zahlen ohne „%“ sind in Dollar. Daten von Apple.

Apple konnte ein Gesamtumsatzwachstum von 6,3 % bzw. 13,6 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Obwohl das iPhone den größten Teil des Gesamtumsatzes ausmacht, hat es nicht den größten Teil des Umsatzwachstums gegenüber dem Vorjahr erbracht; mit einem Wachstum von 23 % gegenüber dem Vorjahr trugen Dienstleistungen 41 % zum Gesamtumsatzwachstum bei, mehr als die iPhone-Sparte, die nur ein jährliches Wachstum von 3,4 % verzeichnete.

iPhone-Absätze sind nach wie vor wichtig

Der Verkauf des iPhone ist nach wie vor in zweierlei Hinsicht entscheidend für den Erfolg von Apple. Das erste ist die Größenordnung, denn das Segment wird auch in den kommenden Jahren das größte von Apple sein. Selbst unter Berücksichtigung des kühnen Ziels von CEO Tim Cook, den Umsatz mit Dienstleistungen bis 2020 zu verdoppeln, würde die Sparte immer noch weniger als die Hälfte des iPhone-Umsatzes ausmachen.

Aber Apples riesiges Smartphone-Segment schafft eben die riesige Basis für das Dienstleistungssegment, in dem das Unternehmen über die gesamte Dauer der Kundschaft eines Verbrauchers margenstarke, langlebige Umsätze erzielen kann.

Obwohl die Bruttomarge von Apple im Geschäftsjahr 2017 um 60 Basispunkte auf 38,5 % zurückging, hieß es von Seiten des Unternehmens, dass dies auf höhere Produktionskosten zurückzuführen war und eine „Mixverschiebung“ zu Dienstleistungs-Segment als Grund dafür genannt wurde.

Das iPhone als Plattform

Das iPhone kann als eine Art Plattform für die Sparte Dienstleistungen dienen. Apple bietet den Kontakt via iPhone zu Marktplätzen und Künstlern. So umfasst das Angebot von Apple unter anderem folgende Dienste:

  • Apple Pay: ein Transaktionszahlungsservice, der 0,15 % des Kaufpreises einnimmt. Laut Apple hat sich die Zahl der aktiven Nutzer verdoppelt, und Loup Ventures schätzt die Nutzung des Dienstes auf fast 130 Millionen Kunden.
  • Apple Music: ein Streaming-Musikdienst, der für 9,99 Dollar oder Euro im Monat unbegrenztes Streaming bietet. Mehr als 70 % werden an Künstler und Rechteinhaber ausgeschüttet, den Rest streicht Apple ein. Der Dienst hat rund 45 Millionen Abonnenten weltweit.
  • App Store: kostenpflichtige, kostenlose und Premium-App-Downloads. Nach Angaben der Datenfirma Sensor Tower erzielte der App Store im Jahr 2017 einen Umsatz von 38,5 Milliarden Dollar, wobei Apple zwischen 15 % und 30 % des Umsatzes einnahm.

Während iPhone-Verkäufe oft nur die erste Kennzahl sind, die aus den Quartalsberichten hervorgeht, sollten Investoren mehr Aufmerksamkeit auf die Serviceabteilung von Apple richten, die langfristigeres Wachstum verspricht.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple.

Dieser Artikel von Jamal Carnette erschien am 19.7.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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