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Warren Buffett und sein 108-Milliarden-Dollar-Problem – gibt es endlich eine Lösung?

Neulich gab Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) bekannt, dass man die derzeitige Rückkaufermächtigung ändert – als Reaktion darauf sind die Aktien um 4 % gestiegen. Die Aussicht auf vermehrte Aktienrückkäufe wird von Investoren in der Regel begrüßt, aber die Berkshire-Aktionäre scheinen von der Aussicht überdurchschnittlich begeistert zu sein.

Das Unternehmen hat seit einiger Zeit auf einer riesigen Menge Cash gesessen, und das eben ohne attraktive Möglichkeiten, es für Investoren sinnvoll einzusetzen, und das könnte dem CEO des Unternehmens, Warren Buffett, endlich die Lösung bieten, nach der er gesucht hat.

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Berkshires neuer Rückkaufplan

Zuvor hatte der Vorstand von Berkshire Hathaway Buffett ermächtigt, die Aktien von Berkshire Hathaway zurückzukaufen, wenn sie unter den 1,2-fachen Buchwert fielen.

Das Problem ist, dass selbst in turbulenten Marktzeiten der Aktienkurs von Berkshire in den letzten fünf Jahren nicht unter diese Bewertung gefallen ist. Die Regel untersagte also effektiv jegliche Rückkäufe.

Berkshire Hathaways Kurs-Buchwert

Im Rahmen des geänderten Rückkaufplans hat der Vorstand die 1,2-fache Buchschwelle nun gekippt. Stattdessen können Aktien nun jederzeit zurückgekauft werden, wenn Buffett und Vizepräsident Charlie Munger sich einig sind, dass der Aktienkurs unter seinem inneren Wert liegt, der von den beiden „vorsichtig bestimmt“ wird.

Zwar ist Buffetts Bewertungsmethode nicht öffentlich bekannt, allerdings wird ihm dies viel mehr Raum zum Rückkauf von Aktien einräumen, zumal er wiederholt gesagt hat, dass Berkshires Aktie deutlich mehr wert ist als der Buchwert.

Das ist aber nicht alles. Erstens dürfen die Rückkäufe Berkshires Cash-Position nicht unter 20 Milliarden Dollar führen, eine Reserve, von der Buffett schon oft gesprochen hat. Und zweitens dürfen keine Rückkäufe getätigt werden bis nach Freitag, dem 3. August, dem Tag, an dem Berkshire sein Ergebnis für das zweite Quartal bekannt gibt.

Warum das für Investoren wichtig ist

Berkshire Hathaway sitzt auf sehr viel Geld und hat bislang noch keinen Plan gehabt, was genau man damit anstellen soll. Nach dem Ergebnisbericht des Unternehmens für das erste Quartal hatte Berkshire mehr als 108 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln vorhanden, weit mehr als die rund 20 Milliarden Dollar, die Buffett gerne als Reserve in der Hinterhand hat.

Am liebsten kauft Berkshire ganze Unternehmen ein, womit man aber in der letzten Zeit nicht sehr viel Erfolg hatte. Abgesehen von einer mittelgroßen Beteiligung an Pilot Flying J hat Berkshire seit dem Kauf von Precision Castparts im Jahr 2015 keine großen Zukäufe getätigt.

Die zweite Wahl des Unternehmens besteht darin, in Stammaktien zu investieren. Buffett und sein Team haben da in letzter Zeit ein glücklicheres Händchen gehabt. So hat das Unternehmen im ersten Quartal die Apple-Investition deutlich aufgestockt.

Allerdings ist es Berkshire nicht gelungen, viele attraktive Akquisitions- und Aktienkandidaten zu finden. Und da man bis vor kurzem noch keine Rückkäufe tätigen konnte, bestand die einzige andere Möglichkeit darin, eine Dividende zu zahlen. Und Buffett ist, gelinde gesagt, kein Fan davon.

Gut, ein 12-stelliger Cash-Vorrat ist ein schönes Problem, aber eben immer noch ein Problem. Das ist eine riesige Summe Geld, das in der Bank sitzt und wenig oder gar keine Rendite erwirtschaftet, anstatt in Chancen investiert zu werden. Mit einem Rückkauf kann man dieses Geld nun vernünftig einsetzen.

Das Signal für Anleger

Wer Berkshires Berichte verfolgt, für den ist es kein großes Geheimnis, dass Berkshires Team der Meinung ist, dass Aktien und Akquisitionsziele derzeit im Allgemeinen teuer sind. Schließlich hat ein Mangel an Akquisitionsmöglichkeiten die Cash-Vorräte des Unternehmens überhaupt erst in die Höhe getrieben, und Buffett hat Bewertungen als Haupthindernis für den Abschluss von Geschäften genannt.

Obwohl wir nicht sicher sein können, dass Buffett und Munger sich diese geänderten Regeln tatsächlich zunutze machen werden, um Aktien zurückzukaufen, ist dies doch ein Signal. Denn man geht davon aus, dass die Berkshire-Aktie die bestmögliche Nutzung des überschüssigen Kapitals des Unternehmens ist. Und das heißt auch, dass Buffett und Munger die Aktie wohl selber gerade für günstig halten.

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The Motley Fool keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Lee Samaha erschien am 18.7.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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