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eBay: Aktie verliert nach unspektakulärem Quartal an Wert

Das Online-Auktionshaus eBay (WKN:916529) gab am Mittwoch nach Marktschluss eher mittelgute Ergebnisse für das zweite Quartal 2018 bekannt. Gegenstand waren ein Umsatzwachstum, das unter den Erwartungen blieb und eine solide Rentabilität im Zuge der Erweiterung der Reichweite. Aber auch für das laufende Quartal gab eBay eine vorsichtige Prognose ab und reduzierte den Umsatzausblick für das Gesamtjahr.

Schauen wir doch mal, was eBay in den letzten Monaten erreicht hat, und was Investoren für die Zukunft erwarten können.

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Nichts als die Zahlen

Kennzahl Q2 2018 Q2 2017 Wachstum ggü. Vorjahr
Umsatz 2,64 Milliarden USD 2,419 Milliarden USD 9,1 %
GAAP Nettoeinnahmen 638 Millionen USD 29 Millionen USD 2.100 %
GAAP Einnahmen pro verwässerter Aktie 0,64 USD 0,03 USD 2.033 %

Quelle: Ebay.

Was war in diesem Quartal bei eBay los?

  • Der Nettogewinn von eBay (Non-GAAP) stieg auf 533 Millionen Dollar bzw. 0,53 Dollar pro Aktie, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 495 Millionen Dollar bzw. 0,45 Dollar pro Aktie.
  • Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr währungsbereinigt um 6 %.
  • Am Ende landete man im letzten Quartal am unteren Ende der Prognose, die eine Spanne von 2,64 bis 2,68 Milliarden Dollar vorsah. Der bereinigte Gewinn lag jedoch über der Prognose von eBay von 0,50 bis 0,52 Dollar pro Aktie.
  • Aktive Käufer stiegen im Jahresvergleich über alle globalen Plattformen hinweg um 4 % auf 175 Millionen. Im Vorquartal waren es noch 171 Millionen.
  • Das Brutto-Warenvolumen (GMV) stieg um 10 % (7 % währungsbereinigt) auf 23,6 Milliarden Dollar.
  • Der Umsatz bei Market Place stieg um 9,4 % (6 % währungsbereinigt) auf 1,837 Milliarden Dollar.
  • Der Umsatz von StubHub stieg um 4 % auf 246 Millionen Dollar, bei einem Anstieg des GMV um 5 % auf 1,1 Milliarden Dollar.
  • Der Umsatz mit Kleinanzeigen stieg um 18 % (10 % währungsbereinigt) auf 259 Millionen Dollar.
  • eBay erwirtschaftete einen operativen Cashflow von 372 Millionen Dollar und einen freien Cashflow von 188 Millionen Dollar.
  • Das Unternehmen kaufte im Laufe des Quartals 26 Millionen Aktien für 1 Milliarde Dollar zurück, so dass 5,7 Milliarden Dollar im Rahmen der aktuellen Rückkaufsermächtigung von eBay verbleiben.
  • eBay kündigte seine Absicht an, seine Beteiligung an Flipkart für einen Bruttoerlös von 1,1 Milliarden Dollar zu verkaufen. Danach wird eBay seine strategische Partnerschaft mit dem indischen E-Commerce-Store beenden.
  • Das Unternehmen hat die bereits angekündigte Übernahme des Japan-Geschäfts von Giosis, einschließlich der Qoo10.jp-Plattform, abgeschlossen und damit die Präsenz von eBay im Land ausgebaut.

Das sagte das Management

Ebays CEO Devin Wenig sagte:

Im zweiten Quartal haben wir unsere Strategie weiter umgesetzt und das eBay-Kerngeschäft verbessert. Gleichzeitig verfolgten wir bedeutende Chancen in der Werbung und im Zahlungsverkehr. Mit Blick auf das zweite Halbjahr 2018 erwarten wir eine Beschleunigung in unserem Kerngeschäft und ein weiterhin starkes Ergebniswachstum.

Der Blick in die Zukunft

Doch aus Sicht der Investoren lief es nicht ganz so rund. Für das dritte Quartal 2018 rechnet eBay mit einem Umsatz zwischen 2,64 und 2,69 Milliarden Dollar, bei einem währungsbereinigten organischen Wachstum von 5 % bis 7 %. Unter dem Strich sollte dies zu einem bereinigten Gewinn aus fortgeführten Geschäften in einer Bandbreite von 0,54 bis 0,56 Dollar pro Aktie führen. Allerdings wollten die meisten Investoren Einnahmen von etwa 2,73 Milliarden Dollar sehen.

Mit Blick auf das Gesamtjahr reduzierte eBay auch seine Umsatzprognose für 2018 von 10,75 bis 10,85 Milliarden Dollar, zuvor wurden noch 11,1 Milliarden Dollar erwartet. Aber eBay hat auch seinen Ausblick für das Jahr 2018 leicht angehoben, so dass der bereinigte Gewinn pro Aktie im Bereich von 2,28 bis 2,32 Dollar liegt, zuvor erwartete man 2,25 bis 2,30 Dollar pro Aktie.

In der anschließenden Konferenz erklärte das Management, dass die Rückgänge im Wesentlichen auf die negativen Auswirkungen des erstarkenden US-Dollars zurückzuführen seien, insbesondere da fast 60 % des Geschäfts von eBay auf internationale Märkte entfielen. Darüber hinaus geht eBay in geringerem Umfang nicht von einer Verbesserung der Marktentwicklung von StubHub im zweiten Halbjahr aus.

Das heißt nicht, dass dieses Quartal schlecht war. Denn eBay hat immerhin seine wichtigsten strategischen Richtlinien zur Verbesserung des Kundenerlebnisses und zum stetigen Ausbau seiner aktiven Nutzerbasis umgesetzt.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von eBay.

Dieser Artikel von Steve Symington erschien am 18.7.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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