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Hedgefonds wetten gegen die Deutsche Bank? Eine sehr gute Nachricht für die Aktie

Totgesagte leben länger – das gilt auch für die Aktie der Deutschen Bank (WKN:514000). Für viele Anleger scheint die Sache klar zu sein. Ein Minus von 37 % auf Jahressicht, ein Minus von 64 % auf Sicht der letzten 5 Jahre (Stand: 17.08.2018). Nichts scheint die Talfahrt des DAX-Titels aufhalten zu können. Selbst für langfristig orientierte Anleger ist diese Aktie ein echtes Geduldsspiel.

Hoffnung verspricht ein überraschend hoher Gewinn von 400 Millionen Euro für das zweite Quartal 2018. Kaum war die Katze aus dem Sack, zuckte wieder etwas Leben in der angeblichen Zockermumie. Nach drei Verlustjahren in Folge hatte offenbar niemand mehr mit solchen Zahlen gerechnet.

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Doch das ist nicht das einzige Ereignis, das mich positiv überrascht hat. Denn wie zu hören war, wetten derzeit verschiedene Hedgefonds auf fallende Kurse bei deutschen Banken. Gegen die Deutsche Bank wurde beinahe eine Milliarde Euro in Stellung gebracht.

Warum mich das nicht beunruhigt und ich sogar gerade deshalb von einem Comeback der Aktie ausgehe? Ganz einfach: Die regelmäßige Lektüre des CoT-Reports hat mich gelehrt, dass vor allem Großspekulanten, zu denen ich auch Hedgefonds zähle, gerne mal danebenliegen.

Mehrmals verzockt beim S&P 500

Der Commitments of Traders Report (kurz: CoT-Report) wird ein Mal pro Woche, meist Freitag, von der Commodity Futures Trading Commissions veröffentlicht. Dort sind die Handelspositionen verschiedener Marktteilnehmer in Termingeschäften verzeichnet. Im sogenannten „Legacy Report“ werden die Marktteilnehmer in Commercials, Non Commercials und Non Reportables gruppiert.

Zu den Non Commercials zählen für gewöhnlich auch Hedgefonds, die mit einer klaren Gewinnerzielungsabsicht an der Terminbörse agieren. Die Nettopositionierung der Non Commercials lässt sich anhand der Summe aller Long- und Short-Positionen ermitteln, die zum Tag der Erhebung von dieser Gruppe gehalten wurden.

So auch für den S&P 500 Index, der die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen umfasst. Für diesen Basiswert waren die Non Commercials am 11.02.2016 geradezu apokalyptisch positioniert. Mit etwa 40.000 Kontrakten wetteten sie in diesem Zeitraum gegen den S&P 500 – die größte Netto-Short-Position seit 2011.

Kein guter Schachzug, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte. Denn es folgte nicht der Absturz des S&P 500, sondern eine Rallye von etwa 20 % bis in den September 2016 hinein.

Ähnlich unglücklich positioniert waren die Damen und Herren Hedgefonds zwischen dem 23.11.2016 und dem 21.12.2016. Ohne große Rücksetzer legte der S&P 500 den Vorwärtsgang ein und ist bis heute nicht zu der Bewertung zurückgekehrt, gegen die damals gewettet wurde (Stand: 17.08.2018).

Short Squeeze bei der Deutschen Bank?

Händlern mit großen Short-Postionen wird oft der sogenannte Short Squeeze zum Verhängnis. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Angebotsknappheit bei Wertpapieren, gegen die zuvor in großem Stil gewettet wurde.

Um solche Wetten zu realisieren, tätigen die Akteure einen sogenannten Leerverkauf. Bei diesem Vorgang verkauft ein Händler Wertpapiere, die sich nicht in seinem Besitz befinden, also lediglich geliehen sind. Fällt der Kurs, so kann der Händler die Wertpapiere zu einem günstigeren Preis erwerben. Die Differenz zwischen dem Erlös aus dem Verkauf und den Kosten des Kaufs bestimmt letztendlich die Höhe des Gewinns. Steigt hingegen der Kurs, so muss der Händler seinen Verlust begrenzen und kauft zu einem Preis, der höher ist als der Verkaufspreis der geliehenen Wertpapiere. Dies erhöht die Nachfrage zusätzlich und lässt den Kurs mitunter ohne Vorwarnung explodieren.

Falls sich die Aktie der Deutschen Bank nun doch besser entwickelt, als es die Hedgefonds erwarten, wäre ein Short Squeeze durchaus im Bereich des Möglichen. Mich würde es jedenfalls nicht überraschen.

Meine Schnäppchensensoren schlagen Alarm

Ganz ehrlich: Die Aktie der Deutschen Bank ist gerade da, wo ich meine Aktien am liebsten habe. Weit entfernt vom Allzeithoch, mit hohen Wetten auf den Untergang, quasi mit einem Bein schon aus dem DAX gefallen.

Dann ist der Zeitpunkt gekommen, bei dem gut informierte Investoren in den Einkaufsmodus umschalten. Voraussetzung für einen Kauf ist meiner Meinung nach aber vor allem, dass der Wert des Unternehmens in ausreichend feinen Umrissen beziffert wurde. Denn ein günstiger Preis ist nur eine Komponente eines Kaufs. Ein entsprechend hoher Wert ist meiner Ansicht nach ebenso wichtig.

Obwohl der Bankensektor normalerweise nicht mein Metier ist, wird mich die aktuelle Situation der Aktie sehr wahrscheinlich zu einer umfassenden Bewertung verführen können. In diesem Fall werde ich Management, Produkt und Zahlenwerk auf den Prüfstand stellen. Dann wird sich zeigen, ob meine Schnäppchensensoren zu Recht Alarm geschlagen haben.

Vielleicht werden die Hedgefonds letztendlich doch recht behalten. Vielleicht haben die „Big Boys“ Informationen, von denen ich noch nie gehört habe. Doch solange sie keine Zeitmaschine besitzen, sehe ich keinen Grund, warum ich dem Abwärtstrend mehr vertrauen sollte als meiner eigenen Bewertung.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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