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Trump wettert gegen Gazprom: Diese Umsatzquelle steht auf dem Spiel

Da der amerikanische Präsident Donald Trump alles Mögliche verbal angreift, und oft in Windeseile schon ein neues Ziel hat, erwartet man, dass nicht auf alle Worte Taten folgen.

So war es bisher auch bei Gazproms (WKN:903276) Großprojekt Nord Stream 2, von dem auch in der Vergangenheit schon einmal angekündigt wurde, dass es sich im Kreuzfeuer der amerikanischen Regierung befinde. Zwischenzeitlich gab es hier nicht mehr ganz so viele Anfeindungen zu hören.

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Jetzt hat Trump sich aber wieder zu dem Thema zu Wort gemeldet. Es stehen Milliardenumsätze auf dem Spiel.

Trump versucht es mit Panikmache

Als Trump kürzlich in Großbritannien war, hat er die Gelegenheit genutzt, um kräftig gegen Nord Stream 2 auszuteilen. Deutschland begebe sich mit dem Pipelineprojekt laut seinen Aussagen in eine energiepolitische Geiselhaft. Das ganze Projekt nannte er eine Tragödie mit schlechten Folgen für Deutschland und die NATO.

Um sein Argument zu untermauern, behauptete er, dass bei Fertigstellung von Nord Stream 2 Deutschland seinen Energiebedarf zu 60 bis 70 % von Russland bekommen würde. Von deutscher Seite wurden diese Zahlen als viel zu hoch bezeichnet, aktuell sind es 23 %, selbst mit Nord Stream 2 wäre es quasi unmöglich, einen Anteil aus Russland zu beziehen, der in der von Trump genannten Größenordnung liegt.

Bei dem Treffen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin, das wenige Tage später stattfand, hat Trump dann wiederum deutlich mildere Töne angeschlagen. Russland hat er auf der gemeinsamen Pressekonferenz als Wettbewerber und Nord Stream 2 als eine normale Entwicklung in einem gesunden Wettbewerb auf dem globalen Energiemarkt bezeichnet, bei dem die USA ebenfalls erfolgreich mitmischen werden, obwohl er zugab, dass Russland einen geographischen Vorteil habe.

Worauf er sich dabei bezieht, ist die Tatsache, dass die USA gerade umfangreiche Flüssiggas-Kapazitäten aufbauen, wodurch sie bald weltweit konkurrieren können. Er zweifelte allerdings erneut an, ob Deutschland mit der Genehmigung für Nord Stream 2 eine gute Entscheidung treffe, aber es klang so, als ob er die Entscheidung akzeptiert.

Eine gute Umsatzquelle steht auf dem Spiel, aber nicht die Existenz des Unternehmens

Aktuell ist die Situation relativ unklar: Trump teilt erst kräftig gegen Nord Stream 2 aus und ist dann wenige Tage danach wieder deutlich milder gestimmt. Falls er seine Meinung bald wieder ändert und seine Macht spielen lässt, könnte das Projekt trotz fortgeschrittener Bauarbeiten doch noch abgebrochen werden.

Ohne Nord Stream 2 würde Gazprom nicht jährlich zusätzliche 55 Mrd. Kubikmeter Gas nach Europa liefern. Im letzten Geschäftsjahr hat Gazprom 242 Mrd. Kubikmeter nach Europa und andere Länder geliefert, wobei der Posten „andere Länder“ die Flüssiggas-Lieferungen umfasst und nur ein Fünftel ausmacht.

Es wurden mit diesen Lieferungen Umsätze von 2.221 Mrd. Russischen Rubel erwirtschaftet. Erhöht man hier rechnerisch die Lieferungen des letzten Jahres um das Volumen von Nord Stream 2 und nimmt dafür den durchschnittlich in Europa und anderen Ländern erzielten Preis in diesem Zeitraum an, kommt man auf ein Umsatzplus von 22,7 %. Das wären knapp über 500 Mrd. Russische Rubel, umgerechnet fast 7 Mrd. Euro.

Vergleicht man das mit dem Umsatz auf Gesamtkonzernebene von 6.546 Mrd. Russischen Rubel, würde Nord Stream 2 auch hier ein deutliches Umsatzplus von circa 8 % bedeuten, aber es würde Gazprom nicht grundlegend verändern. Natürlich würden bei einem Stopp auch schmerzhafte Abschreibungen anfallen, aber Gazprom dürfte sie verkraften können.

Falls Nord Stream 2 tatsächlich wegfallen sollte, ginge damit eine wichtige potentielle Quelle für zukünftiges Umsatzwachstum verloren, aber Gazprom wird trotzdem ein wichtiger Gasproduzent und -exporteuer bleiben. Außerdem liegt mit Blick auf den anhaltend schwachen Aktienkurs ohnehin die Frage nahe, ob ein eventueller Verlust des Großprojekts Nord Stream 2 nicht schon eingepreist ist.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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