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Warum Tabak-Aktien dieses Jahr rund 20 % abgeschmiert sind

Was war da los?

Kurz nach der Jahreshalbzeit sind die Tabak-Aktien im Großen und Ganzen gesunken. Mit Stand 12. Juli haben die drei größten Tabakkonzerne der Welt in diesem Jahr jeweils rund 20 % an Wert verloren: Nach Angaben von S&P Global Market Intelligence ist Altria (WKN:200417) um 18 %, Philip Morris (WKN:A0NDBJ) um 21 % und British American Tobacco (WKN:916018) um 22 % zurückgegangen.

Wie die folgende Grafik zeigt, haben sich alle drei Aktien seit Jahresbeginn in etwa gleich entwickelt, da die Tabak-Aktien tendenziell von den gleichen Faktoren beeinflusst werden. Die Branche hat damit zu kämpfen, dass weltweit immer weniger Menschen rauchen. Derweil versucht man, sich erfolgreich auf Alternativen wie E-Zigaretten zu konzentrieren. Infolgedessen hat der einst so zuverlässige Sektor dieses Jahr gelitten – und im April hat es die drei Großen richtig gebeutelt.

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PM-Aktie via YCharts

Was bedeutet das?

Der schlimmste Tag des Jahres für Tabak-Aktien war dann der 19. April, als Philip Morris seinen enttäuschenden Ergebnisbericht für das erste Quartal vorlegte, was gleich als ein schlechtes Omen für die gesamte Branche gedeutet wurde. Die Aktie hatte ihren schlimmsten Tag seit über einem Jahrzehnt und fiel um 16 %. Zu den Bedenken gehörte auch, dass sich das Wachstum von iQos, dem neuen Produkt des Unternehmens, das sich durch Hitze, aber nicht durch Verbrennungen auszeichnet, nach anfänglichen Erfolgen in Japan, einem Schlüsselmarkt für Philip Morris, verlangsamte. Finanzvorstand Martin King sagte: „Die Geräteverkäufe gingen unerwartet langsam voran, gemessen an unseren ehrgeizigen Zielen.“ iQos ist in 38 Märkten erhältlich, nicht aber in den USA.

Auch Philip Morris‘ Umsatz von 6,9 Milliarden Dollar verfehlte Schätzungen von 7,03 Milliarden Dollar. Altrias Aktien verloren an dem Tag 6 %, da man ein Research-Sharing-Abkommen mit Philip Morris hat und die Rechte am Vertrieb des iQos in den USA hat, sobald es dort legalisiert wird. British American Tobacco, das auch große Hoffnungen in den Vaping-Trend setzt, verlor am selben Tag 5 %.

British American Tobacco verzeichnete im Februar einen Kursrückgang von 13 %, da das Unternehmen im vierten Quartal nach der Übernahme von Reynolds American im Vorjahr ein leichtes organisches Ergebniswachstum verzeichnete. Auch die Altria-Aktie rutschte in den ersten Monaten des Jahres trotz eines respektablen Gewinnwachstums und einer überraschenden Dividendenerhöhung aufgrund des reduzierten US-Körperschaftsteuersatzes ab.

Und nun?

Der branchenweite Abverkauf als Reaktion auf Philip Morris‘ Update zum iQos zeigt, wie sehr Tabak-Investoren auf einen erfolgreichen Übergang zu rauchfreien Produkten wie Vapes und „Heat-Not-Burn“-Geräten setzen, um die Einnahmen aus Zigaretten zu ersetzen. Trotz des Verkaufs eines rückläufigen Produkts erzielen Tabakaktien moderate KGV-Bewertungen – um die 16 -, die durch starke Dividenden gestützt werden.

Neben den allgemein rückläufigen Zigarettenverkäufen besteht die Sorge über den Übergang zum Vaping darin, dass ein kleinerer Wettbewerber die Tabakgiganten schlagen könnte. Dies scheint bereits bei Juul die Gefahr zu sein, dem am schnellsten wachsenden E-Zigarettenhersteller in den USA. Der bietet ein Produkt an, das zum Synonym für die Aktivität selbst geworden ist – „Juulen“ wird oft als Verb für Vapen verwendet. In einer Zeit von nur vier Wochen im vergangenen Jahr verzeichnete Juul einen Umsatzanstieg von 621 %, und das Unternehmen konnte Geld in Höhe von 15 Milliarden Dollar einsammeln. Der beste Schritt für die Tabakgiganten kann sein, Juul zu kaufen, eine strategische Partnerschaft mit dem Frechdachs einzugehen oder ein Nachahmerprodukt zu entwickeln.

Es ist auch möglich, dass die Verlangsamung des iQos-Wachstums nur eine Kleinigkeit ist, da es sich mit Japan auf lediglich ein einziges Land beschränkte. Philip Morris erklärte auch, dass die Verlangsamung zum Teil darauf zurückzuführen sei, dass sich das Unternehmen auf die Umstellung eines älteren Kundenkreises auf neue Geräte konzentriere.

Es ist schon überraschend zu sehen, wie eine bisher so solide und profitable Branche in nur sechs Monaten in Probleme schlittert, aber die Reaktion der Investoren macht deutlich, dass Tabak-Aktien möglicherweise nicht mehr jene sichere Wette sind, als die sie seit Generationen gelten.

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Jeremy Bowman erschien am 15.7.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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