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Ein Apple Entertainment-Paket ergibt viel Sinn

Foto: The Motley Fool.

Apple (WKN:865985) wird voraussichtlich ein Unterhaltungspaket anbieten, das ein Nachrichten- und Zeitschriftenabonnement, iCloud-Speicher und Apple Music sowie Zugang zu der wachsenden Bibliothek mit Eigenproduktionen des Unternehmens umfasst. Dies meldeten The Wall Street Journal und The Information.

Dieses Geschäft könnte Apple eine neue Einnahmequelle bieten und das ist wichtig, da Apple derzeit für etwa zwei Drittel des Umsatzes auf das iPhone angewiesen ist, und sich das Wachstum des iPhone verlangsamt. Der Tech-Riese hat nach anderen Wegen gesucht, um mit den Millionen von iPhone-Nutzern Geld zu verdienen und hat sich besonders auf das Dienstleistungsgeschäft konzentriert, das im letzten Quartal einen Umsatz von 9 Mrd. US-Dollar erzielte. Ein Entertainment-Bundle könnte helfen, dieses Segment weiter zu stärken.

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Apple setzt auf den Umsatz jenseits des iPhone

Die Investoren sollten sich ermutigt zeigen, weil Apple weiterhin nach Möglichkeiten sucht, das Serviceangebot zu erweitern, das den App Store, Apple Music, iCloud und Apple Pay umfasst. Apple hat gesagt, dass das Unternehmen bis 2020 einen Jahresumsatz von 50 Mrd. US-Dollar im Bereich Services erreichen will. Im letzten Quartal wuchs das Segment gegenüber dem Vorjahr um rund 31 % auf 9 Mrd. US-Dollar oder rund 15 % des Gesamtumsatzes.

Die bezahlten Abonnements von Apple stiegen im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende 100 Mio. auf 270 Mio. Die Sparte Apple Music, die 9,99 US-Dollar pro Monat kostet, gab im Mai bekannt, dass die Anzahl von 50 Mio. Abonnenten erreicht wurde.

Inzwischen hat Netflix im letzten Quartal weltweit 125 Mio. Abonnenten erreicht, was beweist, dass die Nachfrage nach hochwertigen Eigenproduktionen nach wie vor hoch ist. Obwohl Netflix‘ 8 Mrd. US-Dollar-Budget für Eigenproduktionen für 2018 Apples gemeldete 1 Mrd. US-Dollar-Budget klein erscheinen lassen könnte, ist das immer noch ein saftiges Budget für Apples erstes Jahr im Content-Bereich. Dies zeigt, dass Apple es ernst meint, einen Teil des Video-Streaming-Marktes zu erobern.

Während die Leute vielleicht länger ihre alten Modelle behalten, bevor sie upgraden und sich ein neues Gerät holen, kaufen sie immer noch aktiv Musik- und Video-Streaming-Abonnements. Dieser Trend hat Apple neue Möglichkeiten eröffnet. Das Unternehmen hat fast 270 Mrd. US-Dollar in bar zur Hand, um aggressiv neue Wege zu verfolgen, um Geld mit den 800 Mio. aktiven iPhone-Nutzern zu verdienen.

Ein Apple Entertainment-Paket hat Potenzial

Apple mag neu in der Content-Szene sein, aber das Unternehmen hatte Zeit zu beobachten, wie die Eigenproduktionen von Netflix auf dem Markt explodiert sind und was in den letzten Jahren zu einem derart rasanten Anstieg der Abonnenten führte. Netflix hat gesagt,  dass es einfach talentierte Leute einstellt, und Apple folgt diesem Beispiel. Im vergangenen Jahr war Apple damit beschäftigt, hochkarätige Autoren, Produzenten, Regisseure und Talente unter Vertrag zu nehmen.

Ende 2017 gewann Apple einen Bieterkrieg und erhielt Rechte an einer Dramaserie über Menschen in Morgen-Talkshows mit Reese Witherspoon und Jennifer Aniston. Das Unternehmen gibt jeder der beiden Schauspielerinnen ein Honorar von mehr als 1,25 Mio. US-Dollar für jede der 20 Episoden, so The Hollywood Reporter. Apple finanziert auch Steven Spielbergs Sci-Fi-Anthologieserie Amazing Stories für 10 Episoden mit einem Budget von 5 Mio. US-Dollar pro Episode.

Die letzte Ankündigung von Apple kam im Juni, als das Unternehmen eine mehrjährige Partnerschaft mit Oprah Winfrey abschloss. Dieses Projekt war auch sehr begehrt, da Amazon.com Berichten zufolge letztes Jahr mit Oprah über die Erstellung eines Programms für den Amazon Prime Video-Service sprach, laut The Wall Street Journal.

Obwohl Apple mit dem Geld nur so um sich werfen könnte, konzentriert sich das Unternehmen mehr auf die Qualität der Shows als die Quantität, laut den Kommentaren, die Apple iTunes Musikchef Eddy Cue auf der South by Southwest im März von sich gegeben hatte. Er sorgte auch dafür, dass die Teilnehmer wussten, dass es Apple mit den Eigenproduktionen ernst meint. „Wir sind alle mit an Bord.“, sagte Cue auf der Konferenz.

Mit einem Budget von 1 Mrd. US-Dollar, um eine begrenzte Anzahl von begehrten Projekten mit Top-Talenten zu produzieren, sieht die Videothek von Apple verlockender aus und ist vielleicht eine Abonnementgebühr wert. Diese ersten Projekte könnten das Rückgrat von Apples potenziellen Entertainment-Paket bilden. Ein Nachrichten- und Zeitschriftenabonnement, iCloud-Speicherplatz und möglicherweise sogar der Apple Music-Service könnten alle zusätzliche Boni werden, die Apples Video-Streaming-Service von Netflix unterscheiden werden. Das ist wichtig, weil Apple einen Weg finden muss, um all diejenigen Leute anzuziehen, die bereits mit ihrem Netflix-Abonnement zufrieden sind.

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John Mackey, CEO von  Whole Foods Market, ist im Vorstand von Motley Fool. The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple und Netflix. The Motley Fool hat die folgenden Optionen: Long Januar 2020 150 USD-Calls auf Apple und Short Januar 2020 155 USD Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Natalie Walters auf Englisch verfasst und am 11.07.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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