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Dieser unbekannte Nebenwert lockt noch wenige Tage mit einer fast zweistelligen Dividendenrendite

Foto: Matt Koppenheffer

Noch sind dieses Jahr nicht alle Dividenden im deutschen Markt abgegriffen. Die Beteiligungsgesellschaft mutares (WKN:A0SMSH) bietet noch einige Tage die Möglichkeit, sich eine hohe Ausschüttung zu sichern.

Was du über die Dividende wissen musst, und wie es bei dem Unternehmen operativ aussieht, erfährst du hier.

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Dieses Jahr gibt es eine hohe Ausschüttung

Dividendenjäger haben bis Freitag, den 20. Juli, Zeit, bis auf der Hauptversammlung über die Ausschüttung der diesjährigen Dividende entschieden wird. Diese soll von 0,35 auf 1,00 Euro angehoben werden. Bei einem Kurs am frühen Mittwochmorgen in Höhe von 11,25 Euro ergibt das eine Dividendenrendite von 8,89 %.

Das ist so nah an einer zweistelligen Dividendenrendite, wie es sich nur sehr selten finden lässt. Wie immer kommen solche hohen Dividendenrenditen aber nicht aus purem Versehen zustande. Die mutares-Aktie wurde zuletzt von Anlegern gemieden, weil nicht alles nach Plan lief. Wer für die Dividende einsteigt, sollte sich überlegen, ob es ihm das Risiko wert ist, besonders da bei mutares, wie bei Beteiligungsgesellschaften üblich, die Ausschüttungen stark mit den operativen Erfolgen schwanken werden.

mutares hat eine schwere Zeit hinter sich

Die Münchener Beteiligungsgesellschaft mutares wurde vor zehn Jahren gegründet und hat frühen Investoren hervorragende Renditen gebracht. Die letzten Jahre waren aber durch ein wildes Seitwärtsschwanken geprägt. Immer wieder konnten sich Anleger für mutares begeistern, um dann wieder das Interesse zu verlieren.

So hat die Aktie noch im Februar zeitweise für über 20 Euro den Besitzer gewechselt und seitdem massiv an Wert verloren. Das liegt vor allem an zwei Entwicklungen.

Im Frühjahr hat überraschend Gründer und Co-CEO Axel Geuer abgedankt, der einen gigantischen Anteil an mutares-Aktien besitzt. Man weiß nicht, was hinter den Kulissen ablief, aber es sah nicht nach einem sehr freundschaftlichen Auseinandergehen aus. Diese Entwicklung hat Anleger verständlicherweise stark verunsichert, schließlich verändert das nicht nur die Unternehmensführung, es birgt auch das Potenzial, dass sehr große Mengen an Aktien auf den recht illiquiden Markt für mutares-Anteile geworfen werden und dabei den Kurs drücken.

Auch der Börsengang der Beteiligung STS Group (WKN:A1TNU6) hat für schlechte Stimmung gesorgt. Viele haben sich viel von dem globalen Autozulieferer versprochen, der unter mutares stark gewachsen ist. Beim Börsengang Ende Mai wurde dann aber die angezielte Spanne unterboten, was die Erlöse für mutares niedriger als erwartet ausfallen ließ. Seitdem entwickelt sich die Aktie von STS schwach, aber nicht katastrophal. Wie viel Schuld mutares hier allerdings trägt, ist fraglich. Der STS-Börsengang wurde von der generell schlechten Stimmung an den Börsen sicherlich beeinflusst, und Anleger bestrafen zuletzt jedes Unternehmen, das sein Geld im klassischen Automobilbereich verdient.

Die Dividende ist hoch und die Bewertung niedrig

Aufgrund dieser zwei Faktoren ist die mutares-Aktie aktuell so tief im Keller, dass sie bezogen auf die diesjährige Ausschüttung eine hervorragende Dividendenrendite bietet.

Anleger müssen sich natürlich überlegen, ob sie für diese hohe Dividende die Risiken akzeptieren. Auch wenn es zuletzt so wirkte, ist aber längst nicht alles schlecht an der geschäftlichen Entwicklung von mutares. Im letzten Jahr wurde ein Umsatz von 899,7 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 67,1 Mio. Euro erzielt. Angesichts solcher Zahlen erscheint es nicht sonderlich ambitioniert, dass mutares mit einer Marktkapitalisierung von 174 Mio. Euro bewertet ist.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von mutares. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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