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Rüstige (angehende) Rentner aufgepasst! So rüstest du dein Depot ideal für die Rente!

Foto: Getty Images

Mit dem Alter kommt die Weisheit. Das ist zumindest ein Spruch, den ich bereits so manches Mal von Personen der lebenserfahreneren Generation gehört habe. Und unterm Strich glaube ich, dass das in vielen Bereichen auch zutrifft.

Wo sich jedoch mit dem Alter definitiv ein gewisses Maß an Weisheit, oder besser Weitsicht, einfinden sollte, ist beim Investieren. Sofern sich nämlich das Erwerbsleben dem Ende entgegen neigt, sollten auch hier gewisse Anpassungen im eigenen Portfolio erfolgen, um sicherzustellen, dass man all den Bedürfnissen im Ruhestandsalter auch wirklich Rechnung tragen kann.

Lass uns daher an dieser Stelle gemeinsam überlegen, wie alle angehenden Rentner sich an der Börse effektiv auf den Renteneintritt vorbereiten können. Vielleicht findest auch du den einen oder anderen Aspekt, den du in naher Zukunft optimieren möchtest:

Risiken minimieren, in defensive Dividendenaktien umschichten

Doch bevor wir einen Blick auf die konkreten Maßnahmen riskieren, lass uns zunächst einmal festhalten, welche Ziele beim Investieren für den Ruhestand überhaupt vordergründig werden. Meiner Meinung nach ist der Kapitalerhalt hierbei ein wesentlicher Grundpfeiler. Und etwas zusätzliches Einkommen wäre ein nettes Zubrot.

In Analogie zu diesen Zielsetzungen macht es daher Sinn, etwas Risiko aus einem zukünftigen Ruhestandsportfolio zu nehmen. Sprich, riskantere, stark wachsende und dadurch volatilere Aktien sollte man beim Ziel des Kapitalerhalts eher meiden.

Stattdessen kann man jedoch auf Aktien aus defensiven Branchen setzen. Die Lebensmittelbranche, der Hygiene- und Haushaltsbereich, etablierte Pharmaunternehmen oder auch defensive Immobilienaktien wären in diesem Sinne erste Anlaufstellen, die sich zum defensiven Kapitalerhalt eignen.

Glücklicherweise sind viele dieser ruhigeren Unternehmen auch zuverlässige Dividendenzahler. Dem zweiten Ziel des zusätzlichen Einkommens kann mithilfe dieser Vertreter daher ebenfalls Rechnung getragen werden.

Breiter diversifizieren

Ein zweiter Schritt, über den man nachdenken sollte, ist das breitere Diversifizieren. Sofern man ein stabiles Kapitalpolster in Aktien haben möchte, sollte das konzentrierte, manchmal auch aggressive Investieren in vereinzelte Vertreter wohl eher der Vergangenheit angehören.

Stattdessen lautet hier das Credo: Einzelrisiken minimieren, indem man sein Kapital auf viele aussichtsreiche defensive Aktien verteilt. Selbst wenn es dann mal die eine oder andere Aktie unerwartet böse erwischt, wird das kaum einen spürbaren Effekt auf das breite Portfolio haben.

Ein weiterer Gedanke könnte auch das Investieren in ETF sein. Diese Passivfonds bringen durch ihre in der Regel sehr breite Streuung über Branchen und Aktien verschiedener Unternehmen hinweg ein gesundes Maß an Diversifikation gleich mit. Doch ist auch hier nicht jeder ETF per se gleich gut geeignet für alle angehenden Ruheständler.

Sowohl das Investieren in Einzelaktien als auch das Investieren in ETF hat letztlich natürlich seine Vor- und Nachteile. Daher kann prinzipiell auch eine Mischform eine plausible Strategie sein.

Cash-Positionen halten!

Wenn du nach und nach vom Kapital, das sich in deinem Ruhestandsportfolio befindet, leben möchtest, ist hier zum Abschluss noch ein gut gemeinter Hinweis. In diesem Fall kann es sich nämlich anbieten, zu jeder Zeit einen gewissen Anteil an Cash zu halten.

Wie groß dieser Anteil sein sollte, hängt natürlich von deiner Risikoneigung und deiner Portfoliogröße ab. Alles zwischen 5 und 30 % erscheint für mich auf den ersten Blick vertretbar. Doch lass uns nun dazu übergehen, weshalb auch dieser Schritt wichtig sein könnte.

Vor allem wenn die Börsen turbulenter werden, wird ein Cash-Polster besonders attraktiv. Das stellt nämlich sicher, dass du nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt unverhältnismäßig viele Aktien liquidieren musst, um deinen Lebensunterhalt sicherzustellen. In diesem Fall zweigst du einfach etwas von der Cash-Position ab und füllst sie wieder auf, sobald die Zeiten wieder besser werden.

Konzentriere dich auf das Wesentliche, mit etwas weniger Spannung

Sofern du die Ratschläge beherzigst, wirst du unterm Strich deutlich weniger Spannung verspüren. Natürlich auch unter Inkaufnahme von deutlich weniger Renditemöglichkeiten.

Letztlich stellen all diese Wege jedoch sicher, dass du dich voll und ganz auf dein Ruhestandsleben konzentrieren kannst. Da darf die Börse berechtigterweise auch zu einer Nebensache werden, die dir diese schönen Jahre noch ein kleinwenig versüßt.

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