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Aktien im Rückblick: Automobilwerte ziehen an, Allianz kauft Aktien zurück

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In der vergangenen Woche drückten der Handelskonflikt mit den USA und der Streit in der Berliner Koalition zunächst die Stimmung der Marktteilnehmer. Eine Entspannung an beiden Fronten sorgte in der zweiten Wochenhälfte allerdings für steigende Kurse …

Was war an der Börse los?

Der DAX (WKN:846900) startete mit einem Abschlag von 0,6 % in die Handelswoche und fiel am Montag auf 12.238 Punkte. Den größten Tagesverlust im deutschen Leitindex verbuchte die Aktie des Halbleiterkonzerns Infineon (WKN:623100), die nach der Herabstufung durch eine britische Investmentbank 2,6 % abgab.

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Die im MDAX (WKN:846741) notierten Papiere von Ceconomy (WKN:725750) verteuerten sich um 8,6 %. Branchenbeobachter begründeten das Kursplus mit dem Einstieg des Telekommunikationsunternehmens Freenet (WKN:A0Z2ZZ) beim Eigentümer der Elektronikmarktketten MediaMarkt und Saturn. Der im TecDAX (WKN:720327) gelisteten Freenet-Aktie bekam dieser Deal nicht so gut: Sie verbilligte sich um 2,7 % und erreichte damit das tiefste Kursniveau seit Dezember 2014.

Der in der Nacht zum Dienstag im Asylstreit erzielte Kompromiss zwischen CSU-Chef Seehofer und Bundeskanzlerin Merkel verbesserte die Stimmung auf dem Frankfurter Parkett. Der DAX verbesserte sich um 0,9 % auf 12.349 Zähler.

An die Spitze der Standardwerte setzten sich die Papiere von RWE (WKN:703712), die von einem starken Anstieg des Strompreis-Futures an der Leipziger Strombörse profitierten und um 3,9 % anzogen. Die Dividendentitel des Konkurrenten E.ON (WKN:ENAG99) legten 2,4 % zu. Die Ankündigung eines Aktienrückkaufs im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro verhalf der Aktie des Versicherungskonzerns Allianz (WKN:840400) zu einem Kursanstieg von 3,2 %.

Da die New Yorker Märkte am Mittwoch wegen des US-Nationalfeiertags geschlossen blieben, verlief der Aktienhandel in Europa wegen fehlender Impulse von der Weltleitbörse eher träge. Der DAX gab am Nachmittag seine zwischenzeitlich erzielten Gewinne wieder ab und ging beim Stand von 12.318 Punkten mit einem Minus von 0,3 % in den Feierabend.

Tief in den Börsenkeller schickten die Marktteilnehmer die Titel von Fresenius Medical Care (WKN:578580), die nach einem negativen Kommentar einer Schweizer Bank zum US-Geschäft des Dialysespezialisten um 4 % abrutschten.

Nach Gesprächen des Berliner US-Botschafters Richard Grenell mit Vorständen deutscher Automobilkonzerne wurde am Donnerstag eifrig darüber spekuliert, dass die Vereinigten Staaten auf Einfuhrzölle auf deutsche Autos verzichten könnten. Davon profitierten die Aktien von PKW-Herstellern und Zulieferern: BMW (WKN:519000), Daimler (WKN:710000) und Volkswagen (WKN:766403) zogen jeweils um rund 4 % an und die in der Vorwoche stark gefallenen Papiere von Osram (WKN:LED400) gewannen 7,9 %.

Auch der DAX konnte deutlich zulegen. Beim XETRA-Schluss notierte der Blue-Chip-Index 1,2 % über seinem Vortagsschluss mit 12.464 Punkten. Als bester Standardwert ging der Industriegasespezialist Linde (WKN:A2E4L7) mit einem Plus von 4,5 % aus dem Handel. Zuvor war bekannt geworden, dass Lindes Fusionspartner Praxair einen Käufer für einen Großteil seines Europageschäfts gefunden hat. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass die europäischen Wettbewerbshüter den Zusammenschluss genehmigen, sagten Branchenkenner.

Obwohl US-Präsident Donald Trump durch Ankündigung weiterer Strafzölle den Handelskonflikt mit China erneut hatte eskalieren lassen, hielt sich der DAX lange Zeit im Plus und drehte erst nach der Eröffnung der US-Börsen in den roten Bereich. Um 15:45 Uhr zeigte der Index ein Minus von 0,2 %.

Was steht auf dem Kalender?

Am Montag (09.07.) werden die deutsche Handelsbilanz für Mai und der sentix-Konjunkturindex für Juli veröffentlicht. Am Dienstag (10.07.) legt die Lufthansa (WKN:823212) Verkehrszahlen für den Monat Juni vor. In den USA berichtet der Getränkeproduzent PepsiCo über das zweite Quartal.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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