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Vergesst Trumps „Atomknopf“: Er könnte den „Rezessionsknopf“ drücken!

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In einer Zeit, in der Präsident Trump Kanada mit Zöllen, Handelskriegen und dergleichen bedroht, würde man meinen, dass die Stimmung um die kanadischen Aktien am Tiefpunkt wäre.

Dies war jedoch nicht der Fall, da der S&P/TSX Composite Index im Juni die Allzeithöchststände durchbrochen hat, um dann mit freundlicher Genehmigung von Donald Trump und den wachsenden Ängsten über einen massiven globalen Handelskrieg, wieder einzubrechen.

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Mit einem Ölpreis über 70 US-Dollar und einem brandneuen legalen Cannabismarkt, gibt es viele Gründe zu glauben, dass die kanadische Wirtschaft endlich wieder an Fahrt gewinnt. Da Trump aber im Weg steht, stellt sich folgenden Frage: könnte noch vor der nächsten bedeutenden wirtschaftlichen Expansion eine Rezession stattfinden?

Betrachten wir das Worst-Case-Szenario, bei dem ein eklatanter Handelskrieg zwischen Kanada und den USA am Ende so eskaliert, dass die Handelsströme zwischen Kanada und den USA einbrechen.

In einem früheren Beitrag hatte ich darauf hingewiesen, dass US-amerikanische Unternehmen den Vorteil von Steuersenkungen haben würden, was Umsatzeinbußen bei einem Handelskrieg ausgleichen würden. Obwohl die US-Unternehmen Verluste erleiden werden, wird der Schaden bei den kanadischen wahrscheinlich größer sein.

Wer wird der Erste sein, der das Gefangenendilemma überwindet?

Ein Handelskrieg ist definitiv eine Lose-Lose-Situation für alle Beteiligten, doch einige Staaten würde es härter treffen.

Ökonomen der National Bank of Canada (WKN:865227) analysierten kürzlich die Export-zu-BIP-Verhältnisse, um festzustellen, welche Länder im Falle einer starken Reduzierung des internationalen Handels, die mit einem Handelskrieg einhergeht, am stärksten betroffen wären.

Man stellte fest, dass die USA im Vergleich zu vielen anderen Ländern, mit denen sie zu tun haben, am wenigsten empfindlich auf einen Rückgang der Handelsströme reagieren würden. Kanada ist zwar anfälliger als die USA, aber nicht so empfindlich wie die Eurozone. Diese ist am meisten betroffen und würde im Falle eines vollständigen Handelskrieges den größten Schaden nehmen.

Darüber hinaus stellten die Ökonomen fest, dass sie sich nicht sicher sind, ob „das Welthandelsvolumen schnell wieder zunehmen kann“ und dass eine „Verlangsamung der Handelsströme in der Vergangenheit mit einem langsameren Wachstum des Welt-BIP verbunden war“.

Mit anderen Worten, Trump hat im Wesentlichen einen „Rezessionsknopf“ auf seinem Schreibtisch, und er klingt, als hätte er keine Angst, ihn zu drücken, selbst wenn es bedeuten würde, die US-Wirtschaft mit in die Luft zu jagen.

Glücklicherweise werden sowohl Kanada als auch die USA in etwa gleich stark betroffen sein, sollte das Handelsniveau in einem Handelskrieg gegen die Eurozone einbrechen.

Darüber hinaus können die für beide Seiten vorteilhaften Beziehungen, die die USA mit ihren Verbündeten eingehen, einen dauerhaften Schaden erleiden. Dieser Schaden könnte noch auf Jahrzehnte hin Probleme bereiten. Das wäre es Trump nicht wert, selbst wenn er seinen „fairen Deal“ bekommt. Wenn du das Videospiel Civilization gespielt hast, dann weißt du, dass man unnötige Spannungen mit den Verbündeten eher vermeidet, wenn man gewinnen möchte.

Unterm Strich

Die Investoren sollten sich dessen bewusst sein, dass der „Rezessionsknopf“ von Trump gedrückt werden könnte, und wenn ein Handelskrieg außer Kontrolle gerät, werden die Kurse von defensiven Dividendenaktien wie Hydro One (WKN:A143AD) steigen, da zyklische Titel dem Druck wohl nicht standhalten werden.

Bleib hungrig. Bleib Foolish.

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Dieser Artikel wurde von Joey Frenette auf Englisch verfasst und am 28.06.2018 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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