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Investieren in ETF: Darum ist der DivDax (vielleicht) kein guter Weg, um in Dividendenaktien zu investieren

Wenn Dividenden unter gewissen Umständen als Zinsersatz mit langer Haltedauer fungieren und ETFs eine einfache und bequeme Möglichkeit darstellen, breit diversifiziert in der Börsenwelt unterwegs zu sein, liegt ein Fazit ziemlich nah: Wieso nicht in Dividenden-ETFs investieren?

Viele Investoren, die ähnlich denken, werden über kurz oder lang wahrscheinlich über den DivDAX stolpern. Hierbei handelt es sich um eine DAX-Variante, bei der lediglich die 15 Dividendenaktien des DAX zusammengefasst wurden, die die höchsten Dividendenrenditen aufweisen.

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Doch könnte eine Investition in den DivDAX durchaus ihre Tücken besitzen. Lass mich dir zeigen, warum.

Stark zyklische Aktien im DivDAX

Zum einen enthält der DivDAX sehr viele zyklische Aktien. Mit BMW (WKN: 519000) und Daimler (WKN: 710000) repräsentieren gleich zwei Vertreter die zyklischen Autobauer, zudem sind zwei weitere Vertreter aus der gleichsam zyklischen Chemiebranche enthalten. Neben einer ganzen Reihe an einzelnen Branchenvertretern, wie beispielsweise der Lufthansa (WKN: 823212), die ich ebenfalls eher den zyklischen Aktien zuordnen würde.

Das kann vor allem in turbulenteren Wirtschaftszeiten zu erhöhter Volatilität führen sowie mitunter zu gekürzten Dividenden. Viele zyklische Aktien performen nämlich bei nachlassender globaler Wirtschaftsleistung nicht mehr so solide, was sich ziemlich zügig bei den Gewinnen und der Dividende bemerkbar machen kann. Daher könnte bei diesen Werten durchaus die eine oder andere Dividendenfalle lauern.

Erschwerend kommt hinzu, dass aufgrund der Vielzahl an zyklischen Aktien die defensive Basis des Index fehlt. Gerade wenn die Börsen volatiler werden, bieten Aktien mit defensivem Geschäftsmodell zuverlässigere Dividendenausschüttungen. Insgesamt muss daher die aktuelle Dividendenhöhe der Werte des DivDAX nicht sonderlich nachhaltig sein.

Zu wenig diversifiziert

Ein weiterer Nachteil des DivDAX ist die generelle Struktur des Index. Mit lediglich 15 Aktien kann man durchaus darüber streiten, ob eine ausreichend breite Diversifikation vorhanden ist.

Erschwerend kommt hinzu, dass von diesen 15 verschiedenen Aktien prozentual gesehen lediglich fünf bereits die Hälfte der Zusammensetzung ausmachen. Sprich, selbst bei dieser überschaubaren Konzentration wird noch ein großer Schwerpunkt auf einzelne Werte gelegt. Das macht die ganze Angelegenheit – auch im Zusammenspiel der eher zyklischen Ausrichtung des DivDAX  nicht gerade besser.

Vor allem Investoren kurz vor dem Ruhestand und sicherheitsbedürftige Anleger sollten daher besser genau überlegen, ob der DivDAX zu ihrem Risikoprofil passt. Vielleicht ist dieser Index dann bei einem zweiten, tieferen Blick gar nicht mehr so attraktiv wie anfangs angenommen.

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Vincent besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.