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Drei Gründe, warum steigende Leitzinsen dich nicht vom Aktienmarkt abhalten sollten

Foto: Getty Images

Mario Draghi ist der Erzfeind eines jeden Sparers. Als Präsident der Europäischen Zentralbank hat er über Jahre hinweg dafür gesorgt, dass der Leitzins und damit die Zinsen auf Spar- und Tagesgeldkonten dahinschmelzen wie Eis in praller Sonne.

Vor allem der Ölpreis könnte nun aber dafür sorgen, dass es mit den Zinsen wieder etwas in die Höhe geht. Der Grund dafür: Wenn die US-Notenbank FED den Leitzins anhebt, steht der Dollar höher im Kurs. Kommt der steigende Ölpreis hinzu, liegt sozusagen eine doppelte Kostensteigerung für europäische Ölkäufer vor. Steigende Energiepreise wirken preissteigernd auf die Wirtschaft, was in Konsequenz geldpolitische Folgen hat.

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Sollte es jedoch zu einer Leitzinserhöhung kommen, reizt es Anleger eventuell, den einen oder anderen Euro aus dem Aktiendepot wieder auf das scheinbar sichere Tagesgeldkonto umzuschichten. Hier drei Gründe, warum ich denke, das dies keine gute Idee ist:

1.) Es gibt keine guten Zeiten für Sparkonten

Natürlich ist diese Überschrift eine nicht ernst gemeinte Übertreibung. Doch für langfristig orientierte Investoren glaube ich, dass Aktien fast immer die bessere Wahl sind.

Selbst wenn das Zinsniveau massiv steigen sollte (was meiner Meinung nach auf absehbare Zeit nicht passieren wird), fährst du als Sparer immer noch deutlich schlechter denn als Investor. Mal ein Beispiel: Vor einigen Jahren waren auf kurzfristige Anlagen zwischen drei und vier Prozent Zinsen drin. Hört sich erst einmal nicht so schlecht an. Doch stell dir mal die Frage, was du in dieser Zeit aus einem selbst mittelmäßigen Aktienportfolio hättest holen können.

Ein Blick auf das Renditedreieck sagt schon alles: Hättest du beispielsweise 1992 in den DAX investiert und deine Aktien im Jahr 2000 veräußert, wäre eine Rendite von sage und schreibe fast 20 Prozent drin gewesen! Das Tagesgeldkonto, das hierbei mithalten kann, würde ich gerne mal sehen. Übrigens, wir reden hier nicht über riskante Investments, sondern über bekannte Namen aus dem deutschen Leitindex.

Mir erscheint folgende Strategie richtig: Geld, das langfristig nicht benötigt wird, sollte definitiv in Wertpapieren investiert bleiben. Lediglich kurzfristig benötigte Liquidität für wichtige Anschaffungen kann bei steigenden Zinsen auf Spar- bzw. Tagesgeldkonten geparkt werden.

Zwar kann sich die Rendite an der Börse auch in guten Zeiten in anderen Sphären als auf einem Sparkonto bewegen, man muss jedoch viel Geduld mit Wertpapieren haben. Der Aktienmarkt ist kein guter Ort für Geld, das kurzfristig benötigt wird.

2.) Unendliche Anlagemöglichkeiten

Die Möglichkeiten, bei Sparkonten steigende Renditechancen zu erwirtschaften, sind sehr begrenzt. Gerade Konten mit etwas attraktiveren Zinsen findet man selten und sie haben viele Haken, etwa Mindest- und Höchstanlagesummen, höhere Zinsen nur für einen bestimmten Zeitraum oder für vorgegebene Anlagebeträge.

Bei Aktien sieht das anders aus. Es gibt unzählige Wertpapiere an den Börsen der Welt, die verschiedenste Chancen bieten. Egal ob du auf Kursgewinne setzt oder besonderen Wert auf die Dividendenrendite legst. Ob du eher defensiv anlegen willst oder risikoorientiert auf hohe Performance setzt. Für jeden Investor lässt sich die passende Strategie finden. Wenn sich dein Anlageportfolio nicht nach deinen Wünschen entwickelt, gibt es immer noch die Möglichkeit, Underperformer zu verkaufen.

Zwar folgen selbst grandiose Investoren wie Warren Buffett dem Grundsatz, ausschließlich in großartige Aktien zu investieren und diese zu halten. Aber auch die besten Investoren der Welt werden hin und wieder die eine oder andere Aktie verkaufen, um ihre Gewinne und das Portfolio zu optimieren.

3.) Dir bleibt immer die Dividende

Selbst wenn wirklich alles schiefläuft und deine Aktie in den Keller geht, zahlen viele Unternehmen immer noch eine solide Dividende je Wertpapier. Damit bietet sich die Möglichkeit, bestimmte Kursschwankungen wieder auszugleichen.

Tatsächlich ist es sogar so, dass viele Investoren beim Aktienkauf ganz gezielt eine Dividendenstrategie fahren. Sie kaufen also nur Wertpapiere, die langfristig eine hohe Dividendenrendite aufweisen (dies ist beispielsweise ein Gegensatz zur Value-Strategie, in der es darum geht, vor allem unterbewertete Unternehmen günstig zu kaufen). Mit anderen Worten: Der aktuelle Aktienkurs spiegelt dort nicht den wahren Wert des Unternehmens wider.

Zusammengefasst: Auf dem Sparkonto bleibt nur der Zins, bei Dividendenaktien gibt es im besten Falle Kursgewinn plus eine hohe Dividendenrendite. Ein Beispiel: Selbst die vergleichsweise schwache Dividendenrendite bei Henkel (1,66 %) übertrifft die meisten Tagesgeldkonten deutlich, bei BASF sind es mit 3,7 % noch deutlich mehr.

Fazit: Als Investor kann dir die EZB egal sein

Während Sparer also mit klappernden Zähnen auf Mario Draghi schauen, kann dir dies als Aktionär vollkommen egal sein. Ob Zinsen steigen oder fallen ist schlicht nicht dein Problem, solange du langfristig in hervorragende Unternehmen investierst.

Du solltest dich meiner Ansicht nach schlicht und einfach nicht von der Zinsentwicklung beeindrucken lassen. Ein Aktienportfolio in Sparanlagen umzuschichten, wenn die Zinsen steigen, ist im Endeffekt eine emotionale Reaktion. Genau wie der hastige Verkauf von Aktien, wenn der Kurs fällt.

Und das ist im Prinzip auch schon der wichtigste Rat zum Schluss: Bleibe in deinen Handlungen stets rational. Denn nur dann wirst du am Ende ein erfolgreicher Investor sein, der an den Aktienmärkten profitiert. Selbst wenn die Wolken über der Börse mal grau sein sollten.

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Björn König besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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