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Facebook steht vor einem Investorenaufstand. Ist das wichtig?

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Obwohl die Aktien von Facebook (WKN:A1JWVX) vor wenigen Tagen ein Allzeithoch erreichten, sind viele Investoren nicht glücklich. Nicht weil die Aktie nicht gut abgeschnitten hat, sondern weil Facebook nach wie vor unübersehbare Probleme in der Corporate Governance hat und weil sie über das mangelnde Verantwortungsbewusstsein von CEO Mark Zuckerberg frustriert sind.

Die Jahreshauptversammlung des Social Media-Giganten im vergangenen Monat diente lediglich als Erinnerung daran, dass Seine Zuckerstät die volle Kontrolle über das Unternehmen ausübt, da der Vorschlag der Aktionäre, die Aktienklasse B (die mit Stimmrecht) zu streichen, einfach (wieder) abgelehnt wurde. Überwältigende 83 % der unabhängigen Investoren stimmten für diesen Vorschlag.

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Einige institutionelle Investoren geben den Kampf jedoch nicht auf.

„Er ist niemandem gegenüber rechenschaftspflichtig“

Business Insider meldet, dass zahlreiche Investoren, die zusammen etwa 3 Mrd. US-Dollar an Facebook-Aktien halten, weiterhin gegen die Corporate-Governance-Struktur des Unternehmens vorgehen. Dazu gehören institutionelle Aktionäre wie ein Pensionsfonds-Verwaltungsunternehmen in New York City, der Schatzmeister der Staat Illinois und verschiedene Kapitalverwaltungsunternehmen, darunter eines (Trillium Asset Management), das die Investitionen einer philanthropischen Organisation verwaltet.

Trillium war der Aktionär auf der diesjährigen Hauptversammlung, der den Vorschlag für einen Risikoausschuss vorlegte — der aber abgelehnt wurde. In einer symbolischen Geste an die Investoren gab der Vorstand von Facebook dem Prüfungsausschuss mehr Macht, indem er ihm mehr Verantwortung bei der Risikokontrolle übertrug, obwohl dies dem offiziellen Vorschlag von Trillium nicht annähernd entsprach.

„Er ist niemandem gegenüber rechenschaftspflichtig, weder dem Vorstand noch den Aktionären, was eine schlechte Corporate Governance ist“, teilte der Schatzmeister des Staates Illinois, Michael Frerichs, BI mit. „Er ist sein eigener Chef, und es hat offensichtlich nicht funktioniert.“

Das ist wirklich der Punkt. Im Januar argumentierte Zuckerberg, dass der Vorstand von Facebook „die Gruppe ist, die letztendlich bei Facebook Entscheidungen trifft“, aber das ist lächerlich. Diese Aussage ist nahezu beleidigend für die Investoren, die verstehen, dass Zuckerberg 60 % der Stimmrechte ausübt und alleine jedes Mitglied wählen oder abwählen kann. Zuckerberg legt dem Vorstand Rechenschaft ab, der Zuckerberg Rechenschaft schuldig ist. Es gibt keine gegenseitige Kontrolle.

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen

Die Investoren von Facebook sollten sich den BI-Bericht ansehen, aber die Realität sieht so aus, dass Zuckerberg freiwillig jedem Ergebnis zustimmen muss, das die Corporate-Governance-Struktur von Facebook verändert. Denke daran, dass er früher ein damals beispielloses Abkommen mit den privaten Investoren geschlossen hat, das ihm eine beispiellose Autorität und Kontrolle verlieh — das war ein Präzedenzfall, der schließlich den Weg für andere vergleichbare Vereinbarungen ebnete.

Die aktivistischen Investoren können weiterkämpfen, aber ohne Zuckerbergs Zustimmung gibt es buchstäblich nichts, was man dagegen tun kann. Weniger klar ist, was Zuckerberg eigentlich dazu bringen könnte, die Vorteile einer guten Corporate Governance zu anerkennen, da die Missachtung dessen dazu beigetragen hat, ihn zu einem der reichsten Männer der Welt zu machen.

Es ist eine Zwickmühle, da die einzige Möglichkeit für die Investoren darin besteht, die Aktien aus Protest zu verkaufen. Damit senden sie eine Botschaft, riskieren aber auch, potenzielle Gewinne zu verpassen. Grundsätzlich haben die Skandale nur das Anzeigengeschäft gestärkt, was den Aktienkurs stützen wird.

Das Worst-Case-Szenario für die Investoren ist, dass nur ein Abstürzen des Aktienkurses Zuckerberg zu einem Umdenken bringt — was nicht nur sein persönliches Vermögen, sondern auch seine philanthropischen Geschäfte und das Erbe, das er für seine Kinder hinterlässt, gefährden würde. Ein Ende der anhaltenden Corporate-Governance-Misere von Facebook ist nicht in Sicht.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Facebook.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und am 26.06.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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