The Motley Fool

Verschärft sich der Wettbewerb im KI-Chip-Markt?

Foto: NVIDIA.

Obwohl es das Konzept der künstlichen Intelligenz (KI) schon seit Jahrzehnten gibt, waren es die technologischen Innovationen der letzten Jahre, die das Konzept Wirklichkeit werden ließen. Die Kombination aus großen Datenmengen, schnelleren Prozessoren und technisch ausgereiften Algorithmen brachte die KI deutlich voran, wobei große und klein Unternehmen dabei sind, den besten Weg zur Nutzung dieser neuen Technologie zu finden, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

NVIDIA (WKN:918422) war der Pionier der Grafikprozessoreinheit (GPU) erntet die Früchte dafür. NVIDIA war maßgeblich an der Bereitstellung der Prozessoren beteiligt, die notwendig sind, um die nötigen Fortschritte der KI zu erreichen. Die Forscher fanden heraus, dass die Fähigkeit des Grafikprozessors, rechenintensive Aufgaben zu bewältigen auch die KI auf ein neues Niveau hievte.

3 Aktien, die jetzt von der Digitalisierung der Welt profitieren Das Coronavirus verändert nachhaltig die Welt, in der wir leben. Die Digitalisierung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten und erfährt aktuelle eine massive Beschleunigung. The Motely Fool hat jetzt 3 Unternehmen identifiziert, die von diesem Mega-Trend in 2020 und den kommenden Jahren stark profitieren werden. Für uns Kerninvestments der neuen, digitalen Welt 2.0. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab..

Die Dominanz des Unternehmens in diesem Bereich löste ein Wettrüsten unter den Technologieunternehmen aus, um die nächste Generation von KI-Prozessoren zu erfinden. Diejenigen, die dabei erfolgreich werden, könnten die nächsten großen Gewinner in einem Bereich sein, der gerade erst in den Startlöchern steht.

Auf der Suche nach einer besseren Lösung

Die Unternehmen haben im Wettlauf um eine bessere Lösung als die GPUs verschiedene Wege eingeschlagen. Einer der größten potenziellen Wettbewerber ist Google, ein Tochterunternehmen von Alphabet (WKN:A14Y6H) (WKN:A14Y6F). Der Suchriese gehörte zu den Pionieren der KI-Forschung und war einer der ersten, der eine Lösung auf den Markt brachte.

Mitte 2016 stellte das Unternehmen die erste Generation der Tensor Processing Unit (TPU) vor, die das Unternehmen als „einen kundenspezifischen ASIC, den wir speziell für das maschinelle Lernen entwickelt haben“ bezeichnete. Google behauptete, dass die TPU 15 bis 30 mal schneller und 30 bis 80 mal energieeffizienter als „moderne CPUs und GPUs“ sei.

Google hat gerade die dritte Generation der TPUs vorgestellt, die die achtfache Rechenleistung der zweiten Generation haben. Bis vor kurzem hat Google die TPUs nur intern genutzt, kündigte aber im Februar an, dass die Chips in begrenzten Mengen bei Google Cloud für die Entwickler und Forscher sowie zur Miete an die Cloud-Kunden des Unternehmens verfügbar sein werden.

Zu diesem Zeitpunkt ist diese TPU noch nicht zum Verkauf verfügbar, so dass sie keine direkte Bedrohung darstellt, obwohl Google weniger von NVIDIAs Grafikprozessoren kaufen dürfte.

Der Nachmacher

Microsoft (WKN:850747) hat vor langer Zeit entschieden, sich auf einen auf Kundenwünsche und -bedürfnisse anpassbaren Prozessor für die Azure Cloud zu konzentrieren, der als Field Programmable Gate Array (FPGA) bekannt ist. Dabei handelt es sich um einen Chip, der von einem Kunden nach der Herstellung programmiert werden kann. Jüngste Berichte zeigen jedoch, dass Microsoft inzwischen Chip-Designer eingestellt hat, die auf KI spezialisiert sind.

Ein Microsoft-Sprecher sagte CNBC, dass die Jobs Teil der Bemühungen des Unternehmens sein würden, Cloud-Hardware im Rahmen der Projekt-Olympus-Initiative des Unternehmens zu entwerfen. „Diese Gruppe arbeitet seit einiger Zeit am Serverdesign, Silizium und KI, um Cloud-Auslastungen zu ermöglichen“, sagte der Sprecher.

Microsoft liegt in diesem Rennen hinter dem Spitzenreiter Amazon (WKN:906866) deutlich zurück. Man scheint in diesem Bereich zu versuchen, wettbewerbsfähiger zu werden. Die aktuellen Neueinstellungen scheinen anzudeuten, dass dieser Prozess sich noch im Anfangsstadium befindet. Daher stellt Microsoft bisher keine unmittelbare Gefahr für NVIDIA dar.

Der Cloud-Pionier

Amazon hat das Konzept des modernen Cloud-Computing vorangetrieben und ist der Konkurrenz von Google und Microsoft immer einen Schritt voraus. Vor einigen Jahren erwarb das Unternehmen Annapurna Labors, das die die Netzwerkchips für Smart Home-Produkte, Router und Streaming-Geräte entwickelt.

Neuere Berichte deuten darauf hin, dass Amazon zwei Gebiete anvisiert, die nah an den Kernbereichen des Unternehmens liegen. Das Unternehmen möchte Prozessoren entwickeln, die die Reaktionen der Alexa-angetriebenen Echo-Smart-Speakers beschleunigen, die derzeit auf den Chips von Intel basieren. Das Unternehmen ist auch daran interessiert, kundenspezifische Chips für Amazon Web Services (AWS) für den Einsatz in seinen Rechenzentren zu entwickeln, obwohl es zu diesem Zeitpunkt keine Anzeichen dafür gibt, dass diese Ambitionen verwirklicht werden.

NVIDIA ist immer noch der König – vorerst

Obwohl in der gesamten Technologiebranche das Rennen um die Entwicklung eines „GPU-Killers“ im Gange ist, hat sich keiner herauskristallisiert, der NVIDIA von Thron stoßen könnte. Das Unternehmen ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus und wartet darauf, entthront zu werden. NVIDIA hat das rasante Innovationstempo fortgesetzt, das zum heutigen Erfolg geführt hat.

Der Umsatz von NVIDIAs Rechenzentren, zu denen auch die in der KI verwendeten Chips gehören, hat in acht aufeinander folgenden Quartalen ein Wachstum von über 70 % gegenüber dem Vorjahr erzielt, das sich jedoch in jüngster Zeit verlangsamt hat. Bislang ist kein einziger Wettbewerber aufgetaucht, der die Dominanz von NVIDIA auf dem KI-Markt in Frage stellt.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

Du kannst alle Details und unsere Tipps dazu erfahren, indem du unseren kostenlosen Spezialreport hier anforderst.

John Mackey, CEO von  Whole Foods Market, ist im Vorstand von Motley Fool. Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon und Nvidia.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und wurde am 23.06.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Diese Aktien empfehlen wir jetzt zum Kauf

Die Post-Corona Ära: Die neue Normalität +++ Worauf du dich jetzt einstellen solltest +++ Wo die Redaktion des Stock Advisor Deutschland jetzt die größten Kaufchancen sieht+++Die 3 besten Kennzahlen für deinen Sicherheits-Depotcheck+++

Welche Aktien haben jetzt die besten Chancen , in der Post-Corona Ära zu bestehen und davon zu profitieren?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren langfristig belohnt werden, wenn sie jetzt bewährte Foolishe Kriterien beachten.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!