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Ein wirklich schlechtes Investment, wenn Trump die Reform des US-Marihuana-Gesetzes unterstützt

Foto: Getty Images.

Im Lichte von Präsident Trump’s Aussage vor etwas mehr als einer Woche, in der er sagte, dass er eine Änderung der US-Marihuana-Gesetze unterstützen würde um Eingriffe in Staaten zu verhindern, die die Droge legalisiert haben, drängen sich zwei Fragen auf.

Die erste Frage ist: Wird er es wirklich tun? Meine beste Einschätzung ist, ja das wird er. Trump ging bereits im April auf Senator Cory Gardner, Republikaner aus Colorado, zu und teilte ihm mit, dass er Gardner’s Einsatz für eine permanente Lösung bezüglich einer Trennung zwischen Bundes und Landesgesetzen beim Thema Marihuana unterstützt. Seine bisherigen Sichtweisen unterstützten ebenfalls die Idee, Staaten zu gestatten, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

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Meine zweite Frage ist schwieriger: Was ist die beste Investment-Strategie, wenn der Präsident eine Reform des US-Marihuana-Gesetzes unterstützt und das Gesetz durchkommt? Eine Idee wäre, gegen Gefängnisaktien wie CoreCivic (A2DGL0) und GEO Group (WKN:A11662) zu wetten. Nachdem ich diese Strategie etwas näher untersucht habe, komme ich zum Ergebnis, dass dies eine schlechte Idee wäre. Und das ist der Grund:

Eine gute Idee — auf den ersten Blick

CoreCivic und CEO Group sind die zwei größten öffentlich gehandelten, privaten Betreiber von Gefängnissen in den Vereinigten Staaten. Zum 31. März besaß CoreCivic 44 Haftanstalten und betrieb weitere sieben. GEO betreibt mehr als 70 US-Haftanstalten plus weitere in Australien, Kanada und dem Vereinigten Königreich.

Der Gedankengang um gegen Gefängnisaktien wie CoreCivic und GEO Group zu wetten, enthält drei Komponenten. Erstens haben die USA die höchste Gefängnispopulation der Welt. Zweitens wurden viele Insassen wegen Drogenbesitz verhaftet. Drittens, mit mehr Staaten, die Marihuana legalisieren sofern die Bundesregierung dem nicht im Weg steht, sollte es weniger Häftlinge geben. Wenn man all dies zusammennimmt, macht es Sinn anzunehmen, dass Gefängnisaktien darunter leiden können.

Bezüglich der ersten Annahme gibt es keinerlei Disput. Die USA haben nach Angaben der Drug Policy Alliance mit nahezu 2,2 Millionen inhaftierten Menschen in 2016 tatsächlich die höchste Gefängnispopulation unter allen Staaten.

Es ist auch wahr, dass sich viele der Menschen wegen Drogenvergehen in Haftanstalten befinden. Etwa 137.000 Menschen sind laut einem auf 2016 datierten Report der American Civil Liberties Union und Human Rights Watch wegen Drogenhandels inhaftiert. Die US-Polizei verhaftet mehr Personen wegen Marihuana-Handels als für alle anderen Gewaltverbrechen zusammen.

Und die staatliche Unterstützung für eine Legalisierung von Marihuana wird sicherlich steigen. Der letzte Punkt ist, dass 30 Staaten plus der District of Columbia die medizinische oder entspannende Nutzung von Marihuana erlauben.

Acht dieser Staaten plus D.C. gestatten die Nutzung von Marihuana für die entspannende Nutzung. Zwei weitere Staaten könnten die entspannende Nutzung von Marihuana bald legalisieren, plus weitere Staaten die später im Juni potenziell eine medizinische Nutzung von Marihuana legalisieren könnten.

Der große Fehler

Dennoch gibt es einen großen Fehler in einer Investment-Strategie, gegen Gefängnisaktien zu wetten. Die Idee selbst ist nicht stichhaltig.

Zwar befinden sich viele Menschen aufgrund einer Verurteilung wegen Drogenhandel im Gefängnis, jedoch nicht mit Bezug zu Marihuana. Etwas über 12 Prozent der Personen, die 2012 in Bundesgefängnissen inhaftiert wurden, waren nach einer Studie des Urban-Institutes wegen Marihuana-Handel dort. Crack, Kokain, Kokain-Pulver und Methamphitamine waren weit wahrscheinlicher involviert als Marihuana.

Vor einigen Jahren veröffentlichte das Rolling Stone Magazin die Top Mythen über Marihuana. Einer dieser Mythen war, dass Gefängnisse wegen Marihuana-Handel voll mit Häftlingen sind. Die Realität ist, dass zwar viele Personen wegen Marihuana-Handel verhaftet werden, aber nur wenige tatsächlich ins Gefängnis gehen. Wenigstens 22 Staaten haben Gesetze zurückgedreht, die Haftstrafen für den einfachen Handel mit kleinen Marihuana-Mengen vorsehen.

Bessere Alternativen

Wenn du nach Profit aus potenziellen Veränderungen von US-Marihuana-Gesetzen Ausschau hältst, gibt es zwei wesentlich bessere Alternativen.

Meine Sichtweise ist, dass es einen nahezu todsicheren Gewinner des Gesetzgebungsvorschlages von Senator Gardner und Senatorin Elizabeth Warren, einer Demokratin aus Massachusetts, gibt, von der Präsident Trump sagte, er würde sie womöglich unterstützen. Mit einem voraussichtlichen Marihuana-Markt von 22 Milliarden USD im Jahr 2022 selbst ohne gesetzliche Änderungen sollte Scotts Miracle-Gro (WKN:883369) vom Wachstum in der Industrie profitieren — unabhängig davon was passiert.

In den Goldrausch-Tagen war der Verkauf von Schaufeln der beste Weg um durchgehend Geld zu verdienen. Mit dem grünen Rausch des Marihuana-Marktes auf dem Weg ist Scott eine Art von Schaufel-Verkäufer. Die Firma ist ein Top-Händler von hydroponischen Produkten, die für Marihuana-Züchter wichtig sind.

Ein anderer Investitionsansatz besteht darin, eine oder mehrere der größten kanadischen Marihuana-Aktien zu kaufen. Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) zum Beispiel ist gemessen an der Marktkapitalisierung derzeit die kanadische Nummer 2 unter den Marihuana-Aktien. Aurora’s leitendes Vorstandsmitglied Cam Battley äußerte kürzlich, dass die Firma bereit sei, den US-Markt groß und schnell zu betreten, wenn Bundesgesetze geändert werden.

Ich sage nicht, dass Aurora Cannabis notwendigerweise die beste Wahl unter den kanadischen Firmen ist. Verschiedene der Top-Player werden wahrscheinlich zügig in den US-Markt einsteigen, wenn die Vorlage von Gardner und Warren (beide aus Staaten welche die entspannende Nutzung von Marihuana erlauben) Gesetz wird.

Eine Sache erscheint sicher: Eine Menge Geld könnte gemacht werden, wenn es zu Änderungen bei den US-Marihuana-Gesetzen kommt. Basierend auf den Äußerungen von Präsident Trump ist es wahrscheinlicher als je zuvor, dass Änderungen auf dem Weg sind.

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Keith Speights besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. 

Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 17.06.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

 

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