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OPEC steigert Produktion, was eigentlich eine willkommene Nachricht für Ölaktien ist

Foto: Getty Images

Die Mitglieder der OPEC und ihre Nichtmitglieder haben sich darauf geeinigt, die Fördermenge ab Juli um 1 Mio. Barrel pro Tag (BPD) zu erhöhen, wobei der tatsächliche Anstieg deutlich geringer ausfallen wird als in den Schlagzeilen. Man macht also einen Schritt zurück gegenüber dem ursprünglichen Plan, bis Ende des Jahres etwa 1,8 Mio. BPD zurückzuhalten, um das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu stärken. Diese Strategie hat sich aufgrund unerwarteter Versorgungsengpässe sowohl innerhalb der OPEC als auch in den USA viel besser entwickelt als erwartet.

Was einige vielleicht überrascht, sind die Nachrichten, dass die Ölpreise stark gestiegen sind. Der US-Öl-Richtwert West Texas Intermediate stieg im frühen Handel um mehr als 3,5 % auf fast 68 US-Dollar pro Barrel, während der globale Richtwert, Brent, um etwa 3 % auf über 75 US-Dollar pro Barrel anstieg. Diese Gewinne signalisieren dem Markt, dass die OPEC-Vereinbarung den Bedarf an mehr Öl gedeckt zu haben scheint, ohne zu weit zu gehen. Daher könnten die Ölaktien auch in der zweiten Jahreshälfte gute Ergebnisse erzielen.

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Obwohl die OPEC zugestimmt hat, die Produktion um 1 Mio. BPD zu steigern, wird die tatsächliche Steigerung laut Analysten wahrscheinlich zwischen 600.000 und 800.000 BPD liegen, da die meisten Mitglieder nicht einfach den Schalter umlegen und die Produktion von einem Tag auf den anderen so drastisch erhöhen können. Das ist eine viel moderatere Bewegung, als manche anfangs befürchtet hatten.

Die Entscheidung der OPEC, die Produktion anzukurbeln, wird durch die Versorgungsprobleme in Venezuela und Libyen vorangetrieben. Die Produktion in Venezuela ist in den letzten Monaten aufgrund der wirtschaftlichen Turbulenzen des Landes stark eingebrochen. Auch die Produktion in Libyen ist durch politische Unruhen unter Druck geraten. Auch in Nigeria gab es einige Produktionsprobleme, und auch die iranische Produktion könnte aufgrund neuer US-Sanktionen zurückgehen. Die tatsächlichen Lieferungen der OPEC liegen daher in diesem Jahr deutlich unter den Prognosen, weshalb die Ölpreise so stark gestiegen sind.

Zusätzlich zu diesen Problemen innerhalb der OPEC begrenzen die Pipelinebeschränkungen in West-Texas die Fähigkeit der Produzenten, die Produktion in der Region weiter zu steigern. Die Aktivitäten der Bohrer waren rückläufig oder ihr Tempo verlangsamte sich. In der Zwischenzeit wird es immer wahrscheinlicher, dass einige Hersteller einen Teil der Ölpumpen stilllegen müssen, bis Ende nächsten Jahres neue Pipelines in Betrieb gehen.

Diese Faktoren hatten das Potenzial, das Ölangebot in der zweiten Jahreshälfte um bis zu 1,8 Mio. BPD unter die Nachfrage zu drücken, was den Ölpreis noch höher hätte treiben können. Dieses Szenario hätte sich massiv auf die Weltwirtschaft auswirken und die Ölnachfrage sinken lassen können. Da die OPEC jedoch einige Ölpumpen wieder in Betrieb nahm, wird dieses Defizit nicht ganz so besorgniserregend sein, was die Ölpreise vor einem zu hohen Anstieg bewahren dürfte.

Warum ist das ein Segen für die Ölaktien?

Die Entscheidung der OPEC, die Förderung moderat anzukurbeln, sollte den Ölpreis auf dem derzeitigen Niveau halten, was für die meisten Ölproduzenten ideal ist. Viele haben ihre Operationen auf einen Ölpreis von 50 US-Dollar umgestellt und generieren einen erheblichen Gewinn, wenn der Ölpreis zwischen 65 und 75 US-Dollar pro Barrel bleibt.

Der führende Schieferbohrer EOG Resources (WKN:877961) baute sein Geschäft derart um, um bei 50 US-Dollar pro Barrel zu wachsen. Zu diesem Zeitpunkt kann das Unternehmen genug Geld generieren, um die Ölförderung in diesem Jahr um 16 bis 20 % zu steigern. Bei einem Ölpreis von 60 US-Dollar könnte EOG Resources 1,5 Mrd. US-Dollar an freiem Cashflow produzieren, entsprechend mehr, wenn es bei den aktuellen Preisen bliebe. Die EOG plant, den Geldsegen zur Schuldentilgung und Dividendenerhöhung zu nutzen, die beide den Shareholder Value steigern sollen.

Marathon Oil (WKN:852789) ist ein weiterer Ölproduzent, der mit einem Ölpreis von 50 US-Dollar kalkuliert hat. Auf diesem Niveau kann Marathon genug Geld generieren, um seine US-Ölproduktion in diesem Jahr um 25 bis 30 % zu steigern, während das Unternehmen bei 60 US-Dollar pro Barrel Öl 500 Mio. US-Dollar an freiem Cashflow produzieren kann – und noch mehr zu den aktuellen Preisen. Marathon Oil hat eine Reihe von Optionen für dieses Geld, einschließlich des Rückkaufs von Aktien, der Erhöhung der Dividende, der Schuldentilgung oder des Erwerbs von mehr Land mit Förderpotenzial.

Alles deutet darauf hin, dass 2018 ein großartiges Jahr für die Ölaktien sein wird.

Die OPEC hat nach der Zusage, das Angebot zu erhöhen, eine gute Bilanz vorzuweisen: Die Strategie soll helfen, eine Spitze später in diesem Jahr abzuwenden, ohne den Markt kurzfristig mit zu viel neuem Öl zu überschwemmen. Infolgedessen scheinen die Ölpreise in etwa auf dem derzeitigen Niveau zu verharren, das deutlich über dem Preis liegt, den die meisten Ölproduzenten in diesem Jahr erwartet hatten. Das sollte es dir ermöglichen, weiterhin von den höheren Preisen zu profitieren, was die Lagerbestände der Ölproduzenten im Laufe dieses Jahres noch weiter erhöhen könnte.

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Dieser Artikel wurde von Matthew DiLallo auf Englisch verfasst und am 22.06.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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