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Ford macht in Europa einen Schritt vorwärts

Ford Motor Company (WKN:502391) sagte, dass die Umsätze des Unternehmens in Europa im Mai im Vergleich zu einem sehr guten Vorjahresergebnis um 0,6 % gestiegen waren, dank den starken Umsätzen von SUVs, Nutzfahrzeugen und einem großen Anstieg in den Absatzzahlen des kompakten Focus.

Ford hat den schwachen Start ins Jahr 2018 in Europa fast überwunden. Das lag daran, dass der neue Bestseller Fiesta noch nicht in notwendigen Mengen vorrätig war. Da die Ford-Händler jetzt reichliche Bestände des kleinen Ford haben – und von Fords kleineren Crossover-SUVs –hält Ford Schritt mit dem wachsenden europäischen Markt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsätze von Ford nur 0,4 % im Mai zurückgegangen.

Die nackten Zahlen

Ford meldet mehrere Absatzergebnisse für Europa, aber zwei sind besonders wichtig. Das erste ist für die 20 west- und mitteleuropäischen Länder, die Ford als den Hauptmarkt in Europa ansieht. (Ford bezeichnet diese Ländergruppe als “Euro 20.”) Das zweite Ergebnis ist für ganz Europa, einschließlich der Länder Osteuropas, die ehemaligen Sowjetrepubliken, Russland und die Türkei. (Ford nennt die zweite Gruppe “Euro 50.”)

Region Absatz Mai 2018
Veränderung im Vergleich zu Mai 2017 Marktanteil im Mai 2018 Veränderung im Vergleich zu Mai 2017
Euro 20 118.700 0,6 % 7,1 % flach
Euro 50 134.600 (1,6) % 7,1 % (0,2) Prozentpunkte

Datenquelle: Ford Motor Company, Werte auf Tausend gerundet.

Was für Ford in Europa funktioniert: Kleinwagen und Crossover

Hier sind die Ergebnisse für die fünf Bestseller von Ford in Europa im Mai.

Fahrzeug Absatz Mai 2018  Veränderung im Vergleich zu Mai 2017
Fiesta 22.300 (9) %
Focus 20.900 27 %
Kuga 13.300 13 %
Transit Custom 11.000 4 %
EcoSport 10.300 72 %

Datenquelle: Ford Motor Company, Werte auf Tausend gerundet.

Die Fiesta-Absatzzahlen sind etwas niedriger als vor einem Jahr. Das mag für ein brandneues Modell, das sehr gefragt war, überraschend erscheinen, aber Ford hat einen völlig neuen Focus, der in wenigen Monaten nach Europa kommt, und die Händler des Unternehmens räumen die Reste des Ausgangsmodells. Ich wette, dass mehr als ein paar Kunden, die letzten Monat in ein europäisches Ford-Autohaus gegangen sind, um im Mai einen neuen Fiesta zu kaufen, stattdessen ein gutes Geschäft mit einem etwas größeren Focus gemacht haben.

Fords kleinere Crossover-SUVs wurden auch gut im Mai verkauft, was ein gutes Zeichen für Fords Gewinne im zweiten Quartal sind. Der europäische EcoSport ist nicht ganz neu, aber er hat für 2018 eine gute Prognose erhalten, und der Umsatz ist gegenüber 2017 deutlich gestiegen. Auch der Kuga, die europäische Version des kompakten Escape, hatte einen starken Monat.

Ein weiteres positives Zeichen gibt es bei der Gewinnspanne: Die Nachfrage nach den besser ausgestatteten Fords ist gestiegen. Während die Europäer dazu neigen, kleinere Fahrzeuge als die Amerikaner zu bevorzugen, neigen sie auch dazu, sie mit tollen Innenausstattungen zu bestellen, die Ford mehr Gewinn bringen, als man bei einem Fiesta oder Focus erwarten würde. Ford sagte, dass die  “High-Series”-Fahrzeuge  69 % der Pkw-Verkäufe in der Euro 20 im vergangenen Monat ausgemacht haben, was 6,9 Prozentpunkte mehr im Vergleich zu Mai 2017 ist.

Was nicht funktioniert: Fords größere Fahrzeuge haben Probleme

Während der Fiesta, Focus und kleinere Crossover in Europa gut laufen, haben die größeren Modelle Probleme.

Fahrzeug Absätze im Mai 2018
Veränderung im Vergleich zu Mai 2017
Mondeo 4.100 (16) %
S-Max 1.600 (45) %
Edge 1.100 (27) %
Galaxy 900 (40) %

Datenquelle: Ford Motor Company. Werte auf Tausend gerundet.

  • Der Mondeo ist die europäische Version des mittelgroßen Fusion. In Europa wird er neben der bekannten Limousine auch in Wagen- und Schrägheckversionen angeboten.
  • Der S-Max ist ein großer Wagen, der auf dem Fusion basiert. (Du kennst wahrscheinlich den C-Max, einen großen Wagen, der auf dem Focus basiert. Der S-Max ist das gleiche, nur eine Nummer größer.)
  • Der Galaxy ist eng mit dem S-Max verwandt, aber er ist etwas größer, mit drei Sitzreihen im Vergleich zu zwei beim S-Max. Er ist im Wesentlichen ein Minivan, aber für Europa etwas verkleinert.

Warum sind die Umsätze all dieser Fahrzeuge rückläufig? Ein Teil der Antwort kann etwas mit ihrem Antriebsstrang zu tun haben: Alle werden sowohl mit Diesel- als auch mit Benzinmotoren angeboten; die Dieselmotoren sind in Europa nach dem Emissionsskandal von Volkswagen schwieriger zu verkaufen, und die Benzinmotoren verbrauchen mehr Kraftstoff pro Kilometer als die Dieselmotoren.

Ein anderer Teil der Antwort hat wahrscheinlich mit dem gleichen großen Trend zu tun, den wir in den USA und China gesehen haben: Mehr Käufer entscheiden sich für Crossover-SUVs. Der jüngste Erfolg des Kuga könnte zu Lasten des S-Max und des Mondeo gehen.

Das Ergebnis: Alles in allem sieht es ziemlich gut aus

Fords Ergebnis im ersten Quartal in Europa war durchwachsen, vor allem wegen des Fiesta. Die völlig neue Version des europäischen Bestsellers von Ford führte zu einer Verbesserung der Nettopreise, aber die Umsätze waren rückläufig, weil das Angebot zu knapp war.

Generell hat der Trend sich weg von den Dieselmotoren bewegt, die bei Ford in der Regel gute Gewinne versprechen, und auch ungünstige Wechselkursentwicklungen haben nicht geholfen. Das Ergebnis war ein Rückgang des Gewinns im ersten Quartal um 90 Mio. US-Dollar auf 119 Mio. US-Dollar.

Wir wissen immer noch nicht, wie sich das Dieselproblem auf Ford auswirken wird, und wir wissen nicht genau, wie sich die Wechselkurse im zweiten Quartal entwickeln werden. Aber bei den Dingen, die Ford kontrollieren kann, sieht es gut aus: Die Umsätze des neuen Fiesta sind weiterhin stark, und immer mehr Käufer entscheiden sich für teurere Innenausstattungen.

Unter der Annahme, dass sich diese Trends im Juni fortsetzen, hat Ford gute Chancen, den im zweiten Quartal des vergangenen Jahres in Europa erwirtschafteten Gewinn von 88 Mio. US-Dollar zu übertreffen.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Ford.

Dieser Artikel von John Rosevear erschien am 16.6.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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