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CEO von Intel tritt zurück: Was die Investoren wissen sollten

Foto: The Motley Fool.

Am 21. Juni gab der Chip-Riese Intel (WKN:855681) bekannt, dass Brian Krzanich, der im Mai 2013 zum Chief Executive Officer des Unternehmens ernannt wurde, mit sofortiger Wirkung zurückgetreten ist. Der Rücktritt erfolgte, laut Intel, nachdem das Unternehmen herausgefunden hatte, dass Krzanich eine „einvernehmliche Beziehung“ zu einer Mitarbeiterin hatte, die eine niedriger gestellte Kollegin war und damit gegen den Verhaltenskodex des Unternehmens für Führungskräfte verstoßen hatte.

Während das Unternehmen eine so genannte „gründliche Suche“ nach einem Nachfolger von Krzanich durchführt, wird der derzeitige CFO Bob Swan als Interims-CEO von Intel fungieren.

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„Bob war maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung von Intels Strategie beteiligt, und wir wissen, dass das Unternehmen weiterhin reibungslos funktionieren wird“, sagte der Vorsitzende Andy Bryant in der Pressemitteilung, in der er Krzanichs Weggang ankündigte.

Neben dieser Ankündigung gab Intel auch bekannt, dass die Ergebnisse des zweiten Quartals mit einem Umsatz von 16,9 Mrd. US-Dollar und einem Gewinn pro Aktie von 0,99 US-Dollar deutlich besser als erwartet ausgefallen waren. Intel hatte zuvor einen Umsatz von 16,3 Mrd. US-Dollar und einen Gewinn pro Aktie von 0,85 US-Dollar prognostiziert.

Hier ist der Grund, warum ich denke, dass der Rücktritt von Krzanich die beste Nachricht ist, die sich die Intel-Aktionäre wünschen konnten.

Eine Chance für einen viel besseren CEO

Es ist kein Geheimnis, dass ich nicht viel davon halte, was Krzanich bei Intel gemacht hat. Seit mehr als zwei Jahren fordere ich, dass er ersetzt wird. Unter ihm verflüchtigte sich Intels mehrjähriger Vorsprung in der Chipherstellung, und jetzt sieht es so aus, als ob Intel tatsächlich um ein bis zwei Jahre hinter der Konkurrenz zurückliegt.

Die Probleme in der Fertigung könnten zu einem dramatischen Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit von Intel auf breiter Front führen, was sowohl den Wachstumskurs des Unternehmens als auch seine Rendite gefährden könnte. Außerdem habe ich mich stark gegen die Nachrichtenpolitik von Krzanich bei Intels Chipherstellung ausgesprochen, die bestenfalls als schlecht informiert und im schlimmsten Fall geradezu irreführend empfunden wurde.

Obwohl die Probleme in der Fertigung allein schon nach einer neuen Führung zu schreien, durfte Krzanich noch mehr Missmanagement vornehmen.

Krzanich verantwortete auch den teuren Vorstoß des Unternehmens in den Smartphone- und Tablet-Prozessormarkt, was zu Milliardenverlusten  führte, bevor das Unternehmen beschloss, dem Trauerspiel ein Ende zu setzen. Nachdem Intels Bemühungen um die Entwicklung organischer mobiler Chips beendet wurden, investierte Intel in den mobilen Chip-Hersteller Spreadtrum, um zu versuchen, einen Anteil am Markt für mobile Prozessoren zu erhalten, aber das hat letztlich nicht viel gebracht.

Obwohl Krzanich einige vernünftige Schritte unternommen hat, wie die Bemühungen auf dem nichtflüchtigen Speichermarkt und das aggressivere Eindringen in den Internet-of-Things-Markt, sind diese Bereiche effektiv Nebenschauplätze im Vergleich zu den Kerngeschäften im Bereich von PC- und Rechenzentrumsprozessoren. Es sind diese Geschäfte, die dank Intels Fertigungsproblemen jetzt in Gefahr sind.

Letztendlich war Krzanich ein schlechter CEO –  vielleicht der schlechteste, den Intel je hatte – und ich denke, Intel wird davon profitieren, einen neuen, vermutlich fähigeren CEO an der Spitze zu haben.

Was ein neuer CEO tun kann

Eines der schönen Dinge daran, dass Intel einen neuen CEO bekommt, unabhängig davon, ob es sich um eine interne Beförderung oder eine externe Lösung handelt, ist, dass praktisch alle Probleme von Intel auf den vorherigen CEO zurückzuführen sind. Dies sollte Intels neuem CEO die Flexibilität geben, signifikante Veränderungen vorzunehmen, zu denen Krzanich vielleicht nicht bereit war (damit es nicht so aussieht, als würde er zugeben, daneben gelegen zu haben).

Ich glaube nicht, dass es schwer sein wird, eine Führungskraft zu finden, die die umfangreichen finanziellen, technischen und personellen Ressourcen von Intel besser nutzen kann als Krzanich.

Leider wird ein CEO-Wechsel nicht zu Veränderungen bei Intels Produkten oder kurzfristigen Aussichten führen, da die Entwicklung neuer Chip-Produkte Jahre in Anspruch nimmt. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Intel aus diesem Jammertal stärker und wettbewerbsfähiger hervorgehen könnte.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. 

Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und am 22.06.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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