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Virgin Galactic könnte irgendwann auch Weltraumflüge anbieten

Foto: The Motley Fool.

Es ist fast vier Jahre her, seit Virgin Galactic – kurz vor der Einführung des Weltraumtourismus – einen fatalen Rückschlag erlitt. Eine experimentelle SpaceShipTwo (SS2)-Passagierrakete stürzte nur zwei Minuten nach dem Abheben vom Mutterschiff WhiteKnightTwo (WK2) ab und kostete einen der beiden Piloten der SS2 das Leben.

Dieser Absturz kostete Northrop Grumman (WKN:851915), das die SS2 für Virgin Galactic gebaut hatte, seine Beziehung zum Weltraum-Tourismusunternehmen.

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Innerhalb von weniger als zwei Jahren war Virgin Galactic jedoch wieder einsatzbereit. Man enthüllte eine neue, verbesserte Passagierrakete namens Virgin Spaceship Unity (VSS Unity), gebaut von The Spaceship Company, einem weiteren Virgin-Unternehmen. Virgin Galactic versprach einen methodischen, schrittweisen Ansatz zur Rückkehr beider Raketen in den Weltraum, mit „vielen, vielen Tests“ vor der Wiederaufnahme der Raumflüge.

Zwei weitere Jahre später hat dieser Test Früchte getragen – und Virgin Galactic ist wieder in der Luft..

Ab in den Weltraum

Im April führte Virgin Galactic den ersten Flugtest der VSS Unity durch. Als Virgin ein Mutterschiff namens Eve aus dem Mojave Air and Space Port auf eine Höhe von 46.500 Fuß flog, setzte sie die VSS Unity für einen 30-Sekunden langen motorisierten Flug ein, der Mach 1,87 erreichte. Das Gerät erreichte eine Höhe von 84.271 Fuß, bevor es zur Erde zurück kehrte.

Weniger als zwei Monate später nahm Eve die Unity ein zweites Mal mit nach oben – einen 31-Sekunden-Flug, der Mach 1,9 und eine Höhe von 114.501 Fuß erreichte, bevor er zu einer weiteren erfolgreichen Landung ansetzte.

Was kommt als nächstes?

Allen Anzeichen zufolge, ist Virgin Galactic’s Weltraumtourismusprogramm nun wieder auf Kurs. In Interviews nach den erfolgreichen Testflügen hat Sir Richard Branson, Virgin CEO, sein Versprechen bekräftigt, zahlende Passagiere (zu je US-Dollar 250.000) in naher Zukunft an den Rand des Weltraums zu schicken.

„Wir sind jetzt nur noch Monate davon entfernt, dass Virgin Galactic Menschen in den Weltraum schickt und Virgin Orbit Satelliten um die Erde platziert“, sagte Branson in einem Interview mit CNBC. Als weiteren Beweis dafür, dass das Unternehmen glaubt, endlich die Fehlerquellen eliminiert zu haben, sagt Virgin Galactic, dass es zwei weitere Raumschiffe des gleichen Modells baut, um die mehr als 700 Passagiere besser unterzubringen, die bereits Anzahlungen auf ihre Tickets geleistet haben.

Aber zuerst will Branson immer noch „zwei oder drei“ weitere Testflüge durchführen mit bis zu 63 Sekunden, um schließlich die Unity auf eine suborbitale Höhe von 264.000 Fuß zu bringen. Das sollte ausreichen, um 50 Meilen über der Erdoberfläche zu erreichen, oder in der Nähe der allgemein akzeptierten Definition, wo der“ freie Weltraum“ “ beginnt – 62 Meilen hoch.

Was es für die Investoren bedeutet

Sobald Virgin Galactic dort ankommt, wird es offiziell einen neuen Industriesektor begründen: den Weltraum-Tourismus.  Das hast aktuell noch wenig Bedeutung für die Investoren, wirst du denken, weil Virgin Galactic ein privates Unternehmen ist und weil der Weltraum-Tourismus als Branche derzeit nicht existiert. Noch gibt es keine Konkurrenten, auf die man setzen könnte. (Nun ja, technisch gesehen gibt es Blue Origin, mit dem man konkurrieren kann – aber es wird auch nicht öffentlich gehandelt).

Das bedeutet aber nicht, dass der Erfolg von Virgin Galactic keine Auswirkungen auf die Investoren hat. Scroll doch mal ein paar Absätze zurück: „Virgin Galactic schickt Menschen ins All und Virgin Orbit platziert Satelliten rund um die Erde“.

Das ist wichtig, denn das gleiche technische Know-how, das Virgin Galactic gewinnt, wenn es darum geht, Touristen an den Rand des Weltraums zu schicken, gilt für ein neues Unternehmen namens Virgin Orbit, das plant, Satelliten für die NASA, für OneWeb und für das US-Militär ins All zu bringen.

Dies sind etablierte Märkte mit etablierten Konkurrenten wie Boeing, Lockheed Martin und vor allem Northrop Grumman – neuer Eigentümer von Orbital ATK, das über ein eigenes Raketengeschäft verfügt. Aber je mehr sich Virgin Galactic dem Weltraum nähert, desto größer ist die Bedrohung, die Virgin Orbit für die Geschäftsmodelle der bisherigen Raumfahrt-Anbieter darstellt.

Selbst wenn keiner dieser drei großen Anbieter beabsichtigt, ein eigenes Weltraum-Tourismusunternehmen aufzubauen, wenn du Anteile daran besitzt, musst du Virgin Galactic im Auge behalten.

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Dieser Artikel wurde von Rich Smitch auf Englisch verfasst und am 17.06.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

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