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Nur noch eine Frage der Zeit: Wirecard überflügelt die Deutsche Bank

Foto: Wirecard AG

Der unaufhaltsame Aufstieg von Wirecard (WKN:747206) scheint keine Grenzen zu kennen. Die Commerzbank (WKN:CBK100) hat der Finanzdienstleister schon längst hinter sich gelassen und jetzt kommt die Deutsche Bank (WKN:514000) ins Visier. Der Chartvergleich ist schockierend. Ob es so weitergehen kann, bleibt die große Frage.

Krasse Unterschiede

Ein Bild sagt oft mehr als 1000 Worte. Schau dir diese beiden Charts an, welche die Entwicklung der Aktienkurse von Wirecard und der Deutschen Bank seit 2007 zeigen:

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Kurscharts zu den Aktien von Wirecard und der Deutschen Bank, mittlere Monatswerte, Stand 14.06.2018, erstellt vom Autor

Während der akuten Finanzkrise ging es zunächst bei beiden bergab. Aber seither tendiert die eine weiter stur nach unten, während die andere einen Rekord nach dem anderen bricht. Heute ist Wirecard stolze 18 Mrd. Euro wert, während die Deutsche Bank, vor allem dank der massiven Eigenkapitalerhöhungen der letzten Jahre, mit 20 Mrd. Euro noch knapp die Nase vorn hat.

Hält der Trend an, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Herausforderer an dem alteingesessenen Institut vorbeiziehen wird. Es könnte locker noch in diesem Jahr passieren.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Wirecard ist seit einiger Zeit mit eigener Banklizenz unterwegs und konkurriert so auf kleinem Niveau direkt mit der Deutschen Bank. Der Schwerpunkt liegt allerdings klar auf dem elektronischen Zahlungsverkehr samt automatisierter Prozesse für Händler, Dienstleister und Banken. Es ist somit ein digitales Unternehmen, das aufbauend auf den Kernkompetenzen ständig neue Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln und erfolgreich am Markt platzieren kann.

Während Wirecard vom Trend zum bargeldlosen Bezahlen, von der Globalisierung und dem E-Commerce profitiert, spürt die Deutsche Bank im aktuellen Umfeld starken Gegenwind. Innovative FinTechs, übermächtige amerikanische und chinesische Institute sowie wendige Direktbanken machen ihr von allen Seiten her zu schaffen. Hinzu kam eine Reihe von hausgemachten Problemen, die bis heute auf der Profitabilität lasten.

Wie es jetzt weitergehen könnte

Trotzdem haben die Verantwortlichen nicht geschlafen und bereits vor einiger Zeit breit angelegte Initiativen gestartet, um das eher konservative Bankhaus in die digitale Zeit zu führen. Gleichzeitig wurde ein großer Teil der Brandherde gelöscht und die Verbesserung der Kostenposition aktiv angegangen. Die anhaltend gute Konjunktur sorgt für geringe Kreditausfallraten und eine rege Investitionstätigkeit. Auch die Zinserhöhungen internationaler Zentralbanken sollten den Geschäftserfolg stützen.

Wenn man sieht, dass aktuell weit über 60 Mrd. Euro Eigenkapital gerade mal ein knappes Drittel davon an Börsenwert gegenüberstehen, dann kann es eigentlich kaum noch weiter bergab gehen. Immerhin wird ja auch für das aktuelle und die zukünftigen Jahre mit steigenden Gewinnen gerechnet.

Bei Wirecard sieht die Lage ganz anders aus, wenn man auf die Substanz schaut. Dort stehen nicht einmal 2 Mrd. Euro Eigenkapital in den Büchern, was weniger als 3 % des Werts der Deutschen Bank ausmacht. Klar ist dann auch, dass so die Dividendenrendite kaum über Sparbuchniveau herauskommen kann.

Entscheidend ist bei solch einem Wachstumswert aber die Gewinndynamik. Die Anleger sind offenbar davon überzeugt, dass diese noch viele Jahre anhalten kann. Um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen, sollte letztlich das Nettoergebnis aus meiner Sicht innerhalb der kommenden 10 Jahre in Richtung 2 Mrd. Euro laufen. Zum Vergleich: 2017 waren es 260 Mio. Euro bei 1,5 Mrd. Euro Umsatz.

Auch wenn ich vom Unternehmen selbst viel mehr überzeugt bin als von der Deutschen Bank, erscheint mir diese Erwartung schon außerordentlich optimistisch. Ich denke, dass die Chancen gut stehen, dass du über die kommenden Monate die Gelegenheit bekommst, um einiges günstiger einzusteigen. Welche Aktie sich auf mittlere bis lange Sicht besser entwickeln wird, ist daher noch nicht entschieden.

Die Deutschbänker auf der anderen Seite müssen eigentlich nur mal zur Abwechslung einigermaßen gute Nachrichten liefern, damit die Aktie die große Trendwende einleiten kann. Da könnte schon bald etwas gehen.

Gehörst du allerdings zu den Pessimisten, welche verfestigte strukturelle Probleme sehen, die eine nachhaltige Rückkehr in die Gewinnzone unmöglich machen, dann bist du bei der erfolgsverwöhnten Wirecard vielleicht besser aufgehoben.

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Ralf Anders besitzt Wertpapiere auf die Deutsche Bank. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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