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Wohneigentum vs. A-Aktie von Berkshire Hathaway: Die bessere Anlagestrategie

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Es ist eigentlich ziemlich witzig. Gegenwärtig (15.06.2018) notiert die A-Aktie von Berkshire Hathaway (WKN: 854075) bei rund 250.000 Euro. Das dürfte wohl in etwa der Preis sein, den man in so mancher, nicht unbedingt urbaner Region auch für Wohneigentum berappen kann.

Doch was ist die bessere Anlagestrategie? Die eigenen vier Wände? Oder Warren Buffetts berühmte Beteiligungsgesellschaft? Stellen wir dazu ein paar Überlegungen an.

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Die Anschaffungskosten

Fangen wir am besten ganz pragmatisch am Beginn der Investition an: bei den Anschaffungskosten. Beim Wohneigentum ist schon das ein wenig komplizierter. Grunderwerbssteuern und sonstige Anschaffungsnebenkosten fallen hier zunächst ins Gewicht. In der Regel sagt man, dass man mindestens mit 10 % des Kaufwertes rechnen sollte. Der Immobilienerwerb ist dadurch zunächst eine relativ teure Angelegenheit.

Was den Kauf von Berkshire Hathaway-Anteilen angeht, verhält es sich natürlich wie mit jeder anderen x-beliebigen Aktie. Bei einem Direktbroker sind die Gebühren vor allem bei einem derart hohen Kaufpreis eher überschaubar und fallen mit Bruchteilen von einem Prozent ins Gewicht. Dieser Punkt geht daher tendenziell an die Berkshire-Variante.

Die Renditeaussichten

Machen wir nun mit dem weiter, was Anleger aus Renditesicht erwarten können. Klar, dieser Blickwinkel mag bei beiden Varianten wohl in Zukunft etwas schwanken. Und nicht jede Immobilie in jeder Lage wird auf eine durchschnittliche Rendite kommen können. Doch sind die Durchschnittswerte beider Anlageformen im historischen Vergleich nun mal das Beste, was wir hier anwenden können.

Berkshire Hathaway kam in den letzten Jahrzehnten auf eine durchschnittliche Rendite von in etwa 20 % p. a. Auch wenn Buffetts Beteiligungskonglomerat aufgrund seiner inzwischen erlangten Größe etwas schwerfälliger werden könnte, erscheinen ähnliche Renditen jedoch nach wie vor im Bereich des Möglichen.

Bei Immobilien ist die Sache ein wenig verzwickter. Je nach Betrachtungswinkel habe ich Werte zwischen 4 % (vor allem bei selbstgenutzten Immobilien) und 7,8 % als Durchschnittswerte gefunden. Die Tendenz ist jedoch klar. Auch diesen Aspekt kann Berkshire Hathaway im historischen Vergleich für sich beanspruchen.

Das Klumpenrisiko

Weiter geht es mit dem Klumpenrisiko. Formal gesehen wäre dieses Kriterium eine glatte Punkteteilung. Eine Aktie steht einer Immobilie gegenüber. Doch so einfach ist das auch hier leider nicht.

Immobilienbesitzer besitzen nämlich wirklich nur ihre eigenen vier Wände. Ändert sich im Laufe der Jahre hier etwas an der Lage, am Zustand des Gebäudes oder am sozialen Wohnumfeld, geht das direkt zu Lasten des Immobilienwertes. Dumm gelaufen in solchen Fällen.

Bei Berkshire Hathaway ist die Sache jedoch etwas diversifizierter, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Jede Berkshire-Aktie spiegelt nämlich den Wert vieler einzelner Beteiligungen wider, wodurch das Risiko, trotz der Einzelaktie, deutlich minimierter ist.

Man mag vielleicht anführen, dass ein großes Risiko speziell von Berkshire Hathaway das hohe Alter von Warren Buffett und Charlie Munger ist. Gut gekontert, Champ! Nichtsdestoweniger ändert auch das nichts an der Tatsache, dass jede einzelne Aktie eine Vielzahl unterschiedlicher, von Buffett handverlesener Aktien auf sich vereint. In meinen Augen ist Berkshire Hathaway daher noch immer im Vorteil.

Notwendige Reinvestitionen

Kommen wir zuletzt noch zu einem Punkt, der bei Immobilien vor allem bei einem längeren Investitionsansatz zum Tragen kommen dürfte. Im Laufe der Zeit wird jedes Gebäude benutzt. Das dürfte über kurz oder lang natürlich Spuren hinterlassen, die Reinvestitionen zum Erhalt des Wertes erfordern werden.

Sofern man jedoch in Berkshire Hathaway investieren würde, wäre das nicht erforderlich. Ganz im Gegenteil, hier wird aufgrund der bei Berkshire Hathaway eintrudelnden Dividenden sogar konsequent in deinem Sinne weiterinvestiert, ohne dass man als Anleger auch nur einen weiteren Euro locker machen muss. Und unterm Strich wird die eine Aktie immer eine Aktie bleiben, auch ohne, dass weitere Mittel in diese hineinfließen müssen.

Foolisher Schlussstrich

Letztlich spricht daher in meinen Augen sehr viel dafür, sein Geld anstatt in Wohneigentum, lieber in Aktien zu investieren. Ob es dabei Berkshire Hathaway sein muss, ist natürlich jedem Anleger selbst überlassen. Das Ganze passte lediglich aufgrund der ähnlichen Beträge sehr gut, jedoch kann man die beispielhaften 250.000 Euro auch anderweitig in ein breites Aktienportfolio investieren.

Es bleibt jedoch natürlich insgesamt deine Entscheidung, wofür du dein Geld ausgeben möchtest. Falls du aber in ein paar Jahren merkst, dass deine Immobilienvariante nicht ganz so gut funktioniert, sag nicht, dich hätte niemand darauf hingewiesen.

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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