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Setzt du bei der Geldanlage die richtigen Prioritäten?

Foto: Peter Roegner

Ich freue mich, dass du auf den Link zu diesem Artikel geklickt hast. Denn das zeigt mir, dass du Interesse an Geldanlagen und dem Aktienmarkt hast. Ob du blutiger Anfänger bist oder schon ein alter Hase – du benötigst auf jeden Fall eine Vorstellung davon, wie deine Anlagen aufgebaut sein sollten, welche Ziele du erreichen willst und was dir beim täglichen Umgang mit deinem Depot und den Aktien, die du besitzt, wichtig ist.

Und diese Ansichten sind bei jedem Investor anders. Ich selbst halte es nicht für sinnvoll, viel Zeit mit Dingen zu verbringen, auf die ich keinen Einfluss habe. Dementsprechend spielen sie auch kaum eine Rolle für meine Anlageentscheidungen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Politik: Es gibt ja ohnehin das geflügelte Wort, dass politische Börsen kurze Beine haben. Aus eigener Erfahrung kann ich das nur bestätigen (Brexit-Votum, Trump). Auch die vor Wahlen gerne angestellten Vermutungen darüber, welche Branchen von welchem Wahlausgang profitieren werden, interessieren mich überhaupt nicht. Zu oft schon lagen die „Experten“ damit völlig daneben.
  • Währungen: Ja, natürlich haben Währungen Einfluss auf Aktienkurse und auf die Ergebnisse international tätiger Unternehmen. Aber es ist so schwierig, die Entwicklung von Pfund, Dollar und Co. vorherzusagen. Also versuche ich es gar nicht erst – zumal sich die Kurse immer wieder zurückbewegen und es auf lange Sicht fast immer ein Nullsummenspiel ist.

Ähnlich verhält es sich mit Rohstoffpreisen, Aktionen der Zentralbank, Gesetzesvorhaben und vielem mehr. Darum solltest du dich auf diejenigen Dinge konzentrieren, die du selbst in der Hand hast:

  • Strategie/Portfolio: Investierst du lieber in günstige Value-Aktien oder in aussichtsreiche Wachstumswerte? Dürfen es eher Dividendentitel sein oder eine Mischung aus allem? Ein konzentriertes Depot oder eines mit vielen verschiedenen Aktien? Wichtig ist, dass du dich damit wohlfühlst und diese Strategie nicht alle 14 Tage über den Haufen wirfst. Anpassungen im Laufe der Jahre sind ganz natürlich, aber ständiges Hin und Her bringt nur deiner Bank und dem Finanzminister etwas.
  • Aktienauswahl: Wir Fools sind der Meinung, dass ein diversifiziertes Depot aus wenigstens 15 bis 20 unterschiedlichen Aktien ideal ist. Wesentlich ist auch ein langfristiger Horizont beim Anlegen. Wenn du dir dann noch gute Unternehmen mit starken Marktpositionen, aktionärsfreundlichem Management und fairen Bewertungen aussuchst, hast du gute Chancen, den Markt zu schlagen – egal, was der Goldpreis macht.
  • Emotionen/Reaktionen: Wie reagierst du auf schlechte Nachrichten hinsichtlich deiner Aktien? Neigst du dazu, bei einer negativen Schlagzeile sofort panisch den Verkaufsbutton zu drücken? Besser ist es, zunächst einmal durchzuatmen, ruhig zu bleiben, dann die ganze Nachricht zu lesen und sie anschließend richtig einzuordnen. Bedenke, dass es bei der Schlagzeile darum geht, Klicks zu generieren. Also muss sie möglichst reißerisch sein, auch wenn die eigentliche Meldung gar nicht so spannend ist. Dabei kann dir auch eine Regel helfen, die sich der bekannte Value-Investor Monish Pabrai selbst gegeben hat: Er erteilt Aufträge an seinen Broker grundsätzlich nur außerhalb der Handelszeiten – dann gibt es keine Marktschwankungen und er hat ausreichend Zeit zum Überlegen.
  • Sparverhalten: Für den Aufbau eines kleinen (oder gerne auch größeren) Vermögens ist das richtige Sparverhalten maßgeblich. Das fängt damit an, weniger auszugeben, als du einnimmst. Denn nur so kannst du jeden Monat etwas in dein Depot investieren. Ich mache es beispielsweise so, dass ich einen Dauerauftrag eingerichtet habe, der parallel zur Gehaltszahlung 10 % meines Bruttogehalts an meinen Broker überweist, sodass ich dieses Geld gar nicht erst „bekomme“. Natürlich kann es immer mal extreme Situationen geben, wo das nicht möglich ist. Aber für mich sind diese regelmäßigen Sparraten für den langfristigen Erfolg wichtiger als die nächste Zinserhöhung der EZB oder eine prozentgenaue Aufteilung des Depots in bestimmte Kategorien.

Du siehst also: Es sind die vermeintlich einfachen Dinge, die den Erfolg ausmachen. Die Dinge, die nicht in der Zeitung stehen, sondern die sich in deinem Kopf abspielen. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass sich auf lange Sicht nicht diejenigen durchsetzen, die eine akademisch hochwertige, ultrakomplizierte Anlagestrategie entwickeln, sondern diejenigen, die einfach weniger Fehler machen. Wer könnte das besser formulieren als Charlie Munger, der Partner von Warren Buffett bei Berkshire Hathaway:

Es ist erstaunlich, welche Vorteile Menschen wie wir langfristig haben, indem sie konsequent versuchen, nicht dumm zu sein, anstatt zu versuchen, sehr intelligent zu sein.

Einige dieser Dinge musst du dir selbst aneignen, etwa indem du Bücher liest oder auf unserer Seite www.fool.de unterwegs bist. Auch die Sache mit der Disziplin beim Sparen oder den Emotionen muss von dir selbst kommen.

Was aber die Aktienauswahl angeht – da kann ich dir helfen. Bei Motley Fool in Deutschland leite ich den Dienst US Nebenwerte Perlen – kleine Aktien, große Chancen. Wie es der Name schon sagt, stelle ich dort jeden Monat zwei Small Caps aus den USA vor, von denen ich erwarte, dass sie auf lange Sicht den Markt schlagen werden.

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Peter besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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