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Lufthansas neue Farbeitelkeit kostet Dutzende Millionen

Foto: Marlon Bonazzi

Die Lufthansa (WKN:823212) will sich aktuell als mächtiger, premiumorientierter Gegenspieler zu den Billigairlines entwickeln. Diese Strategie hat Chancen, ist aber auch teuer.

Die neue Farbeitelkeit ist ein Beispiel, bei dem man sich fragen kann, wie gut die dafür notwendigen Millionen wirklich investiert sind. Werfen wir einmal einen anlegerorientierten Blick auf das neue Design.

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Die Farbe Gelb wird über Bord geschmissen

Die Lufthansa hat sich nun endgültig entschieden, nicht mit den Wettbewerbern in erster Linie über den Preis zu konkurrieren. Man sieht sich nun als Anbieter von Flügen, die immer gewissen Mindeststandards genügen sollen. Mittlerweile kann man sogar als einzige europäische Airline das hochbegehrte fünf Sterne-Rating von Skytrax vorweisen.

Damit man den Qualitätsanspruch auch nach außen trägt, wurde kürzlich das komplette Lufthansa-Design überarbeitet. Der identitätsstiftende Kranich bleibt selbstverständlich, aber von der Farbe Gelb trennt man sich quasi komplett, denn „Gelb und Blau in gleichen Anteilen eingesetzt wirken zu laut und sind nicht Premium.“ Man setzt in Zukunft nur noch auf ein tiefes Blau.

Das heißt, dass alle Lufthansa-Flugzeuge neu lackiert werden müssen, was eine Menge Geld kostet. Die erste Verwandlung sah dann so aus:

Fotos: The Motley Fool, Marlon Bonazzi

Das Blau ist nicht Blau genug

Tatsächlich sieht man im Vergleich sehr gut, was die Lufthansa nun auch selbst bemerkt hat. An einem wolkenverhangenen Tag am Tokioter Flughafen Haneda wirkt das neue Blau auf der Boeing 747 sehr dunkel, wenn nicht sogar schwarz.

Da hat man jetzt nachgebessert und wird nun ein helleres Blau verwenden. Das ist aus Design-Perspektive sinnvoll, kostet aber sehr viel Geld.

So viel dürfte der Spaß kosten

Die Lufthansa selbst wollte nicht verraten, was das neue Farbdesign kosten wird, weshalb man nur sehr grobe Annäherungswerte berechnen kann. Vor ein paar Jahren hat das Wall Street Journal einmal Preise für die Neulackierung bei amerikanischen Airlines genannt. Dort hieß es, dass die Lackierung einer Boing 777 zwischen 100.000 und 200.000 US-Dollar kostet, bei einem Airbus A320 werden 50.000 US-Dollar oder mehr fällig.

Nehmen wir das als grobe Richtwerte, kann man bei der Lackierung einer großen Maschine zu Rechenzwecken 125.000 Euro und bei einer kleinen Maschine 40.000 Euro annehmen. Ich habe bei Lufthansas Flotte 111 große Maschinen gezählt (A380 bis A330-300) und 233 kleinere Maschinen (A321-100/200 bis Embraer CR900). Für die Lackierung würden dementsprechend circa 13,9 und 9,3 Mio. Euro fällig werden, in der Summe ungefähr 23 Mio. Euro.

Das ist natürlich ohnehin nur ein sehr grober Annäherungswert, und aus verschiedenen Gründen dürften die Gesamtkosten viel, viel höher liegen. Zum einen müssen viele der Flugzeuge, die zunächst mit dem zu dunklen Blau lackiert wurden, umlackiert werden. Dazu kommen sicherlich noch hohe Kosten in der Vorbereitung des Designwechsels sowie natürlich die Kosten, die bei der Anpassung von Uniformen, Flyern, der Internetseite, Schildern, Paneelen usw. entstehen

Der Vergleich mit der Dividende ist interessant

In der Summe dürfte die neue Farbeitelkeit der Lufthansa ein paar Dutzend Millionen Euro verschlingen. Das klingt bei einem letztjährigen Jahresumsatz in Höhe von 35,6 Mrd. Euro eigentlich nicht nach viel. Ein Vergleich der Dividende mit den Kosten für das neue Design zeigt aber ein bisschen anschaulicher, was man mit dem Geld sonst noch hätte machen können.

Aus dem Gewinn des letzten Jahres wurden 377 Mio. Euro an Aktionäre ausgeschüttet. Hätte man die Kosten für das neue Farbdesign alternativ für die nächstjährige Dividende beiseitegelegt, könnte das allein das Ausschüttungsvolumen deutlich steigern.

Das heißt aber nicht unbedingt, dass Lufthansa das Geld nicht hätte investieren sollen, denn eine gute Positionierung der Marke ist wichtig und langfristig wertvoll. Worüber man sich aber als Anleger bewusst sein sollte, ist, dass solche Entscheidungen immer mit Kosten verbunden sind, und dass es ganz schön ins Geld geht, wenn man sich bei der Lackierung einer der größten Flotten der Luftfahrtbranche noch einmal umentscheidet.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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