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BMW, Daimler, VW: Neues aus der Premium-Absatzwelt

Im Dunstkreis des aktuellen Daimler-Diesel-Skandals kann so etwas beinahe Nebensächliches wie aktuelle Absatzzahlen auch mal in den thematischen Hintergrund rücken. Und dennoch haben die drei großen Autobauer BMW (WKN: 519000), Daimler (WKN: 710000) und VW (WKN: 766403) vor Kurzem ihre Absatzzahlen für den Monat Mai präsentiert.

In diesem Sinne wollen wir nun einmal betrachten, wie sich unsere heimischen drei Autobauer in den ersten fünf Monaten dieses Jahres so präsentiert haben:

Absatzzahlen im Überblick

Spitzenreiter im Premiumsegment bleibt nach wie vor Daimler. Allein im Mai konnten bei der Marke Mercedes-Benz 198.000 Autos abgesetzt werden, was einem Zuwachs von 2,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Auf Jahressicht konnten hier somit 985.000 Fahrzeuge veräußert werden, was einer Steigerung von 5,4 % entspricht.

Verfolger Nummer eins, wenn auch mit etwas größerem Abstand, bleibt die Marke BMW. Die Münchener haben im Mai mit 173.940 verkauften Einheiten rund 1,8 % weniger als im Vorjahr abgesetzt. Auf Jahressicht steht jedoch nach wie vor ein Plus von 1,6 % auf 859.000 an den Mann oder die Frau gebrachten Fahrzeugen in den Büchern.

Die Premiummarke Audi, ein Tochterunternehmen von VW, wird auch weiterhin als Verfolger Nummer zwei geführt. Audi konnte jedoch relativ gesehen mit 6,4 % den verhältnismäßig größten Zuwachs erreichen und kommt inzwischen auf 785.000 abgesetzte Automobile in diesem Jahr.

Soweit so gut mit den Zahlen.

Hat BMW noch Chancen sein Ziel zu erreichen?

Neben dem Offensichtlichen, dass Daimler nach wie vor den Premium-Absatz dominiert, zeigen die aktuellen Zahlen ziemlich deutlich, dass BMW bei einem seiner strategischen Ziele vor Problemen stehen könnte. Bis 2020 wollten die Münchener der Konkurrenz aus Stuttgart aus Absatzsicht eigentlich wieder enteilen. Die Zahlen versehen dieses Vorhaben jedoch mit einem großen Fragezeichen.

Zumindest bisher. Fragt sich natürlich noch, wie sich der Abgasskandal aus Imagesicht im Hause Daimler niederschlagen wird. Womöglich wird BMW von dieser Entwicklung letztlich etwas profitieren.

Doch selbst wenn das einträfe und BMW dadurch bis 2020 wieder an Daimler vorbeiziehen könnte, bliebe immer noch etwas Geschmäckle übrig. Denn letztlich wäre dieser Triumph kein Sieg von BMW, sondern lediglich ein für die Münchener vorteilhafter Nebeneffekt der Schwäche Daimlers.

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Vincent besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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