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Elon Musk und Tesla gewinnen, aber werden E-Autos Arbeitsplätze vernichten?

Foto: The Motley Fool

Elon Musk wurde als Vorsitzender von Tesla bestätigt. Er schien überrascht – oder zumindest erleichtert – als die Ergebnisse bei Teslas Jahresversammlung bekannt wurden.

Aber war sonst noch jemand überrascht?

Die Abstimmung erfolgte auf Vorschlag eines Aktionärs namens Jing Zhao, der 12 Aktien von Tesla besaß. Vielleicht klingt das albern, aber ich denke, es ist eine gute Erinnerung daran, dass wir als Aktionäre wirklich Eigentümer eines Unternehmens sind und ein Mitspracherecht haben.

Und hey, Jings Argument gegen Musk als CEO und Chairman hatte einige gute Gründe.

Trotzdem…. dass die Tesla-Fans Musk als Vorsitzenden behalten würden, war wie eine Wette, dass die Sonne morgen aufgeht. Sicher, in einem Universum, das wir immer noch nicht ganz verstehen, vielleicht auch nicht. Aber das ist eine sehr kleine Chance. Und so bleibt Musk Vorsitzender.

Es gibt einen Grund, warum die Aktionäre Musk so sehr mögen.

In einer hochdigitalen Ära hat er sich den Herausforderungen der physischen Welt gestellt, mit denen sich die meisten Unternehmer nicht herumschlagen würden. Und die Milliarden von Verlusten bei Tesla zeugen davon, wie schwer diese Herausforderung ist. Aber selbst wenn Tesla nicht alle seine Versprechen gehalten hat – und schon gar nicht das Timing seiner Versprechen – weiß Musk, was er sagen muss, um die Investoren zu begeistern. Und das ist entscheidend für ein Unternehmen, das regelmäßig Aktienemissionen zur Finanzierung einsetzt.

Musk enttäuschte aber während der Jahrestagung des Unternehmens nicht und das war sehr aufschlussreich:

  • Das Model 3 ist derzeit die meistverkaufte Premium-Mittelklasse-Limousine in den USA.
  • Das Unternehmen ist auf dem besten Weg, 10.000 Supercharger weltweit im Einsatz zu haben.
  • Im nächsten Quartal erwartet er, dass die Gigafactory mehr Batterien produzieren wird als alle anderen Batteriewerke der Erde zusammen.
  • Tesla arbeitet mit Versicherungsgesellschaften zusammen, um die Kosten für die Versicherung des Model 3 zu senken.
  • Man bietet Tesla-Besitzern, die sich noch nicht vollständig für den Autopiloten entschieden haben, kostenlose Testfahrten an.

Und das ist nur eine Kostprobe. Musk verdoppelte (verdreifachte?) auch die Bemühungen für das Erreichen der Produktionsziele des Model 3.

Das gibt den Tesla-Aktionären viel, worüber sie sich freuen können. Und das hat viel mit dem steigenden Aktienkurs von Tesla zu tun, der seit den Tiefstständen Ende Mai um 16 % gestiegen ist.

Gut für Tesla. Aber was ist mit all den verlorenen Arbeitsplätzen?

Verwirrt? Was hat Teslas Optimismus damit zu tun?

Nun, wenn wir davon ausgehen, dass Elektroautos die Straßen übernehmen, stellt sich die Frage, was das im Großen und Ganzen bedeutet. Und wenn wir einer aktuellen Schlagzeile aus Die Zeit („Umstieg auf E-Autos könnte zahlreiche Arbeitsplätze kosten“) glauben, könnte eine mögliche Antwort lauten: Arbeitsplatzverluste.

Wie der Artikel anmerkt:

Nach der Untersuchung d  Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) kann bis 2030 jeder dritte Arbeitsplatz in der Antriebstechnik wegfallen. Für die Herstellung eines Elektroantriebs sind deutlich weniger Beschäftigte nötig als für die Produktion eines Verbrennungs- oder Hybridmotors.

Was uns sofort an mindestens zwei Dinge erinnert:

  1. Arbeitsplatzverluste könnten zu einer allgemein schwächeren Konjunktur führen. Dies könnte ein Risiko für die Anleger im Allgemeinen darstellen.
  2. Unternehmen, die Arbeitsplätze abbauen, sind Unternehmen, denen es nicht gut geht. Dies könnte ein Risiko für Investoren sein, die direkt in diese betroffenen Unternehmen investieren.

Jeder, der Bilanz Ziehen seit einiger Zeit verfolgt, weiß, dass ich mich als Optimist betrachte. Auch wenn ich diese Bedenken nicht außer Acht lassen will, denke ich, dass es wichtige Vorbehalte gibt, die wir berücksichtigen sollten.

Im ersten Fall – dem Risiko von Arbeitsplatzverlusten für die Wirtschaft – ist dies oft ein Effekt des technologischen Fortschritts. Das macht es für Gesellschaften und Regierungen wichtig, klug zu handeln. Damit meine ich reaktionäre Schritte vermeiden, um den technologischen Fortschritt nicht zu bremsen, und stattdessen den Wandel annehmen und den Arbeitnehmern helfen, die ihre Stellen verlieren.

Längerfristig schaffen neue Technologien Arbeitsplätze, die man sich in der Anfangszeit nicht einmal vorstellen konnte. Laut CNN wird der Job „Social Media Manager“ in den nächsten 10 Jahren zu den 50 am schnellsten wachsenden Jobs gehören. Wenn du eine Zeitmaschine hast, gehe zurück ins Jahr 2000 und frage ein paar Leute, was ein „Social Media Manager“ ist. Ich wette, du bekommst ein paar lustige Blicke.

Elektroautos können heute in bestimmten Bereichen der Automobilindustrie Arbeitsplätze kosten. Doch welche Arbeitsplätze werden durch den Wandel geschaffen?

Große Unternehmen und Innovationen

Gehen wir zurück zu Elon Musk. Musk hatte vor kurzem ein kleines Hin und Her mit Warren Buffett. Musk sagte, dass die wirtschaftlichen „Gräben“ (Wettbewerbsvorteile), die Buffett lange Zeit gelobt hat, nicht alles sind. Musk behauptete, dass Innovation König sei.

Insgesamt bin ich hier auf Buffetts Seite.

Aber Musk hat Recht. Innovation ist wirklich wichtig, und große Unternehmen innovieren. Die besten Unternehmen haben einen Wirtschaftsgraben und sind innovativ.

Wenn wir also an die zweite Sorge denken, die ich erwähnt habe – dass es Unternehmen gibt, die durch den Aufstieg von Elektrofahrzeugen direkt geschädigt werden – dann müssen wir danach suchen. Wenn wir in den Automobilsektor investieren, wollen wir in Unternehmen investieren, die bereit sind, innovativ zu sein und die ihre Köpfe nicht in den Sand stecken. Unternehmen, die mit den heutigen Autos weiterhin Geld verdienen, aber auch Lösungen für morgen entwickeln.

Und denk daran: Das ist nicht nur eine Frage der Autofirma. Das passiert in jeder Branche. Die Welt verändert sich ständig. Manchmal abrupt, manchmal nach und nach. Aber die Unternehmen, in die wir investieren, müssen sich dessen bewusst und agil sein. Anstatt sich vor Veränderungen zu fürchten, sollten sie es als Gelegenheit nutzen, ihre wirtschaftlichen Gräben noch tiefer zu machen.

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Matt besitzt Anteile an Tesla und Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt Aktien von Tesla und Berkshire Hathaway.

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