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So versucht die Deutsche Bank wieder profitabel zu werden

Foto: The Motley Fool

Die Deutsche Bank (WKN:514000) ist im bisherigen Jahresverlauf mal wieder unter den Schlusslichtern im DAX. Sagenhafte 40 % hat die Aktie nach fünf Monaten bereits an Wert verloren! In dieser Zeit ist der Kurs von etwa 16 auf 9,57 Euro (Stand 8.6.2018) gefallen und liegt damit tiefer als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise.

Christian Sewing hat sich also einiges vorgenommen, als er den Chefposten der Deutschen Bank akzeptiert hat. Nicht weniger als drei seiner Vorgänger sind bereits an der Herkulesaufgabe der Restrukturierung gescheitert. Die Frage ist nun also, wie er das Ruder herumreißen und die Bank zu alter Stärke zurückführen möchte.

1. Investmentbanking muss schrumpfen

Als erster Schritt wird die einstmals hochprofitable Investmentbank eingedampft. Dieser Geschäftsbereich wird bereits seit Jahren zusammengestrichen um Kosten zu sparen und den Kapitalbedarf zu senken. Zuerst hat man sich von Kunden mit geringem Umsatz getrennt, später kamen große Entlassungswellen und gestrichene Bonuszahlungen hinzu.

Das alles zusammengenommen dürfte enormen Schaden angerichtet haben, indem die Moral der Mitarbeiter gedrückt wurde und viele der hochbezahlten Investmentbanker zu Konkurrenten gewechselt sind. Das große Problem daran ist, dass beim Wechsel der Investmentbanker zu einem anderen Institut auch viele der Kunden, die der Mitarbeiter betreut, die Bank wechseln! Genau so ist das Investmentbanking der Deutschen Bank überhaupt erst entstanden.

Trotz allem bleibt der Bank kaum eine andere Wahl als weiter zu schrumpfen. Es fehlt schlicht an Ertragskraft um Wachstum zu finanzieren. Erst wenn die Bank wieder nachhaltig profitabel arbeitet, kann darüber nachgedacht werden, die Investmentbank zu reparieren.

Allerdings gibt es einen Hoffnungsschimmer, dass der Plan aufgehen könnte. Nämlich hat der Schweizer Konkurrent UBS (WKN:A12DFH) bereits vorgemacht, wie man seine Investmentbank schrumpft und trotzdem nicht in roten Zahlen ertrinkt. Die UBS ist nach hohen Verlusten in den Jahren 2008 und 2009 wieder hochprofitabel, da sie sich auf die Vermögensverwaltung konzentriert. Vielleicht nicht ganz zufällig sind im neuen Plan der Deutschen Bank gewisse Parallelen erkennbar.

2. Der Fokus wird auf Europa gelegt

Was an Einnahmen im Investmentbanking wegfällt, soll von den stabileren Geschäftsbereichen mit Privat- und Geschäftskunden ausgeglichen werden. Doch auch hier wird man die Ambitionen zurückschrauben und sich aus den Märkten in Portugal und Polen vollkommen verabschieden, während man das Geschäft in Spanien und Italien restrukturiert, um dort weiter zu wachsen. Gleichzeitig wird die Integration der Postbank noch einiges an Arbeit erfordern, was die Aufgabe nicht unbedingt einfacher macht.

In trockenen Tüchern ist das ganze deshalb noch lange nicht. Denn auch hier wird natürlich viel Kapital benötigt werden, wenn das Geschäft wachsen soll und das europäische Geschäft wirft nicht sehr viel Geld ab, da insbesondere der deutsche Markt extrem wettbewerbsintensiv ist. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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