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Nestlé: Das Konzern-Image könnte sich als das größte Problem erweisen

Foto: Getty Images

Nestlé (WKN: A0Q4DC) ist für viele Investoren eine interessante Aktie. Sie gilt als sehr defensiv und dividendenstark, was für viele Anleger bereits ausreichend ist, um als aussichtsreich zu gelten. Doch es gibt gewiss auch noch andere Faktoren, die zur Attraktivität der Aktie beitragen.

Doch wo Licht ist, da ist bekanntlich auch Schatten. Und vor allem das Konzern-Image könnte sich über kurz oder lang als sehr großer Belastungsfaktor für den Schweizer Konzern herausstellen.

Selbstsicht vs. Fremdsicht

Auch wenn sich Nestlé selbst als Unternehmen sieht, das auf Nachhaltigkeit, Zukunft und seine Mitmenschen setzt, offenbaren selbst einfache Suchmaschinen-Suchen zugleich eine andere Sicht der Dinge.

Oftmals zierte Nestlé in diesem Kontext bereits Schlagzeilen, Blogeinträge und hitzige Diskussionen, in denen dem Unternehmen vorgeworfen wird, eben nicht seine angepriesenen Ideale hoch zu halten.

Kernpunkt der Kritik sind in der Regel Nestlés Geschäftspraktiken im Segment Nestlé Waters. Hier wird dem Konzern zumeist vorgeworfen, sein Wassergeschäft auf dem Rücken von unterentwickelten Staaten auszutragen, in denen viele Menschen nicht einmal Zugang zu Wasser hätten. Nestlé würde so aktiv von diesem humanitären Missstand profitieren.

Was das für Auswirkungen haben könnte

Vorab: Ich möchte mich an dieser Stelle nicht explizit mit der Kritik oder der Selbstsicht auseinandersetzen. Die Wahrheit steckt vermutlich irgendwo zwischen den beiden Sichtweisen und jedem steht selbstverständlich frei, seine eigene Meinung zu dem Sachverhalt zu vertreten.

Was Investoren jedoch bei der anhaltenden Kritik bedenken sollten, ist, dass das Image eines Konzerns ein wesentlicher Faktor beim künftigen Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens sein kann. In letzter Zeit reichten so beispielsweise bereits einfachste Meldungen über Kooperationen aus, dass sich viele Leute dazu veranlasst fühlten, in einem sogenannten Shitstorm Kritik an den beteiligten Konzernen zu üben.

Das sorgt natürlich für Druck. Druck auf Nestlé, aber auch auf besagte Kooperationspartner. Selbst wenn sich dieser momentan vornehmlich noch auf individuelle Interessensgruppen beschränken sollte, könnte er natürlich innerhalb der nächsten Jahre kontinuierlich anwachsen, sofern derartige Meinungen in den gesellschaftlichen Alltag rücken.

Vielleicht sollten sich alle Investoren daher bei der eigenen Analyse nicht lediglich auf die stabile Dividende, sowie das breite Produktportfolio von Nestlé konzentrieren, sondern auch die Sicht auf den Konzern in den Vordergrund rücken. Hier könnte womöglich so manches im Argen liegen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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