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So stellst du das beste Portfolio zusammen

Foto: Getty Images.

Geht es dir wie mir, spürst du ein leichtes Kribbeln auf der Haut und eine große Portion Vorfreude?

Nein, dieses Mal geht es dabei wohl nicht ums Investieren. Es geht um die bald beginnende Fußballweltmeisterschaft, zumindest für Fußballfans wie mich.

Für die rund 80 Millionen Nationaltrainer der Bundesrepublik gibt es bereits seit einigen Wochen nur noch wenige Themen, die wichtiger sind. Wer schafft es in den Kader der deutschen Nationalmannschaft? Welche Nation ist der Top-Favorit? Ist die 2:1-Niederlage der Deutschen gegen die Österreicher ein schlechtes Zeichen?

Die Gespräche rund um dieses Turnier nehmen bereits vor Beginn der Weltmeisterschaft an Fahrt auf.

Das war’s aber nun vom Fußball, denn bei The Motley Fool geht es noch immer ums Investieren und nicht um die anstehende WM.

Ganz ohne Fußballvergleiche geht es aber wenige Tage vor Turnierbeginn dennoch nicht. Denn die Herausforderung, den besten Kader für eine Weltmeisterschaft zusammenzustellen, ähnelt in vielem den Herausforderungen bei der Zusammenstellung deines persönlichen Aktiendepots.

Das glaubst du nicht? Jürgen Klinsmann hat in einem vor Kurzem erschienenen Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit einige auch für Investoren sehr wichtige Sätze genau darüber verloren.

Die richtige Mischung und dein Vorteil gegenüber dem Bundestrainer

Für mich persönlich gibt es beim Investieren zwei wesentliche Grundregeln:

Erstens, investiere nur Geld, das du voraussichtlich in den nächsten drei, besser fünf Jahren oder auch darüber hinaus nicht dringend anderweitig benötigst.

Zweitens, dein Portfolio sollte aus mindestens 15 unterschiedlichen Unternehmen bestehen. Nur so sorgst du für eine ausgewogene Streuung des Risikos, das bei Investitionen in Einzelaktien immer mit dabei ist.

Das sind die Basics. Die Schwierigkeit kommt nun aber bei der Auswahl der richtigen Aktien für dein Portfolio. Denn ganz abgesehen von den einzelnen Unternehmen ist auch die richtige Zusammensetzung entscheidend.

Jürgen Klinsmann beschreibt genau das bei der Auswahl des richtigen Kaders für ein großes Turnier. Neben den besten Einzelspielern muss laut Klinsmann nämlich auch hier die Mischung stimmen:

Wichtig ist das Gesamtbild der 23, das Energiefeld, das sich ergibt.

Während es bei einer Fußballmannschaft um das beste Gesamtbild aus verschiedenen Charakteren und fußballerischen Qualitäten geht, sind beim Investieren andere Dinge entscheidend. Ein gut gemischtes Portfolio sollte daher meiner Meinung nach aus größeren und kleineren, schnell wachsenden und stabileren Unternehmen bestehen. Und natürlich sollten, wenn möglich, unterschiedliche Branchen vertreten sein.

Im Vergleich zum Bundestrainer hast du bei deiner Portfoliozusammenstellung noch einen entscheidenden Vorteil. Denn während Jogi Löw bei der Zusammenstellung des perfekten Kaders ausschließlich auf Spieler mit einem deutschen Pass zurückgreifen kann, steht dir bei deiner Portfoliozusammenstellung die ganze Welt offen. Diesen Vorteil solltest du unbedingt nutzen und nicht nur Unternehmen aus einer Wirtschaftsregion mit aufnehmen.

Schmore nicht in deinem eigenen Saft

Verfolgt man großartige Investoren wie beispielsweise Warren Buffett, könnte man meinen, Investieren sei eine sehr einsame Angelegenheit. Tagelang gräbt man sich in die hintersten Winkel der Geschäftsberichte und versucht alles Wichtige zum Unternehmen in Erfahrung zu bringen. Nur um am Ende dieses Prozesses eine einsame Entscheidung für oder gegen eine Investition zu treffen.

So muss es in meinen Augen aber nicht sein. Denn auch wenn wir letztlich selbst für unsere Entscheidungen verantwortlich sind, sollten wir vorher möglichst viele unterschiedliche Meinungen einholen.

So haben es angeblich auch Jürgen Klinsmann und Jogi Löw bei der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im Jahr 2006 gemacht:

Wir hatten 2006 abends immer einen offenen Tisch, da saßen nicht nur die Fußballtrainer, da kamen auch die Mediziner, die Medienchefs dazu, Leute aus dem organisatorischen Bereich. Wir haben sie immer explizit um ihre Meinung gebeten, um zu sehen: Sind wir auf dem richtigen Weg hier? Machen wir was falsch? Gerade in der Phase, kurz bevor du den 23er-Kader benennen musst, ist es wichtig, dass du offen bist für Eindrücke von Menschen, die einen anderen Blick auf das Team haben als du selbst.

Bei der Entscheidung, in welche Unternehmen wir unsere Investment-Euros stecken, sollten wir, wenn möglich, ähnlich viele Meinungen berücksichtigen. Insbesondere dann, wenn es sich um andersartige Meinungen handelt.

Natürlich haben wir als private Investoren bedeutend geringere Möglichkeiten, ein derart breit aufgestelltes Expertenteam an einen Tisch zu bringen. Alleine das Internet bietet jedoch viele einfache Möglichkeiten, ganz unterschiedliche Meinungen einzuholen.

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