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5 Fakten über erneuerbare Energie, die die meisten Investoren nicht kennen

Foto: The Motley Fool.

Lange Zeit schienen Energiefachleute zu sagen, dass der Wendepunkt für erneuerbare Energie bald kommen würde; dass der Tag, an dem Sonnenkollektoren unsere Dächer bedecken und elektrische Fahrzeuge auf unsere Straßen fahren würden, ganz nah wäre. Dieser Tag ist zwar noch nicht gekommen, aber nachdem die alternative Energiewirtschaft große Fortschritte bei der Kostensenkung gemacht hat, nimmt sie heute eine herausragende Stellung in der Energielandschaft der USA ein.

Zwar spielen fossile Brennstoffe nach wie vor die Hauptrolle, aber die wachsende Begeisterung für alternative Energie deutet darauf hin, dass Öl und Gas weiter an Bedeutung verlieren werden. Nicht überzeugt? Werfen wir einen Blick auf einige der interessantesten Neuigkeiten aus der Branche.

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1. Der weltweite Durst nach Ethanol nimmt zu

Die Vereinigten Staaten exportierten nach Angaben der U.S. Energy Information Administration im Jahr 2017 1,4 Milliarden Gallonen Ethanol, und brachen damit den bisherigen Rekord von 1,2 Milliarden Gallonen im Jahr 2011. Der Großteil der Nachfrage kam aus Brasilien, wo die Ethanol-Exporte zum vierten Mal in Folge stiegen und 2017 450 Millionen Gallonen erreichten, was etwa einem Drittel aller US-Kraftstoff-Ethanol-Exporte entspricht.

2. Wir haben vielleicht nicht mehr Paris, aber wir haben Minneapolis und 64 andere US-Städte

Ungeachtet des Rückzugs der USA aus dem Pariser Klimavertrag bekunden die Politiker in den Vereinigten Staaten ihr Engagement für erneuerbare Energien. Zum Beispiel wurde Ende April Minneapolis die 65. Stadt, die ihre Absicht zum Übergang zu 100 % sauberer Energie verkündete und danach strebt, den Übergang bis 2030 abzuschließen. Nach Angaben des Sierra Club haben fünf Städte, darunter Aspen, Colorado und Burlington, Vermont, ihr Ziel der Umstellung auf 100 % erneuerbare Energien bereits erreicht.

Neben den zahlreichen amerikanischen Städten, die sich für Solar-, Wind- und andere erneuerbare Energien begeistern, haben sich neun Landkreise und ein Bundesstaat (Hawaii) sich zu 100% sauberer Energie verpflichtet.

3. Mit Elektrofahrzeugen auf dem Laufenden bleiben

Die Chancen, dass du in der Kolonne neben einem Elektrofahrzeug (electric vehicle = EV) zum Stehen kommst, sind nicht sehr hoch — doch das kann sich bald ändern. Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg New Energy Finance soll der weltweite Absatz von EVs von 1,1 Millionen im Jahr 2017 auf 11 Millionen im Jahr 2025 und auf 30 Millionen im Jahr 2025 steigen. Außerdem heißt es in der Prognose: „Bis 2040 werden 55 % aller Neuwagenverkäufe und 33 % der weltweiten Autos elektrisch sein.“

Zwar wird Tesla oft als erstes erwähnt, doch viele der traditionellen Autohersteller arbeiten auch an EVs. So kündigte General Motors im Oktober letzten Jahres an, bis 2023 mindestens 20 neue vollelektrische Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, um in Zukunft ausschließlich emissionsfreie, vollelektrische Fahrzeuge zu produzieren. Darüber hinaus strebt die Volkswagen AG an, die wachsende Nachfrage nach EVs zu befriedigen; bis 2030 will das Unternehmen den Kunden elektrische Versionen aller Modelle seines Sortiments anbieten.

4. Neu auf dem Markt — die Blockchain

Die Blockchain-Technologie mag ihre Wurzeln im Finanzsektor haben, aber zahlreiche andere Industrien — darunter auch erneuerbare Energien — finden Anwendungen für die dezentrale Plattform-Technologie. Zum Beispiel nutzt das privat gehaltene Unternehmen Conjule eine Blockchain-Plattform, um den Peer-to-Peer-Handel mit überschüssiger Energie aus Solarmodulen von Hausbesitzern zu ermöglichen. In größerem Umfang finden die Energieversorger auch Anwendungen für Blockchain-basierte Lösungen vom Energiehandel bis zur EV-Ladung. Navigant Research schätzt, dass die Gesamtausgaben für verschiedene Blockchain-basierte Plattformen bis 2026 3,7 Milliarden US-Dollar erreichen werden.

5. Die Konkurrenz wegpusten

Coca-Cola und Burlington Northern Santa Fe mögen zwei der bekanntesten Investitionen von Warren Buffett sein, aber das Orakel von Omaha ist auch einer der größten Verfechter der erneuerbaren Energien. MidAmerican Energy Company, ein Tochterunternehmen von Berkshire Hathaway, hat das langfristige Ziel, seinen Kunden 100 % erneuerbare Energie zu liefern.

MidAmerican behauptet auf seiner Website, dass „kein anderer US-Versorger mehr Windkraftanlagen besitzt“. Und der Energiekonzern zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung seines Engagements: MidAmerican baut derzeit das 2.000-Megawatt-Projekt Wind XI, das voraussichtlich Ende 2019 abgeschlossen sein wird.

Die heutigen Nutzungen für saubere Energie sind seit den Zeiten der alten Ägypter, die auf den Wind angewiesen waren, um ihre Boote über den Nil zu treiben, sehr vielfältiger geworden. Obwohl die Erkenntnis unter den Investoren, dass Investitionen in saubere Energien interessant sind, noch relativ jung ist, ist es wahrscheinlich, dass diese Möglichkeiten weiter wachsen werden, da alternative Energiequellen einen immer größeren Teil unserer Energielandschaft einnehmen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Tesla.

Dieser Artikel wurde von Scott Levine auf Englisch verfasst und am 01.06.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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