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3 Aktien, die in nur 10 Jahren aus 7.000 USD 74.000 USD gemacht haben

Foto: Getty Images.

Das Schlimmste beim Investieren, ist, dass manchmal eine schlechte Aktienauswahl wirklich schief geht und ihren gesamtem Wert verliert. Gleichzeitig kann jedoch eine einzige großartige Aktie viele schlechte ausgleichen und riesige — manchmal sogar lebensverändernde — Renditen liefern. Man muss auch keine riskanten Wetten auf Penny-Aktien oder unbekannte Unternehmen abschließen. Offen gesagt, können einige der besten Investitionen Unternehmen sein, die bereits einen großen Marktanteil und eine bekannte Marke haben, wenn sie an die Börse gehen.

Drei Investitionen, die sich wirklich ausgezahlt haben, sind Trex Company (WKN:938716), Mastercard (WKN:A0F602) und Starbucks Corporation (WKN:884437). Seit dem 31. Mai 2008 (ein Jahrzehnt vor dem Verfassen dieses Artikels) erzielten die Unternehmen folgende Gesamtrenditen — Trex: 2.000 %, Mastercard: 552 % und Starbucks: 610 %. Wenn du also vor einem Jahrzehnt insgesamt 7.000 US-Dollar in diese drei Unternehmen investiert hättest, hättest du heute 73.775 US-Dollar, einschließlich der Dividenden.

Werfen einen Blick darauf, wo diese Unternehmen vor zehn Jahren standen, und — viel wichtiger — wo sie sich in 10 Jahren befinden könnten.

Von der schwierigen Trendwende zum führenden Unternehmen

Vor einem Jahrzehnt war Trex kurz davor, in Schwierigkeiten zu geraten. Das Unternehmen, das in der Terrassen-Industrie Pionierarbeit mit Holz-Alternativen geleistet hat, hatte eine Multi-Millionen-Dollar-Sammelklage im Zusammenhang mit schlechten Produkten am Hals. Gleichzeitig hatte das bisherige Management in einem gescheiterten Versuch zu expandieren, beträchtliche Schulden aufgenommen und es mit einer hässlichen Bilanz und einem aufgeblähten Geschäftsmodell zurückgelassen, als die Finanzkrise zuschlug und die Verbraucher kein Geld für große Heimwerkerprojekte wie Terrassen ausgaben. In den nächsten zwei Jahren würde der Umsatz um 19 % sinken, da sich die Wirtschaft von der großen Rezession erholen musste.

Aber jeder, der Anfang 2008 in das Unternehmen investiert hat, hatte dies wahrscheinlich wegen der potenziellen Trendwende unter Ron Kaplan getan, der gerade die Zügel als CEO übernommen und das Führungsteam wieder aufgebaut hatte — und dem damaligen CFO Jim Cline, der im Jahr 2015, als Kaplan in den Ruhestand ging, als sein CEO übernahm.

Innerhalb weniger Jahre haben Kaplan und sein neues Team Trex wieder auf den richtigen Weg gebracht. Das Unternehmen hat die Sammelklage im Jahr 2010 beigelegt, seine Kostenstruktur deutlich verbessert — unter anderem durch die Reduzierung der langfristigen Verbindlichkeiten und die Straffung der Produktion — und seine Investitionen in die Produktentwicklung erhöht.

Das einst angeschlagene Image von Trex hat sich wieder erholt und ist die mit Abstand dominante Marke in seiner Kategorie geworden. Fast die Hälfte aller in Nordamerika verkauften Holz-Alternativ-Dielen trägt das Trex-Logo, und das Unternehmen erhält regelmäßig Auszeichnungen für Qualität und Innovation.

Holz macht 84 % des Terrassenmarktes aus, auf holzähnliche Produkte wie die von Trex fallen 16 %. BILDQUELLE: TREX.

Es wird aber noch viel Wachstum geben. Herkömmliches Holz macht immer noch mehr als 80 % des jährlich verkauften Terrassenvolumens aus, d. h. es gibt noch viel Luft nach oben, um den Umsatz weiter zu steigern. Ein weiterer Marktanteil von 10 % würde den Umsatz von Trex nahezu verdoppeln. Damit würde dem Unternehmen – immer noch – weniger als 20 % des gesamten Terrassenmarktes in Nordamerika gehören.

Ein wichtiges Element in der Zukunft des Geldes

Obwohl Mastercard 2008 noch lange nicht in Schwierigkeiten war, ist es dennoch wichtig, daran zu erinnern, dass die Finanzwelt damals in Aufruhr war. Die Gewinne und Cashflows des Kreditkartenunternehmens und Zahlungsverarbeiters sollten während der Finanzkrise stark zurückgehen. Anfang 2008 lag der Aktienkurs um mehr als 60 % unter dem Spitzenwert vor dem Crash. Im Mai desselben Jahres lag der Kurs immer noch  45 % im Minus.

Doch für jene Investoren, die in der Lage waren, über die kurzfristige Panik und Angst der globalen Finanzkrise hinauszuschauen, stellte Mastercard einen bemerkenswerten Wert dar — und eine hervorragende Gelegenheit, in die große globale Verschiebung weg vom Bargeld zu investieren. Für alle, die das Risiko — dass die Große Rezession zu einer zweiten Großen Depression wird, die selbst starke Unternehmen wie Mastercard nicht überleben können — eingegangen sind, hat es sich immens ausgezahlt.

Die Zukunft sieht für Mastercard großartig aus. Umsatz und Ergebnis wachsen weiterhin mit sehr hohen Raten — um 31 % und 49 % im letzten Quartal –, da das Unternehmen seine geografische Reichweite erweitert und gleichzeitig immer mehr Funktionen zum bereits breiten Portfolio hinzufügt.

Diese Ergebnisse werden erzielt, obwohl Bargeld nach wie vor die überwiegende Mehrheit der weltweiten Transaktionen ausmacht. Doch der Trend verlagert sich mehr und mehr in Richtung elektronischen Zahlungsverkehr.

Schließlich ist Mastercard als bekannte Marke bei Verbrauchern, Händlern und Finanzpartnern besonders stark positioniert, egal ob es sich um Kredit-, Debit-, Überweisungs- oder andere Nischenzahlungsdienstleistungen handelt. Da sich das Zahlungsverhalten auf globaler Ebene immer mehr vom Bargeld entfernt, sind nur wenige Unternehmen so gut positioniert, um davon zu profitieren wie Mastercard.

Das Haus in Ordnung bringen und globalisieren

In einer ähnlichen — aber anderen — Wendung wie bei Trex, stand Starbucks vor zehn Jahren unter neuer (naja, mehr oder weniger neuer) Führung. Howard Schultz war nämlich aus dem Ruhestand zurückgekehrt, um Anfang 2008 die Kontrolle über das problembehaftete Unternehmen wieder zu übernehmen. Während Trex aber ernste finanzielle Sorgen hatte und im Begriff war, in den folgenden Jahren mit erheblichen Schwächen im Wohnungsmarkt konfrontiert zu werden, war Starbucks noch finanziell stark. Doch das Unternehmen war aufgeblasen und hatte Probleme damit, sich von anderen Anbietern zu unterscheiden.

Schultz verlangsamte das Wachstum des Unternehmens und konzentrierte seine Bemühungen auf den Aufbau der Marke Starbucks, während er gleichzeitig die aufgeblähte Kostenstruktur in Ordnung brachte. Seitdem hat sich Starbucks zu einem viel stärkeren Unternehmen und einer stärkeren Marke entwickelt, die sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene weiter expandiert. In den letzten zehn Jahren hat sich die weltweite Zahl an Filialen von 15.000 auf über 28.000 fast verdoppelt.

Das Wachstum in Nordamerika verlangsamt sich zwar mit zunehmender Sättigung der Märkte, doch die globale Marktchance bleibt sehr groß. Allein China wird, wie das Unternehmen kürzlich berichtet hat, ein großes Wachstum vor sich. Starbucks plant, in den nächsten fünf Jahren die Anzahl seiner Filialen in China mehr als zu verdoppeln und den Vertrieb von Flaschengetränken und verpackten Waren außerhalb der Starbucks-Filialen erheblich auszuweiten. Bis 2022 soll sich der Umsatz in China verdreifachen und das operative Ergebnis verdoppeln. In diesem Tempo ist China auf dem besten Weg, der größte Einzelmarkt des Unternehmens in weniger als einem Jahrzehnt zu werden.

Diese Erfolgsgeschichte ist noch nicht vorbei, und für die Investoren ist es noch nicht zu spät, von Starbucks zu profitieren.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Mastercard, Starbucks und Trex.

Dieser Artikel wurde von Jason Hall auf Englisch verfasst und am 01.06.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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