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SMA Solar: Bei diesem Einbruch stimmt so einiges nicht

Foto: The Motley Fool

Die Aktie von SMA Solar (WKN:A0DJ6J) ist immer für eine Überraschung gut. Manchmal geht der Kurs durch die Decke nur um bald darauf wieder durch den Keller zu krachen. Was man sonst fast nur von Pennystocks kennt, durften Anleger in diesen Tagen erneut erleben. Lies hier, was diesmal beim Solarwechselrichter-Champion alles los ist.

Das war passiert

Noch am 17. Mai erklomm die Aktie ein Zwischenhoch bei über 62 Euro. Jetzt am Montag (04.06.) ging es hingegen um über 7 % nach unten. Bereits am 25. Mai wurde der Kurs um die Dividende in Höhe von 0,35 Euro korrigiert.

Schwerer wog allerdings zunächst, dass Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon am 30. Mai im außerbörslichen Handel sage und schreibe 2,75 Mio. Euro durch den Verkauf von SMA-Aktien erlöste und zwar zum Durchschnittskurs von 54,05 Euro.

Hinzu kommt, dass jetzt bekannt wurde, dass China einen Baustopp für Solarkraftwerke in diesem Jahr verhängt hat und Subventionen kürzt. Das hat Schockwellen durch die gesamte Solarbranche gesendet.

Na und?

Der chinesische Markt ist deutlich führend im internationalen Vergleich. Selbst wenn das China-Engagement von SMA Solar nicht überragend ist, könnte das Unternehmen doch stark von einem drohenden Schrumpfen des dortigen Marktes betroffen sein. Beispielsweise werden die großen einheimischen Konkurrenten Huawei und Sungrow jetzt noch stärker ihr Heil im Ausland suchen und so Margendruck ausüben (nebenbei: die Sungrow-Aktie hat in drei Wochen mehr als ein Drittel an Wert verloren).

Der Chef Urbon hat den Braten offenbar gerochen und noch rechtzeitig reagiert. Sowieso war der neuerliche Höhenflug der Aktie für mich schwer erklärbar. Natürlich ist die Digitalisierungsstrategie aussichtsreich. Trotzdem bedeutet eine Bewertung von 2 Mrd. Euro (17. Mai) für mich, dass der Konzern in einigen Jahren 150–250 Mio. Euro Gewinn machen muss — nach Steuern. Für dieses Jahr wird gerade mal mit rund 100 Mio. gerechnet — vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen.

Aus dem Blickwinkel heraus wirkt die Aktie auch heute noch viel zu teuer.

Und jetzt?

Über das Jahr 2017 hinweg lagen die Kursziele der Analysten überwiegend im Bereich von 20 bis 30 Euro. Erst als die Aktie um den Jahreswechsel herum mal wieder wie eine Rakete abging, wurden die Ziele angehoben, befinden sich aber allesamt weiterhin unterhalb des aktuellen Niveaus.

Das Wettbewerbsumfeld ist durch die chinesischen Manöver nicht leichter geworden und das Digitalgeschäft muss sich erst einmal beweisen. Auch wenn ich das Unternehmen sehr schätze, würde ich deshalb lieber darauf warten, dass der Kurs zur Abwechslung mal wieder richtig in den Keller bricht.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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