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6 Ungewöhnliche Dinge, die die Investoren wahrscheinlich nicht über Alibaba wissen

Alibaba (WKN:A117ME) ist als das „Amazon von China“ bekannt, aber nur weil es das größte E-Commerce-Unternehmen in China ist.

Aber Alibaba ist viel mehr als ein Onlinehändler. Das Unternehmen hat seine Einnahmequellen aggressiv diversifiziert, um zu einem Ökosystem zu werden, in dem die Kunden ihr Geld für alles ausgeben können, von der Lieferung von Lebensmitteln bis hin zu Konzertkarten.

Der Umsatz von Alibaba wuchs um unglaubliche 58 % gegenüber dem Vorjahr für das im März abgeschlossene Geschäftsjahr und erwartet für das Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzwachstum von 60 %. Weil Alibaba so groß ist und seine Haupteinnahmequelle von seinen in China ansässigen Online-Shoppingplattformen kommt, hört man nicht oft von den Nebenprojekten des Unternehmens. Hier sind also sechs von Alibabas kleineren Initiativen, von denen du wahrscheinlich noch wenig oder gar nichts gehört hast.

1. Alibaba ist Partner der New York Fashion Week

Im Herbst 2017 gab Alibaba eine neue Partnerschaft mit der New York Fashion Week (NYFW) bekannt.

Als Teil des Deals wählte Alibaba zwei US-Marken von NYFW für die zweite jährliche Modenschau „See Now, Buy Now“ aus. Das war für die US-Marken wertvoll, denn die Modenschau wird an die mehr als 500 Mio. monatlich aktiven Nutzer von Alibaba übertragen, die die Kleidung mit einem einfachen Klick während der Sendung kaufen können. Im Gegenzug erklärte sich die NYFW bereit, ausgewählte chinesische Designer auf dem „NYFW: China Day“ im September 2018 zu präsentieren.

Während der „See Now, Buy Now“-Show 2017 konnten die Konsumenten auf „Buy Now“ klicken, um die Kleidung der Modenschau über die Einkaufsplattformen von Alibaba vorzubestellen. Der Kauf wurde tatsächlich am 11. November als Teil von Alibabas jährlichem Singles-Day-Verkaufsevent abgeschlossen. Letztes Jahr machte Alibaba an diesem Tag 25 Mrd. US-Dollar Umsatz.

Alibaba hat sich auch mit anderen Modewochen zusammengeschlossen, unter anderem mit der Shanghai Fashion Week, was es der Veranstaltung ermöglichte, die New-Retail-Technologie von Alibaba zu nutzen. Dazu gehörte der Einsatz von Gesichtserkennung als Zutritt zu Veranstaltungen sowie eine Fußgänger-Heatmap, um zu ermitteln, welche Marken und Shows das größte Interesse geweckt haben.

2. Alibaba hat einen Amazon-Echo-Konkurrenten

Alibabas für 73 US-Dollar zu habender „Genie X1“, ein chinesischer sprachgesteuerter Assistent, startete im vergangenen August. In der letzten Telefonkonferenz für das im März beendete Quartal sagte Alibaba CEO Daniel Zhang, das Unternehmen habe bisher mehr als 2 Mio. Einheiten verkauft.

3. Alibaba Pictures hat einen Kurzfilm mit Jack Ma veröffentlicht

Du weißt vielleicht, dass Alibaba im Jahr 2014 eine 60-prozentige Mehrheitsbeteiligung an einem in Hongkong ansässigen Film- und Fernsehproduktionsunternehmen erworben und es in Alibaba Pictures umbenannt hat.

Aber was du vielleicht noch nicht weißt, ist, dass Alibaba Pictures jüngst einen kurzen Martial-Arts-Film namens Gong Shou Dao veröffentlicht hat, in dem kein Geringerer als der Alibaba-Gründer Jack Ma zu sehen ist. Der Film folgt Ma, wie er mit Kampfkunstmeistern rund um den Globus konkurriert und auch den berühmten Kampfkünstler und Showman Jet Li trifft.

4. Alibaba hat zwei Ticketing-Unternehmen

In einem weiteren Schritt in das Unterhaltungsgeschäft erwarb Alibaba Anfang 2017 Chinas größte Online-Entertainment-Ticketingplattform Damai.cn. Damai wurde 2004 gegründet und verkauft Tickets für Theateraufführungen, Sportveranstaltungen, Konzerte und Filme in China.

Darüber hinaus hat Alibaba Pictures ein Online-Ticketgeschäft mit dem Namen Tao Piaopiao (piao bedeutet Ticket auf Chinesisch). Die Plattform war offizieller Marketing- und Promotionpartner für eine Reihe von Erfolgsfilmen, darunter der indische Blockbuster Dangal und Christopher Nolans Dunkirk. Während der Umsatz von Tao Piaopiao im Jahr 2017 um 189 % auf 311 Mio. US-Dollar stieg, führten hohe Investitionen und damit verbundene Ausgaben zu einem Jahresverlust von 55 Mio. US-Dollar.

5. Alibaba hat das pakistanische E-Commerce-Unternehmen Daraz gekauft

Alibaba erzielt derzeit mehr als 70 % des Umsatzes mit seinen Kerngeschäften im chinesischen Einzelhandel. Deshalb arbeitet das Unternehmen an seinem internationalen Wachstum, einschließlich des Kaufs des pakistanischen E-Commerce-Unternehmens Daraz im Mai 2018, um seine Wachstumsstrategie in Südasien zu unterstützen. Daraz wurde 2012 gegründet und ist auch in Bangladesch, Myanmar, Sri Lanka und Nepal tätig.

6. Alibaba hat Auto-Automaten in seinen Hema-Geschäften

Ma glaubt, dass die Verbraucher ein besseres System wollen, um Autos zu testen und zu kaufen. Deshalb hat sich Alibaba mit Ford (WKN:502391) zusammengetan, um Anfang 2018 in Guangzhou den ersten Auto-Automaten Chinas vorzustellen. Der siebenstufige Automat heißt The Super Test Drive Center und bietet potenziellen Käufern dreitägige Testfahrten an.

Um den Automaten ohne Personal zu nutzen, wählen die Verbraucher einfach ein Modell und die Uhrzeit aus Alibabas Shopping App und machen einen Selfie, damit ihre Identität von einem Automaten im Testfahrtzentrum bestätigt werden kann. Wenn sie das Auto mögen und eine gute Kreditwürdigkeit haben, können sie das Auto in wenigen Minuten gleich kaufen.

Das ist die erste Zusammenarbeit zwischen Alibaba und Ford im Rahmen einer dreijährigen Partnerschaft.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, ein Tochterunternehmen von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Natalie Walters auf Englisch verfasst und am 26.05.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon. The Motley Fool empfiehlt Ford.

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