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Wie man Finanzen geregelt bekommt, wenn man kein geregeltes Einkommen hat

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Der Vorteil eines festen Angestelltenverhältnis ist ja, dass man sich auf eine festgelegte und regelmäßige Gehaltszahlung freuen kann. Aber wer sein eigenes Unternehmen führt oder als Freiberufler arbeitet, ist gezwungen, mit ständigen Unsicherheiten zu kämpfen, die mit einem variablen Einkommen einhergehen. In den USA schätzt das Federal Reserve Board, dass 30 % der arbeitenden Amerikaner ein Haushaltseinkommen haben, das sich von Monat zu Monat ändert. Und: 10 % der Erwachsenen mit variablem Einkommen leiden unter finanziellen Schwierigkeiten.

Wenn die Einnahmen tendenziell eher stark schwanken, kann es schwierig sein, die Finanzen in den Griff zu behalten. Hier sind einige Tipps zur Bewältigung dieser Herausforderungen.

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1. Ein Budget, das sich am unteren Spektrum orientiert

Zuerst einmal: Jetzt sofort ein Budget erstellen, falls das jemand noch nicht tun sollte. Andernfalls wird es einem schwer fallen, das Geld im Auge zu behalten, unabhängig davon, ob man regelmäßige Einkünfte hat oder nicht.

Zweiter Schritt: Die monatlichen Einnahmen aus dem Vorjahr überprüfen, dann die drei Monate mit den geringsten Einnahmen nehmen. Der Durchschnitt daraus sollte die Grundlage für das Budget bilden. Lagen also die drei niedrigsten monatlichen Einkommen bei 4.000, 4.500 und 5.000 Euro, bekommt man den Durchschnitt von 4.500 Euro. Diesen nimmt man als Grundlage. Damit läuft man nicht Gefahr, dass man die Rechnungen nicht bezahlen kann. In den Monaten, in denen es mal besser läuft, hat man dann viel Geld übrig, um zu sparen oder sonstwas damit anzustellen.

Was aber, wenn das aktuelle Budget ein Einkommen von mindestens 5.000 Euro erfordert? Dann einfach 500 Dollar weniger ausgeben. Also vielleicht eine kleinere Wohnung beziehen oder mehr zuhause kochen und Restaurants meiden. Egal wo man kürzt, Hauptsache, die Ausgaben sind im Einklang mit dem, was das neue Budget erlaubt.

2. Fixkosten begrenzen

Unsere Budgets bestehen in der Regel einerseits aus festen Ausgaben, wie Miete oder Zahlungen für das Auto, und variablen Ausgaben wie Freizeit, Kleiderkauf und auch Essen. Also: Je mehr das Einkommen tendenziell schwankt, desto weniger fixe Ausgaben sollte man haben, um finanziellen Stress zu vermeiden.

Wie man Fixkosten reduziert? Wohl gar nicht, aber man kann sie möglichst niedrig halten und sich so viel Spielraum wie möglich zu verschaffen. Wo lässt sich sparen? Umziehen, dahin, wo die Mieten geringer sind? Auto abschaffen, stattdessen ÖPNV nutzen? Monatliche Mitgliedschaft im Fitnessstudio kündigen, stattdessen draußen mehr Sport machen? Es gibt wahrscheinlich mindestens ein paar Stellen, mit denen sich was machen lässt. Deswegen so wenig wie möglich Geld in Fixkosten stecken.

3. Ein prall gefülltes Sparschwein

Jeder sollte Geld für harte Zeiten beiseite gelegt haben. Als Regel heißt es immer wieder, dass drei bis sechs Monate der laufenden Kosten als Vorrat gespart sein sollte. Wenn das Einkommen jedoch stark schwankt, ist es ratsam, noch mehr Geld zu beiseite zu legen. Es werden harte Zeiten kommen. Und so ist man gut darauf vorbereitet – idealerweise hat man sogar Geld für ein ganzes Jahr ohne Arbeit angespart.

Tatsächlich können zwei verschiedene Sparkonten sinnvoll sein — eins für richtige Notfälle und eins als zusätzliches Konto für den Fall, dass man während des Jahres mal nicht so viele Einnahmen hat. Beispiel: Die laufenden monatlichen Kosten betragen 5.000 Euro, und man hat 60.000 Euro angespart. Die ersten 30.000 Dollar sollten auf das Sparbuch für richtige Notfälle fließen und unberührt bleiben, es sei denn, eine Katastrophe ereilt einen. Die andere 30.000 Dollar hat man dann auf dem zusätzlichen Konto, von dem man sich bedient, wenn die monatlichen Einkünfte mal nur bei 3.000 Euro liegen. So werden dann trotzdem alle Rechnungen bezahlt.

Der Umgang mit einem variablen Einkommen kann ein finanzieller Alptraum sein – muss es aber nicht. Wer sparsam ist, ein kluges Budget aufstellt und nicht zu viel ausgibt, kann gut zurecht kommen. Und ist abgesichert, falls die Aufträge mal nicht so wie sonst reinflattern. So kann man sich Ruhe verschaffen.

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Dieser Artikel von Maurie Backman erschien am 24.5.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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