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3 Aktien, die deine Enkel reich machen könnten

Foto: Getty Images

Der milliardenschwere Investor Warren Buffett hat gesagt, dass seine „bevorzugte Haltedauer für immer“ sei. Er geht jede Investition so an, als würde er sie für immer besitzen und nie verkaufen.

Während dies sicherlich eine großartige Einstellung für langfristige Investoren ist, ist die Realität, dass nicht alle Aktien großartige „für-immer“-Kandidaten sind. Die ideale Aktie befindet sich in einer Branche, die wächst und für Jahrzehnte bestehen wird, egal was passiert. Darüber hinaus verfügt sie über ein Geschäftsmodell mit erkennbaren Wettbewerbsvorteilen, was ihren Marktanteil auf absehbare Zeit sichern sollte.

In diesem Sinne können Digital Realty Trust (WKN:A0DLFT), Berkshire Hathaway (WKN:854075) (WKN:A0YJQ2) und Goldman Sachs (WKN:920332) dein Portfolio sowie das deiner Kinder und Enkelkinder für die nächsten Jahrzehnte hervorragend bereichern.

Immobilien für die nächsten 100 Jahre

Du wirst feststellen, dass es keine Tech-Aktien auf dieser Liste gibt — und dafür es gibt einen guten Grund. Man kann nicht wissen, wie sich Computer, Tablets, mobile Geräte und andere verbundene Geräte im Laufe des nächsten Jahrhunderts entwickeln werden, daher ist es schwierig, ein bestimmtes Technologie-Unternehmen als „für-immer-Aktie“ zu bezeichnen.

Wir wissen zwar nicht, wie sich die Technologie entwickeln wird, aber wir wissen, dass sie sich entwickeln wird. Deshalb investiere ich lieber in Technologie über den Digital Realty Trust, einen Immobilienfonds, der sich auf Rechenzentrumsimmobilien konzentriert. Nach neuesten Informationen besitzt Digital Realty 203 Rechenzentren mit rund 3 Millionen Quadratmetern Fläche, die an mehr als 2.300 Kunden vermietet sind, darunter besonders große Unternehmen wie IBM, Facebook und Oracle, um nur einige zu nennen.

Digital Realty ist in den letzten zehn Jahren enorm gewachsen, und die Aktionäre wurden reichlich belohnt. Dennoch gibt es Grund zu der Annahme, dass sich das Wachstum noch in einem relativ frühen Stadium befindet.

Insbesondere die Zahl der weltweit verbundenen Geräte wird in den kommenden Jahren voraussichtlich explodieren. Die Zahl der an das „Internet der Dinge“ angeschlossene Geräte wächst mit einer jährlichen Rate von 34 %, und es wird erwartet, dass bestimmte Arten von datenintensiven Geräten wie z. B. autonome Fahrzeuge noch schneller wachsen werden. Dies sollte zu einem Anstieg des Bedarfs an Möglichkeiten zur zuverlässigen und sicheren Unterbringung von Servern und anderen Netzwerkgeräten führen, was Digital Realty eine strahlende Zukunft bescheren sollte — unabhängig davon, welche Gadgets an erster Stelle stehen.

Ein erfolgreiches Geschäftsmodell, auch nach der Buffett-Ära

Warren Buffett hat den Investoren nahe gelegt, dass Berkshire Hathaway nicht in der Lage sein wird, seine erstaunliche Leistungsbilanz in der Zukunft zu wiederholen (Berkshire ist in den letzten 54 Jahren mehr als 2.000.000 % gestiegen). Doch das bedeutet nicht, dass Berkshire keine großartige Für-immer-Aktie mit dem Potenzial ist, den Markt zu schlagen. Berkshire hat laut Buffett einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, wenn es darum geht, neue Unternehmen zu finden, die es zu erwerben gilt — die Unternehmen wollen sogar, dass Berkshire Hathaway in sie investiert.

Die Gründe dafür sind seiner Meinung nach der ausgezeichnete Ruf von Berkshire, die fast unübertroffene finanzielle Flexibilität und der Ruf, die bestehenden Management-Teams des Unternehmens in Ruhe zu lassen, um die Geschäfte nach eigenem Gutdünken zu führen. Wie Buffett vor Jahren auf einer Aktionärsversammlung von Berkshire Hathaway sagte:

Unsere Schecks sind sauber. Wir werden immer das Geld haben. Die Leute wissen, wenn wir einen Deal machen, wird er erledigt, und zwar so schnell wie es geht.

Der Schlüssel zum Erfolg ist, dass Berkshires wichtigster Wettbewerbsvorteil in diesen Tagen nur wenig mit Buffett zu tun hat. Die Aktie sollte sich also auch dann gut entwickeln, wenn er die Geschäfte nicht mehr führt. Bei Berkshires letztem Aktionärstreffen wies Buffett darauf hin, dass er seit einiger Zeit „halbpensioniert“ sei, und Vizepräsident Charlie Munger riet den Aktionären, ihre Berkshire-Aktien zu behalten, wenn er und Buffett einmal weg sein sollten.

Wer weiß, wohin das Privatkundengeschäft dieser Bank führen könnte?

Es gibt viele Gründe, den Investment-Banking-Giganten Goldman Sachs zu mögen. Das Investment-Banking-Geschäft ist in mehreren wichtigen Bereichen führend, die Investment-Banking-Abteilung verfügt über beeindruckende 1,5 Billionen US-Dollar an Vermögenswerten (Tendenz steigend), und die Rentabilität der Bank liegt weit über den Maßstäben der Branche. Es gibt jedoch einen potenziellen Wachstumstreiber, der Goldman Sachs in den kommenden Jahrzehnten zu einer der besten Bankaktien machen könnte: das noch in den Kinderschuhen steckende Privatkundengeschäft.

Goldman Sachs wagte Ende 2016 über seine Marcus-Kreditplattform den Schritt ins Privatkundengeschäft. Diese Plattform wurde seither um Online-Sparkonten und Einlagenzertifikate mit branchenführenden Zinssätzen für seine Produkte erweitert. Die Marcus-Plattform hat eine Milliarde US-Dollar an Krediten schneller als die Wettbewerber ausgegeben und hat bereits ein Kreditvolumen von mehr als 3 Milliarden US-Dollar erreicht.

Es gibt aber noch viel Luft nach oben. Der ungedeckte Verbraucherkreditmarkt in den USA wird auf über 1 Billion US-Dollar geschätzt, und dies setzt voraus, dass Goldman sich nicht in andere Kreditarten wie Autokredite, Hypotheken und Studentenkredite vorwagt.

Apropos — eine besonders aufregende Nachricht: Goldman bereitet sich darauf vor, gemeinsam mit Apple in die Kreditkartenbranche einzusteigen, um eine Apple Pay Kreditkarte einzuführen. Es gibt hierzu noch wenig Details, aber es ist schwierig, sich einen besseren Co-Branding-Partner vorzustellen, der einen unmittelbaren Einfluss auf Goldmans Umsatz hat.

Unterm Strich befindet sich Goldmans Privatkundengeschäft noch in einer frühen Entwicklungsphase — in der allerersten, würde ich sagen. Hier gibt es ein enormes Potenzial, und es könnte Jahrzehnte dauern, bis es sich voll entfaltet hat.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple, Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Facebook. The Motley Fool besitzt Aktien von Oracle. The Motley Fool besitzt eine Shortposition auf IBM und hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple; Short Juni 2018 $52 Calls auf Oracle und Long Januar 2020 $30 Calls auf Oracle.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 25.05.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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