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Die Lufthansa-Aktie ist günstig, aber der Wettbewerbsvorteil hat Grenzen

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Die Aktie der Lufthansa (WKN:823212) war fundamental günstig bewertet, als es sie vor einem Jahr für die Hälfte zu kaufen gab. Sie war aber immer noch günstig, als sie zeitweise für über 30 Euro je Aktie den Besitzer wechselte und ist nach dem Abverkauf der letzten Wochen noch günstiger geworden.

Wer sich überlegt, aufgrund der optisch attraktiven Bewertung – ein einstelliges Kurs-Gewinn-Verhältnis, das niedrigste im DAX – für die lange Frist zu kaufen, muss sich aber auf jeden Fall entscheiden, für wie nachhaltig er die Wettbewerbsvorteile der Lufthansa hält. Ich denke, sie haben Grenzen, aber man muss sauber abwägen.

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Wettbewerbsvorteil: Größe

Es ist ziemlich egal, ob man auf Umsatz, Passagiere oder Streckennetz blickt, Lufthansa befindet sich stets ganz vorne. Größe sollte kein Selbstzweck sein, aber in der Luftfahrt bringt sie viele Vorteile mit sich.

Was Lufthansa wirklich allen europäischen Airlines voraus hat, ist, wie dicht ihr Streckennetz ist. Die Lufthansa oder ihre Töchter Austrian Airlines und SWISS bedienen jeden relevanten Flughafen in der DACH-Region. Dadurch hat die Gruppe ein quasi nahtloses Netz an Verbindungen. Man kann Passagiere wirklich überall in die Welt bringen.

Die Hubs der Lufthansa Group sind vor allem Frankfurt, München und Zürich. Die gehören zu den besten internationalen Flughäfen der Welt, München wird vom anerkannten Bewertungsunternehmen Skytrax in den meisten Jahren als bester Flughafen der westlichen Welt bewertet und sein Terminal 2 wurde kürzlich in einer Umfrage als das beste der Welt bezeichnet. Zürich und Frankfurt sind ebenso gut bewertete Flughäfen.

Wer nicht an einem der drei Hubs startet, kann von den meisten kleineren deutschen Flughäfen einen der dicht getakteten Zubringerflüge nehmen und so mit überschaubarer Umsteigezeit seine Reise gestalten. Vielleicht ist der zweite Flug dann einer der vielen Codeshare-Flüge, die Lufthansa dank ihrer zahlreichen Kooperationen oftmals anbietet.

Größe bietet also klare Wettbewerbsvorteile, allen voran das in Europa einmalige Streckennetz.

Wettbewerbsvorteil: Qualität

Ein weiterer Wettbewerbsvorteil ist Qualität. Lufthansa hat einen Mindestanspruch an die Flugerfahrung ihrer Passagiere, der selbst unter den Flaggenträgern nicht selbstverständlich ist. Dadurch genießt die Airline unter Verbrauchern ein recht hohes Ansehen.

Seit kurzem hat die Lufthansa sogar die begehrte Fünf Sterne-Bewertung von Skytrax, was sonst nur wenige ausgewählte Fluggesellschaften aus Asien und den Ölstaaten schaffen. Persönlich kann ich zwar bestätigen, dass Lufthansa ein verlässlich hohes Niveau bietet, aber die Fünf Sterne-Bewertung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Trotzdem würde ich, wie auch viele andere, Lufthansa gegenüber vielen anderen Airlines bevorzugen, allerdings bloß unter der Bedingung, dass der Preis stimmt. Das ist bei Lufthansa nicht immer der Fall.

Wettbewerbsnachteil: Hohe Kosten und hohe Preise

Auf Unternehmensseite sollten Wettbewerbsvorteile vor allem eins machen, und zwar das Unternehmen vor einem zu starken Preisdruck zu schützen, was wiederum gute Margen möglich macht.

Sicherlich werden viele unter den aktuellen Bedingungen bereit sein, einen Aufpreis für Lufthansa-Flüge zu zahlen, bloß ist die Frage, wie hoch dieser sein darf. Ich wäre an Lufthansas Stelle vorsichtig, wie viel man den Passagieren zumutet. In Europa und anderen Teilen der Welt gibt es massive Konkurrenz durch die etablierten Flaggenträger, und besonders auf Kurzstrecken machen sich die Billigairlines breit.

Gerade bei den Billigairlines ist das Problem, dass die Tickets oftmals nicht einfach nur ein wenig günstiger sind, sondern massiv günstiger. Wenn Lufthansa hier langfristig nicht mithalten kann, macht sie sich verwundbar und könnte deutliche Marktanteile verlieren. Die Qualität schützt nur begrenzt, denn so unterschiedlich sind Kurzstreckenflüge von Lufthansa und beispielsweise easyJet nun auch wieder nicht. Überhaupt lassen mich Neuerungen, wie USA-Flüge mit kostenpflichtigem Aufgabegepäck, an dem Qualitätsversprechen zweifeln.

Lufthansa ist hier in keiner einfachen Situation, denn sie kann zwar ihre Ticketpreise ein wenig an die der günstigeren Konkurrenz anpassen, aber nur begrenzt. Das liegt vor allem daran, dass Lufthansa eine hohe Kostenstruktur hat, die ihre Kunden mittragen müssen. Die regelmäßigen Pilotenstreiks zeigen, wie wenig Flexibilität es an dieser Stelle gibt.

Was das für die Aktie bedeutet

Die Wettbewerbsvorteile haben letztendlich dazu geführt, dass die Gewinne bei der Lufthansa sprudeln, und somit dass die Aktie so günstig bewertet ist. Im letzten Jahr gab es einen Gewinn je Aktie in Höhe von 5,03 Euro, was bei einem Eröffnungskurs am 29. Mai in Höhe von 24,63 Euro ein sehr günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 5 bedeutet.

Wer jetzt aufgrund dieser Zahlen auf die Lufthansa-Aktie setzt, sollte allerdings Gründe für die Erwartung haben, dass die Lufthansa ihre Preise auch in Zukunft hoch halten kann.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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