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Italien beweist, dass es politisches Risiko an Börsen gibt – aber nicht das der Schlagzeilen

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Italien wird trotz eines ersten Scheiterns bei der Regierungsbildung vielleicht bald von Populisten regiert und deren wirtschaftlich fragwürdige Programmpunkte bringen aktuell die Finanzmärkte in Aufruhr.

Klar ist, dass hier einiges schief gehen kann, aber eine fundamentale Analyse zeigt, dass die politischen Risiken für Anleger viel tiefere Wurzeln haben.

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Viele mögliche Brandherde

Der Euro fällt, italienische Anleihen werden abverkauft und die Kurse an der Borsa Italiana stürzen ab. Das waren Finanzmarktreaktionen auf die Koalition von zwei populistischen Parteien, die Italien fast regiert hätte.

Das ist durchaus verständlich, denn es wurden im Wahlkampf viele Pläne und Forderungen präsentiert, die für wirtschaftliches Chaos sorgen könnten. Die versprochene großzügige Staatshaushaltsplanung könnte den bereits heute gigantischen italienischen Schuldenberg ins Wanken bringen. Das gefährdet die Solvenz Italiens und indirekt die der Eurozone.

Auch die Zukunft der Gemeinschaftswährung ist gefährdet, denn die italienischen Populisten sind ziemlich skeptisch gegenüber dem Euro, und es lassen sich durchaus Austrittsszenarien vorstellen. Ein Austritt wäre ein extremes Szenario, Auseinandersetzungen mit der EZB sind aber quasi garantiert.

Nicht zuletzt sind auch Italiens Banken stark angeschlagen. Eine unverantwortliche, unfähige Politik könnte hier Schaden anrichten, der das Finanzsystem ganz Europas gefährdet.

Die fundamentalen Risiken sind nicht neu

Ohne Frage sind das alles ernstzunehmende Risiken, aber ich denke, es ist ein bisschen zu einfach, diese einzelnen Faktoren als die größten Risiken bei der langfristigen Investition in einem gewissen Land oder einer Region zu identifizieren.

Viel eher war bisher und ist auch weiterhin das größte Risiko die langfristige Stagnation eines Landes, deren Ursache eine anhaltend schlechte Politik ist, und die eine fehlende Dynamik auf der Unternehmensseite zur Folge hat. Ein Blick auf die italienische Börse zeigt, wie alt die wirtschaftlichen Probleme des Landes bereits sind.

Der Indexanbieter MSCI berechnet mit dem MSCI Italien einen repräsentativen Aktienindex für das Land. Für diesen stehen Daten bis Ende April zur Verfügung. Das ist wohlgemerkt vor dem Kurssturz der letzten Wochen, aber die Zahlen zeichnen auch über diesen Zeitraum ein relevantes Bild:

  • Seit Ende 1998 kann der MSCI Italien eine jährliche Rendite von 0,62 % vorweisen, viel weniger als internationale Aktienindizes und inflationsbereinigt deutliche negativ.
  • Der MSCI Italien bleibt noch immer weit unter seinem Hoch von 2007.
  • Der Index enthält gerade einmal 24 Unternehmen, der MSCI Deutschland zählt dagegen 64 und der MSCI USA ganze 631 Unternehmen.
  • Die fünf größten Unternehmen des Index sind Finanzdienstleister und Energieunternehmen, die relativ gut geschützt vor ausländischer Konkurrenz sind.
  • Der Gesamtwert des italienischen Aktienmarkts beträgt ungefähr 380 Mrd. Euro, das ist weniger als halb so viel wie der Börsenwert von Apple.

Italien ist zwar noch immer eine der größten Industrienationen der Welt, aber sein Aktienmarkt spielt global gesehen schon längst keine Rolle mehr. Kein Wunder, dass Ferrari in New York und Prada in Hongkong an die Börse gegangen sind.

Das echte Risiko heißt Stagnation

Es ist nachvollziehbar, dass Anleger die aktuelle Situation in Italien zum Anlass nehmen, die Risiken der italienischen Finanzmärkte neu zu bewerten. Ein Blick auf die fundamentalen Daten über die börsennotierten Unternehmen Italiens zeigt aber, dass diese schlechte Entwicklung schon vor Jahrzehnten begonnen hat.

Langfristige Anleger sollten also nicht erst reagieren, wenn das Risiko von politischem Chaos plötzlich akut wird, sondern sich vor der langsam schleichenden Stagnation hüten, die den Aktienmarkt eines Landes in eine Renditewüste verwandeln kann.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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