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Öl-CEOs: Höhere Ölpreise haben unseren Bedarf an Fusionen und Übernahmen nicht erhöht

Foto: Getty Images.

Die Ölpreise sind im vergangenen Jahr um fast 50 % gestiegen und erreichten zuletzt die 70-US-Dollar-Marke. Aus diesem Grund haben die Ölkonzerne gerade jede Menge Geld. Nachdem sie jedoch in der Vergangenheit ihr ganzes Geld in weiteren Ölquellen versenkt haben, halten sie sich diesmal zurück. Das schafft ein interessantes Dilemma: Was nur tun mit all dem freien Cashflow, den sie zu den aktuellen Preisen generieren.

Eine Sache, die ein paar CEOs von Ölunternehmen bei ihren Telefonkonferenzen im ersten Quartal deutlich gemacht haben, ist, dass sie dieses Geld nicht für große Übernahmen verwenden wollen. Stattdessen konzentrieren sie sich auf andere Optionen, von denen sie glauben, dass sie langfristig mehr Wert für die Investoren schaffen werden.

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Wir haben kein Interesse an M&A

Auch EOG Resources (WKN:877961) profitiert von den höheren Ölpreisen. Das Unternehmen hat sein Geschäft neu positioniert, um ein starkes Wachstum und einen bestimmten freien Cashflow zu erzielen, solange der Ölpreis bei etwa 50 US-Dollar pro Barrel lag. Mittlerweile ist das Unternehmen in der Lage, mit einem deutlich über diesem Niveau liegenden Rohölpreis in diesem Jahr einen bedeutend höheren Cashflow zu erwirtschaften, der viel finanzielle Flexibilität verleiht.

Bei der Telefonkonferenz zum ersten Quartal äußerte sich CEO Bill Thomas hinsichtlich der Flexibilität des Unternehmens: „Lassen Sie mich einen Punkt klarstellen. Wir haben kein Interesse an teuren Unternehmenszusammenschlüssen (Fusionen und Übernahmen) in keinem denkbaren Rohstoffpreisumfeld.“ Denn „EOG ist ein organisches Explorationsunternehmen“ und will seine Möglichkeiten nur durch „Low-Cost-Leasing und kostengünstige taktische Objektergänzungen“ erweitern, nicht durch den Kauf anderer Unternehmen.

Anstatt Geschäfte zu machen, plant das Unternehmen, seinen wachsenden überschüssigen Cashflow zu nutzen, um „die Gesamtverschuldung in den nächsten Jahren um 3 Mrd. US-Dollar zu senken“, also eine Reduzierung um etwa 50 %. Darüber hinaus strebt die EOG „ein Dividendenwachstum an, das über unserer historischen durchschnittlichen Jahresrate von 19 % liegt“. Das Unternehmen ist fest davon überzeugt, dass es durch die Verwendung der überschüssigen liquiden Mittel und die Vermietung von Grundstücken an attraktiven Standorten langfristig mehr Wert für die Aktionäre schaffen wird als durch den Erwerb eines anderen Unternehmens.

Wir denken auch nicht über M&A nach

Marathon Oil (WKN:852789)-CEO Lee Tillman sieht das genauso. Das sagte er bei der Telefonkonferenz im ersten Quartal: „Unsere finanzielle Flexibilität gehört zu den besten in unserer Branche und wurde durch Erlöse aus Libyen und unsere letzten Einkünfte aus Kanada weiter gestärkt. Diese Flexibilität würde es uns erlauben, den freien Cashflow mit hoher Rendite anzulegen, aber wir verfolgen einen disziplinierten Ansatz und erwägen keine großangelegten M&A-Transaktionen.“

Anstatt eine Übernahme zu verfolgen, könnte das Unternehmen Aktien zurückkaufen, da es bereits über eine Ermächtigung in Höhe von 1,5 Mrd. US-Dollar verfügt. Darüber hinaus könnte es seine „bereits wettbewerbsfähige Jahresdividende von 170 Mio. US-Dollar“ erhöhen.

In der Zwischenzeit plant Marathon, wie EOG, seine Möglichkeiten durch die Verpachtung von Land in attraktiven Lagen organisch zu erweitern. Tillman sagte dazu: „Wir haben erfolgreich Standorte im Norden Delawares hinzugewonnen und haben über 250.000 Acre in mehreren Onshore-Explorationen erschlossen, einschließlich einer Position im aufstrebenden Louisiana Chalk mit weniger als 900 US-Dollar pro Acre.“

Das Unternehmen plant, diesen Weg weiterzugehen, weil es „das Potenzial bietet, überdimensionale Vollzyklusrenditen zu generieren“.

Ein besserer Weg zur Wertschöpfung

Der Grund dafür, dass immer mehr CEOs in der Ölbranche M&A vermeiden, ist, dass diese Transaktionen tendenziell mehr Wert vernichten, als sie schaffen, weil Unternehmen eine hohe Prämie zahlen müssen, um Wettbewerber zu kaufen. EOG Resources hingegen hat festgestellt, dass es höhere Renditen erzielen kann, indem man das Kapital in die Suche nach neuen Ressourcen in einem frühen Stadium des Lebenszyklus investiert, anstatt dafür zu bezahlen, nachdem andere sie erschlossen haben.

Ein Ansatz, dem Marathon und andere angesichts des Erfolgs von EOG nun folgen. Dieser wachsende Fokus auf die Erzielung von Renditen für die Investoren statt auf den Aufbau eines Imperiums könnte es diesen Ölaktien ermöglichen, langfristig eine bessere Performance zu erzielen als ihre kaufwütigen Konkurrenten.

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The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Matt DiLallo auf Englisch verfasst und am 20.05.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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