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Netflix: Dank internationalem Wachstum bald dreifache Abonnentenzahl?

Foto: The Motley Fool

Der Streaming-Anbieter Netflix (WKN:552484) ist zweifellos eine der erfolgreichsten Wachstumsgeschichten im Technologiebereich. Das Unternehmen hat in den letzten fünf Quartalen jeweils ein Umsatzwachstum von über 30 % gegenüber dem Vorjahr erzielt. Noch beeindruckender ist das Kundenwachstum, das bis Ende 2012 in jedem Quartal über 19 % lag. Diese Zugänge haben sich in letzter Zeit beschleunigt und sind in den letzten vier Quartalen um durchschnittlich 24 % gestiegen.

Dieses Wachstum hat sich summiert, und Netflix hat mittlerweile 125 Millionen Abonnenten weltweit. So beeindruckend die Zahl auch ist, das Unternehmen steht wohl erst noch am Anfang – ein Analyst geht davon aus, dass Netflix sein starkes Abonnentenwachstum fortsetzen und bis 2030 über 360 Millionen Nutzer haben wird.

Erst am Anfang

Nat Schindler von der Bank of America Merrill Lynch bekräftigt seine Kaufempfehlung für Netflix und erhöht sein Kursziel auf 352 Dollar. „Wir glauben,“ sagte er, dass „Netflix noch eine beträchtliche Chance hat, wenn es international eine vernünftige Durchdringung erreichen kann. Netflix wird in jedem einzelnen Markt, auf dem man mitspielt, mit unterschiedlichen Wettbewerbs-, Regulierungs- und Wirtschaftsbedingungen konfrontiert sein, aber der Content sollte es dem Unternehmen ermöglichen, der dominierende Streaming-Anbieter in praktisch allen Märkten zu werden.“

Der Analyst geht davon aus, dass Netflix seine Kundenzahlen bis 2030 jährlich um 8 % steigern kann, was zu einem riesigen Abonnentenstamm von 360 Millionen Mitgliedern führen würde. Schindler geht davon aus, dass Netflix in 35 % aller Breitband-Haushalte weltweit zu finden sein wird, ausgenommen China. Ein Rückblick auf die jüngsten Abozuläufe des Unternehmens bestätigt dies:

Kennzahl Q1 2018 Q4 2017 Q3 2017 Q2 2017
Abonnenten insgesamt 125 Millionen 117,58 Millionen 109,25 Millionen 103,95 Millionen
Wachstum ggü. Vorjahr 26,58 % 25,35 % 25,95 % 24,97 %

Quelle: Netflix’ Quartalsbericht

Sollte das Wachstum von Netflix sich weiter so fortsetzen, dürften die Schätzungen von Schindler nicht schwer zu erreichen sein.

Aber es wird nicht billig

Es ist wichtig zu beachten, dass Investoren manchmal außer Netflix’ Abozugängen keine anderen Kennzahlen mehr wahrgenommen haben. Netflix plant, in diesem Jahr zwischen 7,5 und 8 Milliarden Dollar für Originalinhalte auszugeben, und erwartet für 2018 einen Cashflow von minus 3 bis minus 4 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen hat beträchtliche Schulden aufgenommen, um sein wachsendes Angebot an Shows zu finanzieren. Doch die Vergangenheit lehrt, dass selbst wenn der negative Cashflow angestiegen ist, die Anleger Netflix oft genug nur der Vergrößerung des Kundenstamm beurteilt haben.

Netflix hat behauptet, dass der Cash Burn des Unternehmens tatsächlich ein Maßstab für seinen Erfolg ist. Laut Netflix CEO Reed Hastings: „Die Ironie ist, je schneller wir wachsen, und je schneller wir die eigenen Originale rausbringen, desto mehr wird der freie Cashflow in Anspruch genommen. … In gewisser Hinsicht wird der negative freie Cashflow ein Indikator für den enormen Erfolg sein.“

Aus Netflix‘ Perspektive betrachtet

Einige kommen langsam dahinter. Moody’s hat kürzlich die Bonität von Netflix erhöht, basierend auf den steigenden Umsätzen des Unternehmens und dem wachsenden Kundenstamm. Deren Analyst Neil Begley geht davon aus, dass Netflix bereits 2021 mehr als 200 Millionen Abonnenten haben wird, und das Unternehmen wird bis 2022 einen positiven Cashflow haben.

Ich glaube nicht, dass hartnäckige Netflix-Bären ihre Ansichten ändern werden, auch nicht basierend auf den Berechnungen von ein paar Analysten. Ich glaube auch nicht, dass diejenigen, die von dem Wachstum des Unternehmens begeistert sind, ihre rosarote Brille abnehmen werden.

Das erinnert mich an das alte Sprichwort: Wer glaubt, braucht keine Erklärung. Und bei denen ohne Glauben hilft auch die beste Erklärung nichts.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von MCO und Netflix.

Dieser Artikel von Danny Vena erschien am 22.5.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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